Einsatzwörterbuch der Thüringer Feuerwehren

Die ersten Exemplare des druckfrischen Einsatzwörterbuches überreichte Innenstaatssekretär Udo Götze am Dienstag (14. Juni 2016) in Schmalkalden dem Thüringer Feuerwehrverband. Das Einsatzwörterbuch ist derzeit bundesweit einmalig, da Thüringen für die gesamten Wehren des Landes ein Buch an die Hand gibt, welches die Kommunikation im Einsatzfall mit fremdsprachigen Zeugen oder auch Opfern ermöglicht. Insgesamt 3.000 Stück werden in den nächsten Tagen über die Kreisbrandinspektoren der Landkreise und die Leiter der Städte mit Berufsfeuerwehren und hauptamtlichen Kräften verteilt. 

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Die Feuerwehrkräfte erhalten ein spezielles Wörterbuch, um sich im Notfall leichter mit fremdsprachigen Menschen verständigen zu können. Fotos auf dieser Seite: TMIK/Bastian Frank

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Hinweis: Das Urheberrecht für das Einsatzwörterbuch liegt beim TMIK. Ein Ausdruck der PDF-Datei ist zulässig. Ein Nachdruck/Kopie des Einsatzwörterbuches bedarf der Zustimmung des TMIK. PDF-Dokument ist nicht barrierefrei.

Mit Unterstützung der Stadt Arnsberg, welche 2014 ein Einsatzwörterbuch herausbrachte, und der Freiwilligen Feuerwehr Suhl entstand eine überarbeitete Fassung, in welcher in 10 Sprachen (Englisch, Französisch, Spanisch, Griechisch. Italienisch, Russisch, Türkisch, Arabisch –Syrien-, Dari – Afghanistan -, Urdu - Pakistan) einsatztypische Informationen abgefragt werden können. Durch verschiedene Bilder können zudem durch Zeigen Einsatzsituationen geklärt werden. Das Einsatzwörterbuch ist auf Synthetik-Papier gedruckt und ist damit wasserundurchlässig, reiß- und stoßfest, fettabstoßend und beständig gegen die meisten Chemikalien, also optimal für den Einsatzfall.

Der Feuerwehrverband sah es als erforderlich an, aufgrund der vielen in Thüringen lebenden Menschen aus den verschiedensten Kulturkreisen, den Einsatzleitern eine Verständigungshilfe zu geben, um mit fremdsprachigen notleidenden Personen oder Zeugen kommunizieren zu können. So entstand das Gemeinschaftsprojekt mit dem Innenministerium.

Allein im Jahr 2015 kamen 29.622 Flüchtlinge nach Thüringen. In diesem Jahr waren es bislang (Stand 7. Juni) 3.992. 2015 wurden 14.733 Asylanträge gestellt, die meisten von Menschen aus Syrien (5.411), Albanien (1.861) und dem Kosovo (1.561). Als Asylberechtigte, Flüchtlinge oder Schutzbedürftige wurden vor allem Menschen aus Syrien (2.834), Irak (302) und Eritrea (184) aufgenommen. In den ersten vier Monaten dieses Jahres waren es insgesamt 8.742, vor allem von Menschen aus Syrien (4.987), dem Irak (1.701) und Afghanistan (1.345). Anerkennungen erhielten vor allem Menschen aus Syrien (3.842), Eritrea (246) und Irak (209).

Viele der nach Thüringen gekommenen, teils anerkannten Flüchtlinge wurden inzwischen auf Unterkünfte in den Kommunen verteilt. Die zum Teil kleinen Feuerwehren vor Ort können mit dem Einsatzwörterbuch Sprachbarrieren bei der Lagebilderstellung überwinden.

Zur Pressemitteilung

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Am 14. Juni 2016 überreichte Innenstaatssekretär Udo Götze die ersten Exemplare des Einsatzwörterbuches an Lars Oschmann, Vorsitzender des Thüringer Feuerwehrverbandes, und Daniel Wiegmann, Oberbrandmeister der Feuerwehr Suhl.

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