Bundesweiter Aktionstag zur Glücksspielsucht am 27. September

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Die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner (DIE LINKE), hat anlässlich des bundesweiten Aktionstages gegen Glücksspielsucht vor dem hohen Suchtpotenzial von Glücksspielen gewarnt.

 

Gesundheitsministerin Heike Werner sagte: „Glücksspiele sind heute durch Onlineangebote leicht zugänglich. Es gibt nicht mehr den einen Ort, an dem gespielt oder gewettet werden kann. Die Selbstüberschätzung über die realen Gewinnchancen und die Kontrollillusion, den Ausgang des Glücksspiels mit vermeintlicher Kompetenz beeinflussen zu können, lassen Glücksspiele sehr attraktiv erscheinen. Das Suchtpotenzial ist dadurch erheblich, die Folgen der Sucht drastisch. In Thüringen sind und bleiben darum Prävention, Hilfe, Selbsthilfe sowie Forschung im pathologischen Glücksspielen Schwerpunkte der Sucht- und Drogenpolitik.“

 

Laut Werner sind in Thüringen circa 11.000 Menschen von der Glücksspielsucht betroffen. „Das hat für die Betroffenen und auch ihre Angehörigen erhebliche Auswirkungen und Belastungen zur Folge. Durchschnittlich hat jeder Glücksspieler, der im ambulanten Hilfesystem nach Hilfe nachfragt, 57.700 Euro Schulden. Oftmals geht die Glücksspielsucht noch mit anderen psychischen Störungen einher, wie zum Beispiel Depressionen, Substanzstörungen und Angststörungen. Pathologische Glücksspieler haben ein neunmal höheres Selbstmordrisiko. Glücksspielsüchtige kommen zudem oft spät in das Hilfesystem. Ich ermuntere darum Betroffene sowie ihre Angehörigen, rechtzeitig professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen und nicht erst dann, wenn alle anderen Lösungsversuche fehlgeschlagen sind. “

Der typische Spieler in Thüringen ist nach den Daten der ambulanten Suchthilfe meist männlich, ledig und Deutsch. Er ist zwischen 20 und 39 Jahre alt und hat mittlere Abschlüsse in der Schule und im Berufsleben. Er ist meistens Arbeiter, Angestellter oder Beamter. Nur
etwa jeder vierte Glücksspielsüchtige im Freistaat bezieht Arbeitslosengeld I oder II.

 

Zentrale Anlaufstellen für Spieler und ihre Angehörigen sind die 28 Thüringer Suchtberatungsstellen, die Glücksspieler beraten und behandeln. Jährlich verzeichnen die Suchtberatungsstellen im Freistaat circa 175 neue Glücksspielsüchtige. Neben der ambulanten Suchthilfe können auch Selbsthilfegruppen in Anspruch genommen werden.

 

mehr Informationen auf https://gluecksspielsucht-thueringen.de/

Anschriften der Beratungsstellen finden Sie hier: Anschriften

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