02.07.2012
Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie

Machnig: Mehr internationale Gäste für Thüringen gewinnen

Über 300 Touristiker beim Thüringer Tourismustag 2012 heute in Erfurt/Thüringen-Tourismus braucht weiteren Modernisierungsschub

Heute findet in Erfurt der Thüringer Tourismustag 2012 statt, zu dem über 300 Touristiker aus dem Freistaat gekommen sind, um über neue Herausforderungen und künftige Trends im Thüringen-Tourismus zu diskutieren. Im Vordergrund steht die Frage, wie Service und Qualität verbessert und die touristischen Höhepunkte national und international bekannter gemacht werden können, um mehr Urlauber für Thüringen zu gewinnen. „Im Ausland ist Thüringen als Reiseziel noch zu wenig bekannt“, sagte Wirtschaftsminister Matthias Machnig. Bei den internationalen Gästen gebe es ein großes Potenzial, das der Freistaat erschließen könne. „Thüringen kann noch internationaler werden und sich ausländischen Gästen noch mehr öffnen.“

Auf dem Tourismustag übergab der Minister dem Gewinner des Tourismusbudget - der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Hainich-Werratal und dem Tourismusverband Hainichland - einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 750.000 Euro für ihr Konzept „Hainichland – Aktiv in der Welterberegion“.
Heute Nachmittag wird außerdem der Thüringer Tourismuspreis 2012 an die drei Gewinner übergeben. (siehe Extra-PM heute Nachmittag)


„Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, der in Thüringen noch deutlich zulegen kann“, sagte Machnig. In ganz Deutschland stiegen die Übernachtungen in- und ausländischer Gäste in 2011 um 4 Prozent auf rund 394 Millionen, bei Gästen aus dem Ausland sogar um 6 Prozent auf 64 Millionen. Im europäischen Vergleich lag Deutschland mit 29,6 Millionen Ankünften ausländischer Touristen auf Platz 6 gleich nach Frankreich, Spanien, Italien, Großbritannien und der Türkei. „Der Tourismus ist ein Wachstumsmarkt, von dem Thüringen noch mehr profitieren kann.“

Thüringen hatte in 2011 rund 3,6 Millionen Gästeankünfte und etwa 9,5 Millionen Übernachtungen. Durchschnittlich 2,7 Tage sind die Besucher in Thüringen geblieben. Im Bundesländerranking 2010 liegt der Freistaat im Mittelfeld:


  • auf Platz 12 bei Kurzurlauben zwischen zwei und vier Tagen,

  • auf Platz 9 bei längeren Urlauben ab fünf Tagen,

  • auf Platz 7 als Reiseziel zwischen 2011 und 2013.

„Ziel für die kommenden Jahre muss sein, mehr Gäste aus dem In- und Ausland für Thüringen zu gewinnen und diese länger im Land zu halten“, sagte der Minister. Das Potenzial sei da mit einer attraktiven Mischung aus Kultur und Natur, aus Tradition und Moderne. „Diese Schätze müssen wir national und international bekannter machen und gleichzeitig den Service und die Qualität auch außerhalb der Städte verbessern.“ Die zentralen Schwerpunkte bleiben daher ein verstärktes Marketing, außerdem Modernisierung und Qualitätsverbesserungen in den Tourismusregionen.
Der Minister verwies auf die Landestourismuskonzeption 2015, die der Tourismusregion Thüringen Schubkraft geben soll. Mehrere Vorhaben wurden bereits umgesetzt:

  • eine neue Markenstrategie, darunter die Tourismuskampagne „thüringen-entdecken.de“ mit Imagefilm, neuen Publikationen, TV-Spots und Anzeigen.

  • die Einführung des Thüringenjahres in 2012, in dem 15 Großveranstaltungen gemeinsam vermarktet werden (Biathlon-Weltcup, Bachwochen, Domstufenfestspiele, Weihnachtsmärkte). Auch der Weimarer Sommer, mit dem alle Kulturveranstaltungen in Weimar unter einem Dach vermarktet werden, findet in diesem Jahr zum ersten Mal statt (Juli/August).

  • die Schaffung neuer Förderinstrumente wie z.B. das Tourismusbudget. Von 28 Bewerbern hat die Kommunale Arbeitsgemeinschaft Hainich-Werratal mit ihrem Konzept „Hainichland – Aktiv in der Welterberegion“ gewonnen. Der Minister übergibt ihr auf dem Thüringer Tourismustag den Zuwendungsbescheid über 750.000 Euro.


Weitere Vorhaben wie die Einrichtung eines Kompetenzzentrums und eines Tourismusboards sind in der Umsetzungsphase.


Larissa Schulz-Trieglaff
stellv. Pressesprecherin

02.07.2012