02.02.2018
Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

Medieninformation 023/2018

Weltkrebstag: Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung stärken

Gesundheitsministerin Heike Werner (Die LINKE): „Präventions- und Früherkennungsmöglichkeiten haben zentrale Bedeutung für wirksame Krebsbekämpfung“

Die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner (Die LINKE), hat anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar die Bedeutung der Präventions- und Früherkennungsmöglichkeiten für eine wirksame Krebsbekämpfung hervorgehoben. Nach Angaben des Gemeinsamen Krebsregisters (GKR) ist die Zahl der von Krebs betroffenen Menschen in Thüringen nach wie vor hoch.

Gesundheitsministerin Heike Werner sagte: „Die Chancen auf Heilung und Verbesserung der Lebensqualität haben sich für Krebspatientinnen und -patienten dank modernster diagnostischer und therapeutischer Methoden in den letzten Jahren wesentlich verbessert. Die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken, ist aber nach wie vor steigend. Die Landesregierung hat deshalb das Ziel, Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung zu stärken. Dabei sind die Aufklärung über die Ursachen von Krebserkrankungen und die breite Information über Präventions- sowie Früherkennungsmöglichkeiten besonders wichtig, haben sie doch zentrale Bedeutung für eine wirksame Krebsbekämpfung.“

Aktuelle Daten des Gemeinsamen Krebsregisters (GKR) zu Krebs in Thüringen:
- Zum 31. Dezember 2015 waren es im Freistaat Thüringen rund 68.700 Menschen, die ihre Diagnose in den letzten 10 Jahren erhielten. 35.700 Männer und 33.000 Frauen waren betroffen. Dabei blieb der nicht-melanotische, sogenannte ‚weiße‘ Hautkrebs, der nur selten lebensbedrohlich werden kann, unberücksichtigt.

- Krebserkrankungen treten zumeist im höheren Lebensalter auf. Die Hälfte der neuerkrankten Männer und Frauen im Diagnosejahr 2015 waren 70 Jahre oder älter.

- In der Altersgruppe der über 70-Jährigen leben in Thüringen rund jeder achte Mann und jede fünfzehnte Frau mit einer in den letzten 10 Jahren diagnostizierten Krebserkrankung.

- Im Vergleich zum Jahr 2010 waren ca. 4.900 Patienten mehr zu versorgen. Nicht nur die hohen Neuerkrankungsraten in der Vergangenheit, vielmehr die steigenden Überlebenschancen dank verbesserter Diagnose und Therapie sind ursächlich für diesen Anstieg.

- Viele Krebspatienten überleben ihre Diagnose mehrere Jahre. Inzwischen haben 58 Prozent der männlichen und 63 Prozent der weiblichen Krebspatienten in den neuen Bundesländern und Berlin die gleiche Chance wie die nicht erkrankte Bevölkerung, die ersten 5 Jahre nach Diagnose zu überleben. Von diesen Patienten und Patientinnen versterben in den nächsten 5 Jahren nur 8 Prozent an ihrer Krebserkrankung.

Hintergrundinformation
Der Weltkrebstag findet jährlich am 4. Februar statt. Der Aktionstag wurde 2006 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitinitiiert, um auf die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen aufmerksam zu machen. In diesem Jahr lautet das Motto „Wir können – Ich kann...“. Es steht dafür, dass Menschen durch einen gesunden Lebensstil dazu beitragen können, vielen Krebsarten vorzubeugen.

Das Gemeinsame Krebsregister (GKR) ist das bevölkerungsbezogene Krebsregister für die neuen Bundesländer und Berlin. Hauptaufgabe ist die Registrierung aller im Einzugsgebiet auftretenden Krebsneuerkrankungen und deren statistische Auswertung. Es hat seinen Sitz in Berlin und wird als nachgeordnete Einrichtung bei der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales Berlin geführt. An der Führung des GKR wirken die beteiligten Länder durch einen Verwaltungsausschuss mit, dem je ein Vertreter der obersten Gesundheitsbehörde angehört.

Daten zu den häufigsten Krebserkrankungen in Thüringen können Sie den kürzlich veröffentlichten Landesdatenblättern auf der Internetseite www.krebsregister.berlin.de entnehmen. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den Leiter des Gemeinsamen Krebsregisters Roland Stabenow (Tel: 030/565 81 410, E-Mail: roland.stabenow{at}gkr.berlin{punkt}de).

02.02.2018

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