26.11.2014
Thüringer Ministerium für Wirtschaft Arbeit und Technologie

Medieninformation

26.11.2014

Gute Bedingungen für Radtourismus in Thüringen

Landesradwegewart hat Thüringer Radwege getestet und stellt heute Ergebnisse vor / 80 Prozent der Wege haben feste Oberfläche, 70 Prozent sind asphaltiert / Staschewski: „Radtouristisches Landesnetz ist in gutem Zustand“

Thüringen will Mängel am touristischen Radwegenetz beheben. Dazu haben Thüringens Wirtschafts- und Thüringens Verkehrsministerium heute die neue Internetseite www.landesradwegewart-thueringen.de freigeschaltet. Sie gibt Radfahrern die Möglichkeit, Mängel am radtouristischen Landesnetz zu melden und Hinweise für Verbesserungen zu geben. „Dank seiner gut ausgebauten touristischen Radwege hat sich Thüringen in den vergangenen Jahren zu einem gefragten Radreiseland entwickelt“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Staschewski heute anlässlich der Fachtagung „Radtourismus – Radroutenplaner Thüringen“, die Wirtschafts- und Verkehrsministerium gemeinsam veranstalten. „Die adressgenaue Planung von Reiserouten mit dem Radroutenplaner erleichtert die Nutzung des Radwegenetzes im Freistaat und steigert damit die Attraktivität“, so Verkehrsstaatssekretärin Inge Klaan.

 

Im Auftrag des Thüringer Wirtschaftsministeriums überprüft der Landesradwegewart Matthias Unbehaun kontinuierlich die rund 3.900 Kilometer des radtouristischen Landesnetzes auf Stärken und Schwächen. Derzeit haben rund 80 Prozent des Radwegenetzes eine feste Oberfläche, gut 70 Prozent sind asphaltiert und 25 Prozent verlaufen auf land- und forstwirtschaftlichen Wegen. „Die Radwege in Thüringen weisen unterschiedliche Qualitätsmerkmale auf“, sagte Unbehaun, der auf der Tagung den Ausbaustand der Radwege bilanzierte. „Viele Radwege sind bereits bestens ausgeschildert, die meisten aufgrund ihrer durchgehenden Asphaltierung gut befahrbar.“

Der Radwegewart hat in den vergangenen Jahren alle 13 Thüringer Radfernwege und 63 von 66 Radhauptwegen befahren.

Zu den am besten ausgebauten Radfernwegen zählen:

  • Der Ilmtal-Radweg (Länge: 121 Kilometer), der vom ADFC mit vier von fünf Sternen ausgezeichnet wurde.
  • Der Unstrut-Radweg (Länge: 145 Kilometer), der zu weiten Teilen ausgeschildert ist und bei der Wegweisung den bundesweiten Standard erfüllt.
  • Der Unstrut-Werra-Radweg (Länge: 114 Kilometer), der fast zur Hälfte auf einem ehemaligen Bahndamm verläuft und zu weiten Teilen asphaltiert ist.
  • Der Leine-Heide-Radweg (Länge in Thüringen: 32 Kilometer), der zu weiten Teilen asphaltiert ist.

Zu den am besten ausgebauten Radhauptwegen zählen:

  • der Finnebahn-Radweg,
  • der Thüringer Mühlenradweg,
  • der Schwarzatal-Radweg,
  • der Keltenradweg.

 

„Eine zuverlässige Wegweisung und eine vernünftige Befestigung der Radwege sind die wesentliche Voraussetzung, um mehr Radtouristen nach Thüringen zu locken“, sagte Staschewski. „Hier wird die Tourismuspolitik auch in den kommenden Jahren einen deutlichen Schwerpunkt setzen.“

Ein weiterer touristischer Internetservice ist der „Radroutenplaner Thüringen“, der die Planung von Radtouren innerhalb und außerhalb Thüringens ermöglicht. Ein Netz mit über 13.000 Radwege-Kilometern und 80 Themenrouten ist hier hinterlegt. Zudem stellt der Routenplaner Informationen zum Beispiel zu touristischen Zielen, Tourentipps, Wetteraussichten und Übernachtungsmöglichkeiten bereit. Den Radroutenplaner Thüringen gibt es auch als App für das iPhone und für Smartphones mit dem Betriebssystem Android.

www.radroutenplaner.thueringen.de

Für den Hintergrund:

  • Pro Jahr finden im Freistaat derzeit rund 3,7 Millionen Fahrrad-Tagesreisen statt, durch die ein Umsatz von 60 Millionen Euro erwirtschaftet wird.
  • Bei einem Aufkommen von insgesamt 74 Millionen Tagesreisen in Thüringen liegt der Anteil der fahrradtouristischen Tagesreisen bei fünf Prozent.
  • Das Thüringer Wirtschaftsministerium setzt im Rahmen seiner Tourismuspolitik einen klaren Schwerpunkt im Bereich Radtourismus: So hat das Land im Rahmen der GRW-Förderung und des Landesprogramm Tourismus bis heute rund 213 Projekte zum Ausbau der touristischen Radwege mit insgesamt 47,4 Millionen Euro unterstützt.
  • Damit wurde der Ausbau von 446 Kilometern rein touristischer Radwege in hoher Qualität ermöglicht.
  • Ziel ist der Ausbau des radtouristischen Landesnetzes bis 2020 auf einer Gesamtstrecke von rund 3.200 Kilometern – bestehend aus rund 1.500 Kilometern Radfernnetz und rund 1.700 Kilometern Radhauptnetz. Damit wird sich die Länge des ausgebauten touristischen Radnetzes verdoppeln.
  • Zusätzlich zu diesem Netz sollen weitere Erlebnisrouten entwickelt werden, die überregional bedeutende Themen vorweisen.

 

 

 

Larissa Schulz-Trieglaff
Stellv. Pressesprecherin

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