23.08.2012
Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie

Medieninformation

Das Thüringer Wirtschaftsministerium treibt den Breitbandausbau voran: Mit insgesamt rund 990.000 Euro ist seit Jahresanfang in 24 Thüringer Städten und Gemeinden der Anschluss ans schnelle Internet aus dem „Landesprogramm Breitband“ gefördert worden. Insgesamt haben die Breitbandunternehmen in diese Vorhaben rund 3,8 Millionen Euro investiert. 5.900 Haushalte (bzw. knapp 11.700 Einwohner) und 570 Betriebe erhalten damit künftig die Möglichkeit, schnelle Internetzugänge von bis zu 50 Megabit pro Sekunde zu nutzen.

„Eine funktionierende Breitbandinfrastruktur ist Standortsicherung für Unternehmen und Arbeitsplätze gerade im ländlichen Raum“, sagte Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig. Das neu aufgelegte Landesprogramm leiste einen wichtigen Beitrag dazu. Vor allem kleinere Gemeinden und Ortsteile könnten damit zügiger angeschlossen werden. „Ab diesem Jahr werden erstmals mehr als eine Million Haushalte im Freistaat über einen schnellen Internetzugang verfügen“, so der Minister: „Ich bin zuversichtlich, dass das Ziel einer flächendeckenden bedarfsgerechten Breitbandversorgung in Thüringen bis spätestens 2015 erreicht wird.“
 
Aktuell sind weitere vier Förderanträge in Prüfung, durch die weitere 41 Orte und Ortssteile mit ca. 22.400 Haushalten (ca. 44.300 Einwohner) und 1.200 Unternehmen erschlossen werden könnten. Nach wie vor haben mehr als 400 Orte im Freistaat noch keinen schnellen Internetzugang. Machnig: „Das wollen wir ändern, damit ganz Thüringen im Internetzeitalter ankommt.“
 
Hintergrund:
 
Im Landesprogramm Breitband des Thüringer Wirtschaftministeriums stehen bis 2015 insgesamt 12 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. Bei Investitionen in den Breitband-Ausbau kann damit die Wirtschaftlichkeitslücke – d.h. der Differenz zwischen den Kosten und der Gewinnschwelle des Breitband-Ausbaus – gefördert werden.
 
Das Ziel einer flächendeckenden Breitbandversorgung ist im „Masterplan Breitband“ verankert, den das Breitbandkompetenzzentrum Thüringen (BKT) im Juni 2011 im Auftrag des Wirtschaftsministeriums vorgelegt hat. Zwar ist die Breitbandversorgung in erster Linie eine Aufgabe der Telekommunikationsunternehmen selbst. Gerade in dünn besiedelten ländlichen Räumen lässt sich das Ziel einer bedarfsgerechten Breitbandversorgung aber oft nur mit staatlicher Unterstützung erreichen. Das Wirtschaftsministerium hat deshalb u.a. ein eigenes „Landesprogramm Breitband“ aufgelegt, das am 9. Januar 2012 gestartet ist. Neben dem LTE-800-Ausbau hat dieses Förderprogramm den Ausbau der Breitbandversorgung in Thüringen weiter beschleunigt.
 
 
Stephan Krauß
Pressesprecher