Forschungsförderung des Freistaats Thüringen

Förderung von FuE-Personal

 

Die in der neuen Förderperiode aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) vorgesehene finanzielle Unterstützung für die mit dem Einsatz und der Verwendung von hochqualifiziertem Personal in Verbindung stehenden Ausgaben basiert auf einer Richtlinie zur Förderung von Personal in FuE. In modifizierter Form bedeutet die neue Förderrichtlinie eine Fortführung zweier separater Richtlinien aus der vergangenen Förderperiode. Es bleibt vorrangiges Ziel, das Defizit im Bereich der Forschungsintensität gegenüber dem bundesweiten Durchschnitt zu verringern. Insbesondere für die Thüringer KMU ist eine kontinuierliche Förderung der FuE-Leistungen essentiell. Mit einem ausgewogenen Förderinstrumentarium soll es ermöglicht werden, die Innovationskraft der KMU in Thüringen zu steigern, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und nicht zuletzt in einem stärkeren Maße hoch qualifizierte Fachkräfte an die Unternehmen zu binden. Daneben gilt es, die KMU bei der Bewältigung des demografischen Wandels zu unterstützen sowie Bildung, Qualifizierung und lebenslanges Lernen der Beschäftigten zu fördern.

 

Richtlinie zur Förderung der Forschungs- und Entwicklungsintensität in Thüringer Unternehmen und Forschungseinrichtungen - Gewinn von Personal für Forschung und Entwicklung (FuE), Gestaltung, Durchsetzung, Vermarktung von Innovationen und Vernetzung von Innovationsketten - aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Freistaats Thüringen (FuE-Personal Richtlinie)

 

In der aktuellen Förderperiode (2014 - 2020) können aus Mitteln des ESF-Strukturfonds und des Freistaats Thüringen auf Grundlage der FuE-Personal Richtlinie folgende Maßnahmen finanziell unterstützt werden:

 

  • Thüringen-Stipendium
  • Thüringen-Stipendium Plus
  • Einsatz von innovativem Personal
  • Entsendung von FuE-Personal
  • Ausleihe von hochqualifiziertem FuE-Personal sowie Forschergruppen.

 

Zuständige Antrags- und Bewilligungsbehörde ist die Thüringer Aufbaubank.

Projekte aus der letzten ESF-Förderperiode 2007-2013

 


Richtlinie zur Förderung der Forschung

Zur Unterstützung des nachhaltigen Ausbaus von Forschungsschwerpunkten an den Thüringer Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen werden über die http://www.thueringen.de/fckeditor_2011/editor/images/icons/pfeil_out.gifRichtlinie zur Förderung der Forschung der Aufbau von Forschungsinfrastruktur und wissenschaftliche Forschungsvorhaben durch das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft gefördert.

Die Forschungsförderung dient der Umsetzung der „Regionalen Forschungs- und Innovations-strategie für intelligente Spezialisierung Thüringen – RIS 3 Thüringen“, die an den Trendatlas Thüringen 2020 und die Thüringer Forschungsstrategie anknüpft und die darin formulierten strategischen Ansätze weiterentwickelt.

In der laufenden Strukturfondsperiode 2014-2020 kann entsprechend dem „Operationellen Programm EFRE“ forschungsbezogene Geräteinfrastruktur mit EU-Mitteln gefördert werden. Voraussetzung hierfür ist, dass die zu fördernden Vorhaben eines der vier Spezialisierungsfelder

  • Industrielle Produktion und Systeme

  • Nachhaltige und intelligente Mobilität und Logistik

  • Gesundes Leben und Gesundheitswirtschaft oder

  • Nachhaltige Energie und Ressourcenverwendung oder das Querschnittsfeld

  • IKT, innovative und produktionsnahe Dienstleistungen der „RIS3 Thüringen“ adressieren.


Zuständige Antrags- und Bewilligungsbehörde ist die Thüringer Aufbaubank.

Grundsätzlich werden die Antragsberechtigten einmal jährlich durch die Thüringer Aufbaubank zur Teilnahme an einem Wettbewerbsverfahren mit einer zweistufigen Antragstellung aufgerufen. Aktuelle Informationen zum Förderprogramm finden Sie unter:

http://www.aufbaubank.de/Foerderprogramme/Foerderung-der-Forschung

 


Landesprogramme

ProExzellenz

Phase I (2008-2011), Phase II (2014-2019/20)

Das Landesprogramm ProExzellenz wurde in seiner Förderphase I im Jahr 2008 als zentraler Teil der Zukunftsinitiative des Freistaats Thüringen initiiert. Wesentliche Ziele dieses Programms waren der Ausbau und die Stärkung bestehender exzellenter Forschungsstrukturen, der Erfolg im Wettbewerb um die talentiertesten Köpfe und die Stärkung der Innovations- und Clusterfähigkeit sowie die Förderung exzellenter Lehre. Rund 50 Mio. Euro standen in der ersten Förderrunde zur Verfügung. Von 70 eingereichten Anträgen aller Thüringer Hochschulen mit einem Gesamtvolumen von knapp 110 Mio. Euro waren 27 Vorhaben im Begutachtungs­prozess erfolgreich.

