Medieninformation
Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig sieht in dem heute vorgestellten Bundesländerranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der Zeitschrift Wirtschaftswoche „das erwartete differenzierte Bild“ der wirtschaftlichen Entwicklung in Thüringen. „Es gibt einen positiven Grundtrend“, sagte Machnig heute in Erfurt. „Das Ranking zeigt: Thüringen ist auf Kurs.“ So liegt der Freistaat im sog. Dynamikranking auf Platz 4 und im Bestandsranking auf Platz 11 aller 16 Bundesländer. Bemerkenswert: Erstmals haben Thüringen und Sachsen mit Bremen ein westdeutsches Bundesland im Bestandsranking überholt.
Basis für das gute Abschneiden Thüringens ist aus Sicht des Ministers ein starker und breit aufgestellter industrieller Mittelstand, der allein für rund ein Viertel der gesamten Wertschöpfung im Land sorge. „Motor der Wirtschaftsentwicklung im Land sind vor allem die vielen großen und kleinen Industriebetriebe, die sich mit innovativen Produkten und Dienstleistungen tagtäglich am Markt behaupten.“ Das gute Ergebnis Thüringens resultiere dabei nicht zuletzt aus Arbeitsmarktindikatoren wie Einkommenshöhe und sinkender Arbeitslosigkeit. „Damit zahlt es sich aus, dass wir in Thüringen inzwischen die Abkehr von der Niedriglohnstrategie vollzogen und gute Löhne und faire Arbeitsbedingungen in das Zentrum unserer Wirtschaftspolitik gestellt haben“, sagte der Minister. Auch bei der Produktivität habe der Freistaat deutlich zugelegt.
„Das alles ist ein starker Rückenwind für unseren wirtschaftspolitischen Kurs“, so Machnig. Denn es zeige: "Eine Konzentration von Fördermitteln auf Wachstumsbereiche ist ebenso wenig konjunkturgefährdend wie gute Löhne und faire Arbeitsbedingungen. Wir werden unsere Politik gegen Niedriglöhne und für mehr Recht und Ordnung auf dem Arbeitsmarkt deshalb mit Nachdruck fortsetzen."
Insgesamt sieht der Minister eine Anfang der Woche vorgestellte Studie der Unternehmensberatung Roland Berger im Auftrag des Wirtschaftsministeriums durch das Ranking bestätigt. „Zwei Jahrzehnte Aufbau Ost waren sehr erfolgreich, aber der Aufholprozess ist noch nicht abgeschlossen“, so der Minister. So gebe es auch eine Reihe von wichtigen Indikatoren, bei denen Thüringen noch deutlich hinter den westdeutschen Werten zurückbleibe, etwa bei der Wirtschaftsleistung insgesamt oder der absoluten Einkommenshöhe. „Auch die noch immer nicht zum Stillstand gekommene Abwanderung zeigt: Es bleibt noch viel zu tun“, so der Wirtschaftsminister.
Die Studie wurde von der IW Consult in Köln durchgeführt. Sie berücksichtigt rund 100 ökonomische und Standortindikatoren wie Bruttoinlandsprodukt, Kaufkraft, Investitionsquote, Einkommen.
Stephan Krauß
Pressesprecher