23.04.2013 16:34 Uhr

Scientology Werbekampagne auch in Thüringen

Scientology Logo / Quelle: Archiv TLfV

Scientology beginnt neue Werbekampagne bei öffentlichen Stellen

Zu Beginn des Jahres 2013 setzte Scientology ihre Werbemaßnahmen der vergangenen Jahre fort und schrieb das Thüringer Innenministerium, den Thüringer Landtag und die Polizeien im Freistaat an. Erneut versucht Scientology das Bild einer gemeinnützigen Religion von sich zu zeichnen und deren vermeintlichen Einsatz für die Gesellschaft dazustellen. Scientology nimmt für sich dabei in Anspruch, besonders moralisch zu sein und will politische und administrative Entscheidungsgremien beeinflussen. Unter Verschleierung ihrer gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung gerichteten Ansichten ist Scientology mit derlei Aktionen bemüht, sich als herkömmliche Glaubensgemeinschaft darzustellen.

An der Gefährlichkeit von Scientology hat sich indes nichts geändert. Die Programmtik der Scientology basiert einzig auf den Ausführungen des Scientology Gründers L. Ron Hubbard. Zwischen diesen Auführungen und den Grundprinzipien der freiheitlichen demokratischen Grundordnung besteht eine Unvereinbarkeit und begründet somit das Vorliegen von tatsächlichen Anhaltspunkten für Bestrebungen gegen diese. So verfolgt die Scientology Organisation in ihren Zielen die Einschränkung bzw. Abschaffung wesentlicher Grund- und Menschenrechte, wie der Menschenwürde oder das Recht auf Gleichbehandlung und strebt eine Gesellschaft ohne allgemeine und gleiche Wahlen an. So sollen in einer scientologischen Gesellschaft lediglich Scientologen staatsbürgerliche Rechte zuerkannt werden. Kritiker von Scientology werden oft als Verbrecher oder als geisteskrank stigmatisiert