Thüringer Rose 2014

Preisträgerinnen und Preisträger der Thüringer Rose 2014
Preisträgerinnen und Preisträger der Thüringer Rose 2014

Die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert (SPD), hat am 19. November 2014 zwölf Thüringerinnen und Thüringer für ihr bürgerschaftliches Engagement mit der „Thüringer Rose“ ausgezeichnet. Mit dieser Medaille werden Menschen geehrt, die sich in langjähriger gemeinnütziger und überdurchschnittlicher Weise für Schwächere engagieren.

Sozialministerin Heike Taubert sagte: „Viele Bürgerinnen und Bürger engagieren sich uneigennützig. Sie setzen sich immer wieder für andere und schwächere Menschen ein. Sie handeln dabei selbstlos, mitfühlend und mutig, ohne auf Gegenleistung aus zu sein. Sie helfen gern, weil sie den Mitmenschen in seiner Not und Bedürftigkeit sehen. Unsere Gesellschaft wäre ohne Barmherzigkeit und Nächstenliebe, ohne den aufopferungsvollen Einsatz für unsere Mitmenschen, nicht lebens- und liebenswert. Der Freistaat Thüringen ehrt mit der ‚Thüringer Rose‘ Menschen, die Gutes im Verborgenen tun. Ihnen erweisen wir mit der Auszeichnung Respekt und Anerkennung. Die Auszeichnung will aber auch andere dazu ermutigen, sich sozial zu engagieren.“

Die Thüringer Rose ist ein Zeichen der Würdigung, das an die Heilige Elisabeth erinnert. Diese kam im Jahr 1211 – vor über 800 Jahren – als Vierjährige nach Thüringen. Später setzte sie sich als Thüringer Landgräfin besonders für Arme und Kranke ein. Deshalb findet die Verleihung der „Thüringer Rose“ traditionell am 19. November, dem Tag der Heiligen Elisabeth, auf der Wartburg bei Eisenach statt. In diesem Jahr hat die Jury aus zahlreichen Vorschlägen folgende Thüringerinnen und Thüringer, darunter zwei Ehepaare, für die Auszeichnung ausgewählt:

Loremarie und Hans-Jürgen Grunewald mit Ministerin Taubert (Mitte)
Loremarie und Hans-Jürgen Grunewald mit Ministerin Taubert (Mitte)

Loremarie und Hans-Jürgen Grunewald (Jena) haben sich fast ein Jahrzehnt lang aufopfernd um eine pflegebedürftige Nachbarin gekümmert. Die bettlägerige Frau hätte – da sie keine Angehörigen hatte – ihre vertraute Umgebung verlassen und in ein Pflegeheim ziehen müssen. Das Ehepaar Grunewald, selbst schon im fortgeschrittenen Alter, kümmerte sich trotz eigener vielfältiger Aktivitäten täglich mit bewundernswerter Geduld um seine Nachbarin, sorgte für geistige Anregung und erledigte anfallende Aufträge.

Ursula Jacobi (re.) mit Ministerin Taubert
Ursula Jacobi (re.) mit Ministerin Taubert

Ursula Jacobi (Gelmeroda) arbeitete zehn Jahre in Teilzeit im Projekt „Nähstube für sozial Bedürftige“ im Arbeitslosenzentrum Weimar als Näherin und engagierte sich dort auch ehrenamtlich. Seit sie Rentnerin ist, setzt sie ihr Engagement weit über das übliche Maß hinaus fort. Ursula Jacobi hat einen wesentlichen Anteil daran, dass die Nähstube für sozial Bedürftige fünf Tage pro Woche ganztätig geöffnet ist. Darüber hinaus engagiert sie sich als Vorstandsmitglied des Thüringer Arbeitslosenverbandes e.V. und bringt sich aktiv in das Vereinsleben ein.

Brigitte und Adolf Korndörfer mit Ministerin Taubert (re.)
Brigitte und Adolf Korndörfer mit Ministerin Taubert (re.)

Brigitte und Adolf Korndörfer (Eisenach) sorgen für liebevolle Geschenke und Taschengeld, wenn Gastkinder aus der Partnerstadt Mogiljew nach Eisenach kommen. Sie unterstützen die jährliche „Weihnachtsstraußaktion“ für Kinder aus sozial schwachen Familien. Das Ehepaar initiierte eine Spendensammlung für eine Eisenacher Familie mit Kindern, die Opfer eines Wohnungsbrandes wurde und vor dem Nichts stand. Im letzten Jahr sammelten Brigitte und Adolf Korndörfer Geld und Sachspenden, um die Not der Flutopfer ein wenig abmindern zu können.

Ingrid Moisa (li.) mit Ministerin Taubert
Ingrid Moisa (li.) mit Ministerin Taubert

Ingrid Moisa (Blankenhain) ist seit 1997 ehrenamtlich in der Blankenhainer Tafel tätig. Neben ihrem Amt als Schatzmeisterin des Vereins teilte sie Dienste ein, kümmerte sich um die Lagerwirtschaft und übernahm Lebensmitteltransporte. Seit dem Jahr 2013 leitet Ingrid Moisa den Verein. Sie unterstützt die Thüringer Tafeln tatkräftig durch ihren Einsatz und zusätzliche Aufwendungen im Logistikzentrum des Landesverbandes. Ingrid Moisa lebt für die Tafel-Idee und die Entwicklung ihres Vereins. Mitmenschen in Not haben in ihr eine starke Helferin.

