30.05.2017
Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

Medieninformation

30.05.2017

Tiefensee: Mehr Frauen den Weg auf Professorenstellen ebnen

Neues Förderprogramm: Land fördert Nachwuchswissenschaftlerinnen bei akademischer Karriere / Eine Million Euro bis 2019

Thüringen unterstützt aktiv die Gleichstellung von Akademikerinnen an den Universitäten des Landes: Am 1. Oktober 2017 startet dazu das „Thüringer Programm zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchskünstlerinnen“. Promovierte Forscherinnen, die eine Universitätsprofessur anstreben, können daraus ein Stipendium erhalten, um an ihrer Habilitation zu arbeiten, andere notwendige Qualifikationen zu erwerben oder künstlerische Vorhaben umzusetzen. Die Unterstützung von bis zu 2.000 Euro monatlich ist auf ein Jahr befristet. Das Wissenschaftsministerium stellt für diesen Zweck zunächst bis Ende 2019 insgesamt eine Million Euro aus dem Strategie- und Innovationsbudget des Landes bereit.

„Frauen sind in Forschung und Lehre auf wissenschaftlichen und künstlerischen Professuren noch immer deutlich unterrepräsentiert“, sagte Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee heute in Erfurt. So lehrten im Jahr 2016 insgesamt 1151 Professorinnen und Professoren an den Thüringer Hochschulen, 220 davon waren Frauen – das entspricht einem Anteil von gerade einmal 19,1 Prozent.
Als „kritische Phase“ in der Karriereplanung der Nachwuchswissenschaftlerinnen habe sich dabei die Zeit nach einer erfolgreich abgeschlossenen Promotion erwiesen, so Tiefensee weiter: „Gerade in dieser Phase scheiden viele qualifizierte Frauen aus dem Wissenschaftssystem aus.“ Mit dem neuen Förderprogramm wolle man deshalb Stipendien in dieser „Postdoc“-Phase anbieten, um gerade dem weiblichen Forschernachwuchs die Bewerbung beispielsweise für Tenure-Track-Professuren zu erleichtern. Im Rahmen dieses Karriereweges erhalten geeignete Nachwuchs¬forscher nach einer befristeten Bewährungszeit auch ohne Habilitation die Chance auf eine Fest¬anstellung als Professor.
Die Stipendien werden über die an dem Programm beteiligten Hochschulen – die Friedrich-Schiller-Universität Jena, die Bauhaus-Universität Weimar, die Technische Universität Ilmenau, die Universität Erfurt oder die Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar – beantragt und ausgereicht. Förderfähig sind beispielsweise herausragende Forschungsvorhaben bzw. – im Falle der Künstlerinnen – die Teilnahme an internationalen Wettbewerben oder die Vorbereitung und Durchführung von Ausstellungen.



Stephan Krauß
Pressesprecher

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