01.08.2017
Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

Medieninformation

01.08.2017

Tiefensee: Übernahme von Opel durch PSA ist große Chance

Verkauf abgeschlossen / Tiefensee: Wichtiger Schritt nicht nur für den Erhalt der Opel-Standorte, sondern auch für deren zukunftsfähige Neuausrichtung

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee hat die heute abgeschlossene Übernahme von Opel durch die französische PSA-Gruppe als große Chance für den deutschen Autobauer bezeichnet. „Für die traditionsreiche Marke Opel und damit für den Standort Eisenach eröffnen sich als Teil der PSA-Gruppe und damit des zweitgrößten europäischen Automobilkonzerns neue Zukunftsperspektiven“, sagte Tiefensee. Eine andere Unternehmensausrichtung und Managementphilosophie könnten ebenso dazu beitragen wie die Tatsache, dass die Marke Opel erhalten und weiterhin weitgehend selbständig geführt werde. Zudem erweise sich PSA als ein wirtschaftlich potenter Partner, der zuletzt gute Wachstumszahlen vorgelegt hatte. „Jetzt kommt es für Opel darauf an, diese Chance zu nutzen. Dazu kann und muss sich das Unternehmen eine starke Konzern-Position erarbeiten.“

Erfreulich aus Sicht des Ministers: Alle deutschen Standorte und die Arbeitsplätze wurden im Zuge der Übernahme erhalten, Investitionszusagen eingehalten. „Das Vertrauen, dass es PSA mit seiner neuen Tochter ernst meint, ist da“, sagte der Minister. „Und die Beschäftigen in Eisenach können vorerst aufatmen. Allerdings gelten die Zusagen nur für einen relativ kurzen Zeitraum. Mit dem neuen Mokka gibt es für den Standort auch gute Perspektiven über 2020 hinaus. Wichtig ist, dass dem stark aufgestellten Produktionsstandort Eisenach zusätzlich eine wichtige Rolle bei der Transormation hin zur Elektromobilität zugewiesen wird. Mit dem Innovationszentrum für Mobilität in Ilmenau und dessen Expertise auf diesem Feld sowie mit der Dualen Hochschule Gera-Eisenach sind hervorragende Voraussetzungen hierfür gegeben. Der Freistaat wird im Rahmen von Forschungsverbünden finanzielle Unterstützung geben, sollte das notwendig sein.“

Bereits seit 2012 arbeiten PSA und Opel eng zusammen und haben in dieser Zeit vier gemeinsame Fahrzeuge entwickelt. Das neue französisch-deutsche Unternehmen verfügt über einen Marktanteil von knapp 17 Prozent und damit eine bessere Wettbewerbsposition gegenüber anderen großen Konkurrenten wie Renault oder Toyota. Durch eine gemeinsame Plattform-Politik sollen künftig weiter Kosten gesenkt werden.

„Wichtig ist aus meiner Sicht, dass es auf lange Sicht eine faire Aufgabenteilung zwischen den deutschen und französischen Standorten gibt, bei der die einen nicht nur die verlängerte Werkbank der anderen sind“, sagte Tiefensee weiter. Aus seiner Sicht könnte Opel innerhalb des neuen Verbunds zu einer Art „Kompetenzzentrum für Elektromobilität“ werden und hierbei Eisenach wichtige Aufgaben zuweisen. Thüringen besitze wissenschaftliche, anwendungsorientierte Expertise, die den Standort Eisenach im Firmenverbund prädestiniert. Immerhin verfüge der deutsche Autohersteller über die entsprechenden Technologien bzw. Lizenzen und mit dem Ampera bereits über ein marktfähiges Modell in diesem Bereich. Insofern sei es erfreulich, dass GM einer weiteren Lizenzproduktion des Ampera durch PSA Opel offenbar zugestimmt habe.  

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