Horst Meyer mit Ministerin Taubert
Horst Meyer mit Ministerin Taubert

Horst Meyer (Schalkau) hat im Jahr 2001 die Selbsthilfegruppe „Schlafapnoe“ Sonneberg mitbegründet und wurde ein Jahr später zum Gruppensprecher gewählt. Dieses Amt begleitet er bis heute. Er engagierte sich außerdem im Landesverband und im Bundesfachverband. Horst Meyer ist unermüdlich tätig, um über verschiedene Arten von Schlafstörungen aufzuklären, ob mit Vorträgen oder Aktionstagen. Betroffenen steht er kompetent mit Rat und Tat zur Seite, im persönlichen Gespräch oder per Telefon und E-Mail.

Kurt Rödiger mit Ministerin Taubert
Kurt Rödiger mit Ministerin Taubert

Kurt Rödiger (Anrode/OT Dörna) engagiert sich in seiner Gemeinde für ältere Menschen, die zu vereinsamen drohten. Ohne Post, Bäcker, Fleischer oder kulturelle Altenbetreuung fehlten im Ort die Gelegenheiten, wo betagte Menschen ins Gespräch kommen konnten. Kurt Rödiger setzte sich deshalb mit der Gaststätteninhaberin zusammen und organisierte einen monatlichen Treff für Seniorinnen und Senioren. Die erste Zusammenkunft fand im Januar 2001 statt. Anfangs nahmen nur ein paar Seniorinnen und Senioren das neue Angebot an, mittlerweile ist der monatliche Treff eine Institution im Ort.

Johanna Schalitz mit Ministerin Taubert
Johanna Schalitz mit Ministerin Taubert

Johanna Schalitz (Gotha) kämpft für die Belange von psychisch kranken Menschen und deren Angehörigen. 1993 hat sie gemeinsam mit ihrem Mann in Gotha die Selbsthilfegruppe für Angehörige psychisch Kranker gegründet und zehn Jahre erfolgreich geführt. Aus gesundheitlichen Gründen mussten sie dann die Leitung abgeben. Trotz schwerer Schicksalsschläge engagiert sich Johanna Schalitz weiter in der Selbsthilfe. Sie ist Wegweiser und Mutmacher für unzählige Betroffene. Sie organisiert, berät, tröstet und zeigt am eigenen Beispiel, wie man schwere Lebenskrisen überwinden und meistern kann.

Andreas Schmidt mit Ministerin Taubert
Andreas Schmidt mit Ministerin Taubert

Andreas Schmidt (Altenburg) setzt sich ehrenamtlich für Menschen mit Behinderung ein. Er ist Gründungsmitglied der Selbsthilfegruppe „Rollis Altenburger Land“, die er bis heute leitet. Im Altenburger Stadtrat setzte sich Andreas Schmidt für einen barrierefreien Bahnhof und eine barrierefreie Schwimmhalle ein. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Sportvereins TUS Schmölln e. V. - Bereich Reha Sport, dem er seit 1994 als aktives Mitglied und Kapitän der Rollstuhlbasketballmannschaft angehört. Er engagiert sich zudem in der Kleingartenanlage „Weißer Berg“ Altenburg, wo es einen Behindertengarten mit Hochbeeten gibt.

Ingrid Streit mit Ministerin Taubert
Ingrid Streit mit Ministerin Taubert

Ingrid Streit (Vacha) leitet seit 15 Jahren die Stiftung Bahn-Sozialwerk-Seniorengruppe Vacha, die aus 60 Seniorinnen und Senioren der Deutschen Bahn besteht, sowie deren Angehörigen und Hinterbliebenen. Diese Seniorengruppe organisiert ein reges gesellschaftliches Leben auf allen Gebieten. Dazu gehören Vorträge über Gesundheitsvorsorge und Suchtprävention, dazu Wanderungen, Ausflüge und Theaterbesuche sowie gemütliche Stunden bei Kaffee und Kuchen. Die Seniorengruppe unterstützt auch ihren ehemaligen Arbeitgeber Deutsche Bahn und nimmt an Arbeitseinsätzen im Bereich des Bahnhofes teil.

Sylvana Urban mit Ministerin Taubert
Sylvana Urban mit Ministerin Taubert

Sylvana Urban (Weimar) ist Ärztin und Koordinatorin des 2010 von ihr gegründeten spezialisierten ambulanten Palliativversorgungs (SAPV)-Teams mit Sitz in Weimar. Ziel ist es, Betroffenen ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod in ihrer gewohnten Umgebung, in stationären Pflegeeinrichtungen bzw. stationären Hospizen zu ermöglichen. Sylvana Urban ist unermüdlich im Einsatz, um Sterbende und deren Angehörige in ihrer schweren Zeit Unterstützung und Hilfe zu geben. Sie schult Ehrenamtliche sowie Pflegeheimpersonal und setzt sich derzeit für die Gründung eines Hospizes in Weimar ein.

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