Vollzugshelfer/innen
Ehrenamtliche Vollzugshelfer helfen mit, die wesentliche Gestaltungsmaxime des Strafvollzuges umzusetzen, das heißt möglichen schädlichen Folgen des Freiheitsentzuges entgegenzuwirken und die Gefangenen zu unterstützen, sich auf das Leben in Freiheit ohne Straftaten vorzubereiten.
So wirken sie bei Freizeitmaßnahmen (z. B. Sucht- & Schuldnerberatung, musikalische und künstlerische Angebote, Antiaggressionstraining), Familienseminaren und Gesprächsrunden für Gefangene aber auch in der Einzelbetreuung während der Haftzeit mit.
Und die ehrenamtlichen Vollzugshelfer kommen auch in Vorbereitung der Haftentlassung sowie in der Zeit unmittelbar nach der Entlassung zum Einsatz. Insbesondere für Gefangene, die wenig oder keinen Kontakt zu ihrer Familie haben oder keinen Besuch bekommen, sind sie wichtige persönliche Ansprechpartner.
Als Vollzugeshelfer/in kann sich jede Frau oder jeder Mann ab dem vollendeten 21. Lebensjahr bewerben, die bzw. der die persönlichen Eignungen und Voraussetzungen mitbringt. Die Entscheidung darüber trifft stets die jeweilige Anstaltsleitung.
Das ehrenamtliche Engagement im Vollzug stellt an die Person des Ehrenamtlichen besondere Anforderungen. Sie muss sich auch aus Gründen der besonderen Sicherheitsbelange durch besondere Zuverlässigkeit auszeichnen und sollte Erfahrungen aus der Sozialarbeit mitbringen.
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- Justizminister Poppenhäger mit Vollzugshelfer Rüdiger Schnuphase beim Fußballturnier in der JSA Ichtershausen
Seit über zwei Jahren bietet der ehemalige Fußballnationalspieler Rüdiger Schnuphase in der Jugendstrafanstalt Ichtershausen am Wochenende ein Fußballtraining an. Anfangs trainierte er eine Mannschaft jugendlicher Strafgefangener, inzwischen sind es zwei. Rüdiger Schnuphase ist längst nicht mehr nur Trainer, sondern für die jungen Männer ein wichtiger Ansprechpartner und Vorbild.
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- Olympiasieger Dieter Baumann mit Vollzugshelfer und Rennsteigläufer Wolfhard Stephan
Unser ehrenamtlicher Vollzugshelfer und Rennsteigläufer Wolfhard Stephan trainiert bereits seit 2007 die Laufgruppe der Jugendstrafanstalt Ichtershausen. Die Laufgruppe hat bereits mehrmals an dem Laufprojekt von Olympiasieger Dieter Baumann "Jugend bewegt sich über Grenzen" teilgenommen und konnte ihre Leistung jedes Mal steigern.