13.09.2017
Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

Medieninformation

13.09.2017

Welt-Sepsis-Tag: Jena ein führendes Zentrum der Sepsis- und Infektionsforschung

Tiefensee: Jenaer Forscher leisten wichtigen Beitrag bei internationaler Sepsis- und Infektionsforschung / Standort muss gestärkt werden

Anlässlich des heutigen Welt-Sepsis-Tages betont Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee als Botschafter des „World Sepsis Day“ die starke Rolle Thüringens im Bereich der Sepsis-Forschung: „Durch die wissenschaftliche Leistung der Thüringer Forscher hat sich Jena zu einem der führenden Zentren der  Sepsis- und Infektionsforschung entwickelt und dafür gesorgt, dass das Thema auf der nationalen und internationalen Agenda wahrgenommen wird.“ Verschiedene Initiativen – wie etwa das 2009 eröffnete, fakultätsübergreifende Zentrum für Innovationskompetenz (ZIK) Septomics der Friedrich-Schiller-Universität Jena oder der Forschungscampus InfectoGnostics – stärken nicht nur die Sepsisforschung, sondern tragen auch dazu bei, dass die breite Öffentlichkeit für das gefährliche Krankheitsbild sensibilisiert wird. Insgesamt knapp 200 Millionen Euro aus Landes- und Bundesmitteln flossen in den letzten zehn Jahren in Thüringer Projekte mit Sepsis- und Infektionsbezug.

 

Bei einer Sepsis handelt es sich um die schwerste Verlaufsform von Infektionen und ist weltweit die wichtigste infektionsbedingte Todesursache. 270.000 Fälle von Sepsis werden jährlich deutschlandweit registriert, was einer Rate von 335 Fällen pro 100.000 Einwohner entspricht. Damit ist die Sepsis nach Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems und Krebs die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. „Deshalb ist es unser Ziel, die wissenschaftliche Vernetzung auf diesem Gebiet und den Patientenschutz weiter voranzutreiben und die in Jena gebündelten Kompetenzen strategisch und nachhaltig auszubauen“, so Tiefensee.

 

Daher unterstützt das Thüringer Wissenschaftsministerium etwa das Zentrum für Innovationskompetenz (ZIK) „Septomics“ aus dem Landesprogramm „ProExzellenz“ mit über 2,45 Millionen Euro für eine Klinische Forschergruppe und mit 1,32 Millionen Euro für einen Neubau des Zentrums. Dadurch konnte die unmittelbare Zusammenarbeit zwischen Grundlagenwissenschaften und Klinikärzten erheblich verbessert werden. Der Forschungscampus „InfectoGnostics Jena“ beschreitet als öffentlich-private Partnerschaft neue Wege in der Infektionsdiagnostik und Infektionsforschung. Mehr als 30 Partner aus Wissenschaft, Medizin und Wirtschaft entwickeln im Dreiklang von Technologie, Anwendung und Herstellung marktreife Lösungen für die schnelle und kostengünstige Vor-Ort-Analyse von Infektionen in der Humanmedizin. Das Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum Sepsis und Sepsisfolgen (CSCC) ist eines von acht integrierten Forschungs- und Behandlungszentren, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert werden. Das CSCC ist am Universitätsklinikum Jena angesiedelt und widmet sich der Erforschung von Sepsis und deren Folgeerkrankungen.

 

Der Welt-Sepsis-Tag wird jedes Jahr am 13. September begangen und wurde aus dem Universitätsklinikum Jena heraus initiiert, um öffentlichkeitswirksam auf das Thema Sepsis aufmerksam zu machen und es auf die wissenschaftliche Agenda zu bringen. Die Aktivitäten resultierten in einer WHO-Resolution, auf deren Basis die Sepsis-Stiftung nun die Forderung nach einem Nationalen Sepsisplan beim Bund gestellt hat.

Weitere Informationen unter: https://www.uniklinikum-jena.de/cscc/WST.html und https://www.world-sepsis-day.org/

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