Im Sommer 2012 wurde das Programm durch die Thüringer Programmkommission evaluiert (Evaluierungsbericht) und als sehr erfolgreich eingeschätzt. Aufgrund dieses Ergebnisses und der Empfehlung, das Programms fortzusetzen, hat die Thüringer Landesregierung im Herbst 2012 beschlossen, „ProExzellenz“ mit einem Haushaltsvolumen in Höhe von 20 Mio. € neu aufzulegen.

In der aktuellen Förderphase II wurden in zwei Förderlinien insgesamt 21 Anträge mit einem Volumen von 56,7 Mio. Euro eingereicht. Davon waren 10 Vorhaben erfolgreich. Die Neuauflage des Programms wurde mit klaren strukturellen Zielen verbunden. So wird die Stellung der Universitäten im Wissenschaftssystem gestärkt. Durch die Förderung einzelner größerer Projekte bzw. Kompetenzzentren der Hochschulen sowie von Profilprofessuren soll ein deutlicher Impuls für weitere strukturelle Zuwächse und Drittmitteleinwerbungen (Bund, DFG, EU) im Wissenschafts- und Forschungsbereich Thüringens erzielt werden.

 

ProDigital

(2020-2024)

Vor dem Hintergrund der Herausforderungen, die mit der Digitalisierung einhergehen, hat die Thüringer Landesregierung ein Förderprogramm aufgelegt, das mit den Hochschulen erneut gezielt die wesentlichen Innovationstreiber Thüringens anspricht. Die Hochschulen sollen in Kooperation untereinander sowie in Zusammenarbeit mit den Forschungseinrichtungen an Vorhaben mit Digitalisierungsbezug arbeiten, relevante Fragestellungen untersuchen bzw. Lösungen für aktuelle Problemstellungen entwickeln. Als Teil der Thüringer Digitalisierungsstrategie will das Landesprogramm ProDigital dazu beitragen, dass gesellschaftlich und wirtschaftliche Chancen wie Steigerung der Innovationskraft und der Internationalität, bessere Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft, leichte Gewinnung und Nutzung medialer Daten etc. besser genutzt werden können. Andererseits muss es gelingen, die Herausforderungen anzunehmen, die im Bereich technischer, mathematischer und physikalischer Problematiken ebenso liegen wie im Bereich gesellschaftlicher Auswirkungen der digitalen Entwicklung – etwa beim Umgang mit Veränderungen in der Arbeitswelt, dem Verständnis für und die Erhöhung der Sicherheit im Umgang mit Daten, der Handhabung rechtlicher und ethischer Fragestellungen z.B. hinsichtlich künstlicher Intelligenz.

Das Landesprogramm „ProDigital“ verfügt bei einer Laufzeit von fünf Jahren über ein Fördervolumen in Höhe von 10 Mio. Euro. Es enthält zwei Förderlinien. In Linie a) – „Impact-Projekte“ – können große, kooperative Vorhaben mit einem möglichen Umfang von mehreren Millionen Euro für bis zu fünf Jahren gefördert werden.

In Förderlinie b) – „Impuls -Projekte“ – stehen Mittel für kleinere, agile Vorhaben mit größerer Anwendungsnähe und kürzerer Laufzeit sowie geringerem Mittelvolumen zur Verfügung.

Näheres erfahren Sie in der Ausschreibung mit dem Antragsformular. Die Ausschreibung beginnt am 01.04.2018 und endet am 30.08.2018 für Anträge der Linie a). Für Anträge der Linie b) endet diese Frist am 15.06.2019

 

Programmkommission

Das Land Thüringen hat zur Begutachtung der Forschungsvorhaben und zur Beratung der Landesregierung die Thüringer Programmkommission eingerichtet. Diese besteht aus unabhängigen, von außerhalb Thüringens kommenden Wissenschaftlern aus Hochschulen und unabhängigen Forschungseinrichtungen sowie aus Vertretern der anwendungsnahen Forschung. Vorsitzender ist der für Wissenschaft und Forschung zuständige Staatssekretär. Die Programmkommission lässt die Projekte von in der Regel zwei externen Fachwissenschaftlern begutachten („peer-review-Verfahren“) und spricht auf Basis dieser Bewertungen die Förderempfehlungen für die besten Vorhaben aus. Grundlage für die Entscheidungen der Programmkommission sind die jeweiligen Programme und Ausschreibungen, die auf den Inhalten der Thüringer Forschungsstrategie, der Regionalen Innovationsstrategie für Thüringen RIS 3 sowie der Thüringer Digitalstrategie basieren.

 

 

Kontakt:

diana.hellwig{at}tmwwdg.thueringen{punkt}de
 

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