Scientologen stecken hinter Kampagne gegen Drogen


Am 25. Juni 2014 fand in Jena in der Löbderstraße und am 26. Juni 2014 in Erfurt vor dem Anger 1 ein Infostand der Kampagne „Sag NEIN zu Drogen“ statt. Er ist Teil eine Informationstour die unter dem Motto „sieben Tage, sieben Städte“ durch Ostdeutschland gezogen ist. Die Veranstalter wollten im grenz-nahen Raum auf das Drogenproblem „Crystal Meth“ aufmerksam machen. Die Droge wird vor allem über Tschechien und Polen nach Deutschland geschmuggelt. Geplant war in Verbindung mit den Infoständen an jedem Ort ein Besuch der Polizei, der örtlichen Sucht- und Präventionsstelle und des jeweiligen Bürgermeisters zu organisieren.

„Sag NEIN zu Drogen“ ist eine Kampagne der Scientology-Organisation, die versucht, auf diesem Weg die Beeinflussbarkeit von Drogenabhängigen zu nutzen und diese langfristig an sich zu binden.
 

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Scientology: Angeschlagen, aber immer noch mit hoher finanzieller Schlagkraft

Zwar hat diScientology: Angeschlagen, aber immer noch mit hoher finanzieller Schlagkrafte „Scientology-Organisation“ (SO) seit mehreren Jahren mit gewachsenen Problemen zu kämpfen, sie verfügt aber nach wie vor über eine hohe finanzielle Schlagkraft. Auch im Raum Stuttgart soll die Organisation beachtliche Einnahmen erzielen.

„Geschwächt, aber gefährlich“ – mit diesem Titel umschrieb Ende Dezember 2013 das Nachrichtenmagazin „Focus“ die derzeitige Situation von Scientology. Diese Umschreibung ließe sich mit dem Zusatz ergänzen, dass die Organisation immer noch über eine enorme finanzielle Stoßkraft verfügt. Zwar befindet sich die SO seit einigen Jahren in einer krisenhaften Phase. Mehrere Aussteiger, darunter frühere führende Funktionäre, berichten von einem schleichenden Rückgang bei Mitgliedern und Einnahmen. Trotzdem scheinen die Umsätze nicht so gravierend zurückgegangen zu sein, dass von einem Einbruch gesprochen werden müsste.
 
Wesentliche Einnahmequellen
 
Wesentliche Einnahmequellen von Scientology sind die Vermarktung von Seminaren, Kursen und Lizenzen sowie das Eintreiben von Spenden bei der Anhängerschaft. Letzteres soll bei der SO-Mitgliederorganisation „International Association of Scientologists“ (IAS) weltweit für Einnahmen von etwa 100 Millionen US-Dollar sorgen. Die internationale Dienstleistungszentrale „Flag Service Organization“ (FSO) in Clearwater/Florida soll jährlich schätzungsweise 120 Millionen Dollar Einnahmen erzielen. Ehemalige SO-Funktionäre beziffern die Finanzreserven auf drei Milliarden US-Dollar.
 
Die in den letzen Jahren bekanntgewordenen Zahlen zu den Einnahmen der SO gingen global ebenfalls von insgesamt mehreren hundert Millionen US-Dollar Umsatz pro Jahr aus. Das US-Wirtschaftsmagazin „Portfolio“ hatte im November 2008 Recherchen zu den weltweiten Einnahmen der SO veröffentlicht. Demnach stand ein weltweiter Jahresumsatz von etwa einer halben Milliarde US-Dollar im Raum. Davon sollen allein durch Kurse und Auditing [„Auditing“ ist die zentrale Psychotechnik der SO zur Persönlichkeitsveränderung des Menschen] etwa 400 Millionen US-Dollar pro Jahr erzielt worden sein. Geschätzte 50 bis 100 Millionen US-Dollar seien durch Spendenkampagnen und weitere 50 Millionen durch Lizenzverkäufe eingenommen worden.
 
All das deutet darauf hin, dass die Einnahmen der SO – verglichen mit ihrer „Boomphase“ während der ersten Hälfte der 1990er Jahre – nicht gravierend zurückgegangen sind. Einige ehemalige Scientologen wiesen in Bezug auf jene Zeit durchaus auf Zahlen in einer ähnlichen Größenordnung hin, auch wenn bei einem Vergleich noch eine Inflationsbereinigung berücksichtigt werden müsste.
 
