07.01.2013 10:23 Uhr

Veranstaltungsreihe Forum Justiz

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Foto: photocase

Das FORUM JUSTIZ ist eine renommierte Veranstaltungsreihe des Thüringer Justizministeriums. Ein bis zwei Mal jährlich lädt der Justizminister Expert/innen oder Persönlichkeiten unserer Zeit als Referenten zu einem aktuellen (rechts-)politischen  Thema nach Erfurt ein, um es mit Repräsentant/innen aus Justiz, Politk, Wirtschaft, Kultur, Kirche, Medien und der interessierten Öffentlichkeit zu diskutieren und Perspektiven aufzuzeigen.

Flankiert werden die prominenten Vortragenden von Angehörigen der Thüringer Justiz mit Kurzreferaten.

Zu Gast waren beim Forum Justiz

  • Gisela Friedrichsen und Peter Mauz ("DER SPIEGEL"-Gerichtsreporter)
  • Peter M. Huber (ehemaliger Dekan der juristciehn Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität
  • und Thüringer Innenminister, jetzt Richter am Bundesverfassungsgericht)
  • Wolfgang Leonard (Russlandexperte)
  • Dr. h. c. Joachim Gauck (Bundespräsident, ehemaliger Bundesbeauftragter für Stasi-Unterlagen

 


Unsere bisherigen Veranstaltungen in der 5. Legislaturperiode (2009 - 2014)

  

EGMR-Richterin Prof. Dr. Nußberger
EGMR-Richterin Prof. Dr. Nußberger

 

 

 

 

 

 

 

Am 16. Juli 2012 trug Prof. Dr. Dr. hc. Angelika Nußberger, Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, zum Thema

„Auf der Suche nach einem neuen Konsens – Zum Verhältnis von EGMR und nationaler Rechtsordnung“

in der Reihe FORUM JUSTIZ im Erfurter Augustinerkloster vor.

Die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte hat auch für die nationale Rechtsanwendung in den Mitgliedsstaaten des Europarates, wie nicht nur die Entscheidungen zur Sicherungsverwahrung oder zur überlangen Verfahrensdauer zeigen, eine immer noch zunehmende Bedeutung. Auch in der Bevölkerung wird der so oft angedrohte Gang nach Karlsruhe immer mehr durch den Gang nach Straßburg ersetzt. Dies ist für uns Anlass, sich mit der Rolle des Gerichtshofes und seiner Rechtsprechung auch im Rahmen des Forums Justiz zu befassen.

 

Curriculum Vitae von Prof. Dr. Dr. hc. Angelika Nußberger

Frau Prof. Dr.Dr. h.c. Nußberger ist Direktorin des Instituts für Ostrechts und Inhaberin des Lehrstuhls für Verfassungsrecht, Völkerrecht und Rechtsvergleichung an der Uni­ver­sität Köln. Sie studierte in München Slawistik und Rechtswissenschaft. In Würzburg promovierte sie 1993 mit einer Studie über das sowjetische Verfassungsrecht in der Über­gangszeit. Während ihrer Tätigkeit als Wissenschaftliche Referentin am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Sozialrecht weilte sie zu einem Forschungsaufenthalt an der Universität Harvard. In den Jahren 2001 und 2002 war sie als Rechtsberaterin beim Europarat tätig. Im Jahr 2002 habilitierte sie sich mit einer Arbeit über das Völkerrecht und wurde zur Professorin an die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln berufen. Am 22. Juni 2010 wurde sie von der Parla­men­tarischen Versammlung des Europarats zur Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gewählt. Am 1. Januar 2011 trat sie ihr Amt an.

Veröffentlichungen von Prof. Dr. Dr. hc. Angelika Nußberger im Internet (Auswahl):

http://www.bundesarbeitsgericht.de/symposion/rev_Nussberger.pdf

http://www.laender-analysen.de/russland/pdf/Russlandanalysen032.pdf

http://www.laender-analysen.de/russland/pdf/Russlandanalysen146.pdf

http://www.ecoi.net/file_upload/1002_1237664434_uni-bremen-ru.pdf

http://www.uni-koeln.de/jur-fak/ostrecht/minderheitenschutz/

http://www.venice.coe.int/docs/2008/CDL%282008%29102-e.pdf

http://www.rechtswissenschaft.nomos.de/fileadmin/rechtswissenschaft/doc/Aufsatz_ReWiss_12_02.pdf

http://www.kas.de/wf/doc/kas_8007-544-1-30.pdf?070807123217

http://www.laender-analysen.de/ukraine/pdf/UkraineAnalysen76.pdf


Forum Justiz Bussmann
Prof. Dr. Kai Bussmann, Experte Wirtschaftskriminalität

 

 

 

 

 

 

 

Für das FORUM JUSTIZ am 10. November 2011 konnte  mit Herrn Prof. Dr. Kai Bussmann ein namhafter Experte auf dem Gebiet der Wirtschaftskriminalität gewonnen werden. Das Thema seines Vortrags lautete:

„Ist der Ehrliche der Dumme? Die Entwicklung und Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität in Deutschland“

Der Vortrag wurde durch Kurzstatements Thüringer Ermittlungsbehörden (u. a. Dezernenten der STAs Erfurt, Schwerpunkt Korruption, und Mühlhausen, Schwerpunkt Wirtschaftskriminalität, und des LKA) ergänzt.

