Gesundheitswirtschaftsbericht Thüringen

130.000 Erwerbstätige erwirtschaften 10 Prozent der Bruttowertschöpfung im Freistaat

Auf der ersten Thüringer Demografiekonferenz wurde 2011 der erste Gesundheitswirtschaftsbericht Thüringen vorgestellt.

Wenn von der Gesundheits- und Sozialwirtschaftsbranche die Rede ist, dann geht es meist um die Kosten. Der vorliegende Bericht beleuchtet erstmals die Wirtschaftskraft der Branchen, die enorm ist. Allein die Gesundheitsbranche erwirtschaftet mit etwa 130.000 Erwerbstätigen eine Bruttowertschöpfung von über 4 Milliarden Euro. Das sind 10 Prozent der Thüringer Bruttowertschöpfung. In der Sozialwirtschaft, zu der frühkindliche Förderung, Kinder- und Jugendhilfe, Altenpflege, Hilfe für Menschen mit Behinderungen und Beratung von Menschen in Notlagen gehören, beträgt die Bruttowertschöpfung 2 Milliarden Euro. 58.000 Erwerbstätige erwirtschaften somit 4,7 Prozent der Bruttowertschöpfung im Freistaat. Die Gesundheits- und Sozialwirtschaft ist zukunftsorientiert, weitgehend krisensicher und sorgt vor Ort für Beschäftigung und Wirtschaftsförderung.

Die demografische Entwicklung stellt die Branche vor große Herausforderungen. Die Thüringer Bevölkerung wird immer älter und fragt verstärkt Leistungen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft nach. Zugleich stehen aber weniger Schulabgänger als künftige Fachkräfte zur Verfügung. Deshalb sind erhebliche Anstrengungen bei der Verbesserung der Ausbildungs-, Arbeits- und Entlohnungsbedingungen erforderlich. Hier sind vor allem die Tarifpartner gefragt, aber auch flankierend die Politik.

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