Energiespeicher

Ohne ausreichende Energiespeicherkapazitäten ist die Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien nicht realisierbar. Die Stromerzeugung mit diskontinuierlichen Quellen wie Windkraft- und Solaranlagen lässt sich im Gegensatz zu konventionellen Kraftwerken nicht zeitlich bedarfsgerecht planen und ist zum Teil starken Schwankungen unterworfen. Für den Ausgleich dieser Schwankungen sind zusätzliche Speicherkapazitäten notwendig, um eine stabile und zuverlässige elektrische Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energieträger gewährleisten zu können.

Dabei werden folgende Anforderungen an Speicher gestellt:
  • geringe Kosten,
  • hohe Wirkungsgrade,
  • hohe Verfügbarkeit sowie
  • massenhafter Einsatz 
Die meisten Speicherverfahren wie Elektrolyse, Methanisierung (Power to Gas / Gas to Power), Hochtemperatur-Wärmespeicher (Keramik) oder virtuelle Kraftwerke sind noch zu teuer bzw. unausgereift, befinden sich weltweit fast ausschließlich noch im Forschungs- und Erprobungsstadium. Deshalb gilt es, neuen Technologien zur Marktreife zu verhelfen und sie durch gezielte Forschung zu unterstützen.
 
Daneben sind die Rahmenbedingungen für bewährte und etablierte Speichertechnologien weiter zu verbessern. Pumpspeicherkraftwerke stellen derzeit die einzige Lösung dar, um elektrische Energie in einem großen Leistungsbereich bei gleichzeitig niedrigen Stromgestehungskosten mit einem guten Speicherwirkungsgrad (70-80%) zu speichern.