Beachtliche Einnahmen auch im Raum Stuttgart
 
Die SO ist in Deutschland regional unterschiedlich stark vertreten. Während sie in manchen Bundesländern - wie z.B. in Thüringen - über nur wenige Mitglieder und keine Strukturen verfügt, gehört Baden-Württemberg zu den bundesweiten Schwerpunkten. Das Bundesland ist wegen seiner wirtschaftlichen Stärke ein wichtiger Standort für die SO. Daher überrascht es nicht, dass die Organisation im Raum Stuttgart immer noch in der Lage sein soll, beträchtliche Summen bei ihrer Anhängerschaft einzuwerben. Diese Einnahmen sollen sich in einer Größenordnung von etwa einer Million Euro pro Jahr bewegen, die im Wesentlichen aus dem Verkauf von Auditing sowie aus Spenden für die IAS stammen sollen.
 
Die Größenordnung der hiesigen Einnahmen lässt sich auch anhand des Immobilienprojekts „Ideale Org“ verdeutlichen. Seit etwa einem Jahrzehnt verfolgt die SO das Ziel, ein neues, repräsentatives Zentrum in Stuttgart – eine sogenannte „Ideale Org“ – zu etablieren und treibt hierfür Spenden bei ihren Mitgliedern ein. Einer internen Meldung der SO zufolge hatte der Stuttgarter Scientology-Verein hierfür bis Ende 2010 von rund 700 Personen mehr als fünf Millionen Euro Spenden erhalten. Diese Summe soll seitdem noch gewachsen sein und dürfte sich inzwischen auf bis zu acht Millionen Euro belaufen.
 
Das sind beachtliche Summen, zumal sich viele Scientologen im Raum Stuttgart infolge massiver Spendenkampagnen finanziell verausgabt haben dürften. Der größere Anteil der Gelder stammt wohl von einem kleinen, aber noch solventen Personenkreis unter den Mitgliedern, die vor allem unternehmerisch tätig sind, etwa in der Immobilien- oder Finanzdienstleistungsbranche.
 
Daher kann im Hinblick auf die Einnahmeseite der SO keine Entwarnung gegeben werden. Die Organisation erzielt nach wie vor hohe Einnahmen, mit denen sie verschiedene Probleme durchaus abfedern kann.

 

 

Scientology Logo / Quelle: Archiv TLfV

Scientology Werbekampagne bei öffentlichen Stellen in Thüringen

Zu Beginn des Jahres 2013 setzte Scientology ihre Werbemaßnahmen der vergangenen Jahre fort und schrieb das Thüringer Innenministerium, den Thüringer Landtag und die Polizeien im Freistaat an. Erneut versucht Scientology das Bild einer gemeinnützigen Religion von sich zu zeichnen und deren vermeintlichen Einsatz für die Gesellschaft dazustellen. Scientology nimmt für sich dabei in Anspruch, besonders moralisch zu sein und will politische und administrative Entscheidungsgremien beeinflussen. Unter Verschleierung ihrer gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung gerichteten Ansichten ist Scientology mit derlei Aktionen bemüht, sich als herkömmliche Glaubensgemeinschaft darzustellen.

An der Gefährlichkeit von Scientology hat sich indes nichts geändert. Die Programmatik der Scientology Organisation basiert einzig auf den Ausführungen des Scientology Gründers L. Ron Hubbard. Zwischen diesen Auführungen und den Grundprinzipien der freiheitlichen demokratischen Grundordnung besteht eine Unvereinbarkeit und begründet somit das Vorliegen von tatsächlichen Anhaltspunkten für Bestrebungen gegen diese. So verfolgt die Scientology Organisation in ihren Zielen die Einschränkung bzw. Abschaffung wesentlicher Grund- und Menschenrechte, wie der Menschenwürde oder das Recht auf Gleichbehandlung und strebt eine Gesellschaft ohne allgemeine und gleiche Wahlen an. So sollen in einer scientologischen Gesellschaft lediglich Scientologen staatsbürgerliche Rechte zuerkannt werden. Kritiker von Scientology werden oft als Verbrecher oder als geisteskrank stigmatisiert

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