 

Curriculum Vitae von Prof. Dr. Kai Bussmann

Prof. Dr. Kai Bussmann wurde 1955 in Flensburg geboren. Er ist Rechtswissenschaftler und Kriminologe. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Soziologie legte er das erste Staatsexamen 1981 und das zweite Staatsexamen 1986 in Hamburg ab. 1991 promovierte er an der Universität Bremen und habilitierte sich 1998 an der Universität Bielefeld. Von 1997 bis 1999 übernahm er eine Vertretungsprofessur an der Universität Halle. Gleichzeitig wurden ihm verschiedene Lehraufträge erteilt. Seit 1999 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht und Kriminologie an der Universität Halle. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Wirtschaftskriminalität, Gewalt in der Erziehung und die Evaluation von kriminalpräventiven Maßnahmen. Er ist u.a. Leiter des Economy & Crime Research Centers, Mitglied des Instituts für Wirtschaftsrecht der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg, Geschäftsführender Vorsitzender der Vereinigung für Rechtssoziologie, Vorsitzender des Vorstandes der Landesgruppe Sachsen-Anhalt der Deutsche Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfe e.V.  In Kooperation mit PricewaterhouseCoopers, hat er verschiedene Studien zur Wirtschaftskriminalität in der Privatwirtschaft und in der öffentlichen Verwaltung durchgeführt.

Veröffentlichungen von Prof. Dr. Kai Bussmann im Internet:

http://www.pwc.de/de/risiko-management/assets/Studie-Wirtschaftskriminal-09.pdf

http://www.pwc.de/de/risikomanagement/assets/Wirtschaftskriminalitaet_Feb09.pdf

http://www.pwc.de/de/risiko-management/assets/Wirtschaftskriminalitaet_Feb09.pdf

http://www.pwc.de/de/risiko-management/assets/studie_Compliance-und-Unternehmenskultur.pdf

http://bussmann2.jura.uni-halle.de/econcrime/Studie-WiKri2005.pdf

http://bussmann2.jura.uni-halle.de/econcrime/Bussmann2003_Businessethics_Wirtschaftsstrafrecht.pdf

 


B. Hirsch
Justizminister Poppenhäger mit Burkhard Hirsch

 

 

 

 

 

 

 

Das erste FORUM JUSTIZ unter der Leitung von Justizminister Dr. Holger Poppenhäger eröffnete am 24. Januar 2011 mit Dr. Burkhard Hirsch einer der bedeutendsten deutschen Innen- und Rechtspolitker mit einem Vortrag zum Thema

„Herausforderungen an einen modernen Datenschutz“

 

 

 

Curriculum Vitae von Dr. Burkhard Hirsch

 

Dr. Dr. h.c. Burkhard Hirsch wurde 1930 in Magdeburg geboren und ist Rechtsanwalt in Düsseldorf. Nach dem Abitur in Halle arbeitete er bei Leuna als Chemiehilfsarbeiter. 1948 trat er der LDP(D) bei. In Marburg begann Burkhard Hirsch das Studium der Rechts- und Staatswissen­schaften. Dieses beendete er 1954 mit der ersten und 1959 mit der zweiten juristischen Staatsprüfung.  1961 erfolgte seine Promotion zum Dr. jur. Er war von 1975 bis 1980 Innenminister in Nordrhein-Westfalen und Mitglied des Bundes­rates. Die Zeit seiner Amtsausübung wurde durch den Terrorismus der "Roten Armee Fraktion" sowie die öffentliche Auseinandersetzung um den "Schnellen Brüter" geprägt. Dabei profilierte er sich als strikter Gegner der Kernenergie, setzte sich nachhaltig für die Aufnahme des Datenschutzrechtes in die nordrhein-westfälische Landesverfassung ein und sprach sich für den Ausschluss von Extremisten aus dem Staatsdienst aus. In seine Zeit als Innenminister fiel auch eine Verwaltungsreform. Er gehörte mit einer Unterbrechung dem Deutschen Bundestag von 1972 bis 1998 an, dem er zeitweise als Vizepräsident vorstand. Im Frühjahr 2000 wurde er vom Chef des Bundeskanzleramts im Zusammenhang mit der Aufklärung der CDU-Spendenaffäre und den ungeklärten Hintergründen des Verkaufs der ostdeutschen Leuna-Werke an den französischen Konzern Elf-Aquitaine mit einer disziplinarischen Voruntersuchung beauftragt. Dr. Burkhard Hirsch war unter anderem Bevollmächtigter in den Verfassungsklageverfahren gegen den Großen Lauschangriff und gegen das Luftsicherheitsgesetz.

1976 wurde Burkhard Hirsch der Theodor-Heuss-Preis verliehen. 1998 erhielt er die Josef-Neuberger-Medaille und den Arnold-Freymuth-Preis.