Lohngerechtigkeit: Enttäuschender Vorstoß der Bundesregierung

Sozialministerin Heike Werner (links) und Staatssekretärin Ines Feierabend bei einer Kundgebung zum Equal Pay Day 2015 (Archivbild)
Sozialministerin Heike Werner (links) und Staatssekretärin Ines Feierabend bei einer Kundgebung zum Equal Pay Day 2015 (Archivbild)

Thüringens Arbeitsministerin Heike Werner (DIE LINKE) zeigt sich vom aktuellen Gesetzentwurf des Bundeskabinetts zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen enttäuscht. Laut Werner wird der Gesetzentwurf dem Ziel der Lohnangleichung zwischen Frauen und Männern nicht gerecht.

Ministerin Werner betont: „Jede Initiative zur Lohnangleichung zwischen Männern und Frauen begrüße ich ausdrücklich. Es muss dringend gehandelt werden, denn Deutschland gehört bei der Lohngerechtigkeit im europaweiten Vergleich leider zu den Schlusslichtern. Frauen liegen bei Löhnen und Gehältern um durchschnittlich 21 Prozent hinter den Männern – ein nicht zu akzeptierender Zustand."

Das aktuell vom Bundeskabinett beschlossene ,Gesetz zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen‘ sieht Thüringens Arbeitsministerin allerdings skeptisch. "Es stellt Informationen über Lohnunterschiede in den Mittelpunkt, nicht die notwendigen Anstrengungen zur Lohnangleichung. Dazu kommt, dass der Entwurf nur in Unternehmen ab 200 Beschäftigten einen individuellen Auskunftsanspruch auf geschlechtsspezifische Lohnunterschiede vorsieht. Bei der Unternehmens- und Beschäftigtenstruktur in Thüringen bliebe der überwiegende Teil der weiblichen Beschäftigten von diesem Auskunftsanspruch ausgeklammert", sagte Heike Werner.

Von den fast 60.000 Unternehmen im Freistaat sind es gerade einmal 525, die 200 Beschäftigte und mehr haben. "Es ist deshalb davon auszugehen, dass nur elf Prozent aller weiblichen Beschäftigten in Thüringen den Auskunftsanspruch erhalten. Die geplante Verpflichtung von Unternehmen mit mindestens 500 Beschäftigten, die Entgeltstrukturen zu überprüfen und über den Stand der Entgeltgleichheit zu berichten, dürfte in Thüringen weitgehend ins Leere laufen. Der Gesetzentwurf wird damit dem eigentlichen Ziel, die Angleichung der Entgelte von Männern und Frauen voranzubringen, nicht gerecht“, sagte Heike Werner.

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