02.12.2016
Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales

Medieninformation 219/2016

Ein angehender Polizeikommissar als couragierter und umsichtiger Lebensretter

Innenminister Dr. Holger Poppenhäger verleiht Rettungsmedaille

„Mit Ihrem beherzten Eingreifen haben Sie das Leben eines Menschen und das Glück einer Familie gerettet. Das ist alles andere als selbstverständlich.“ So würdigte Thüringens Innenminister Dr. Holger Poppenhäger heute (2. Dezember 2016) eine Rettungstat des Polizeikommissars Maximilian Panse, als er ihm im Ministerium in Erfurt die Rettungsmedaille am Bande überreichte.

Übergabe der Rettungsmedaille
Innenminister Dr. Holger Poppenhäger überreichte die Rettungsmedaille am Bande an Polizeikommissar Maximilian Panse. Andreas Schill, dem mit der mutigen Tat des jungen Polizisten ein zweites Leben geschenkt wurde, erschien beim Empfang im Ministerium in Begleitung seiner Tochter, deren Lebenspartner, der ganz kleinen Enkelin und seiner Ehefrau. Foto: TMIK/Torsten Stahlberg

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Gemeinsam mit dem Lkw-Fahrer Marcel Schulz aus Arendsee, der seine Rettungsmedaille aus terminlichen Gründen heute leider nicht persönlich entgegennehmen konnte, wurde Maximilian Panse als Ersthelfer nach einem Unfall auf der A 71 zum Lebensretter.

Herr Panse befand sich zu diesem Zeitpunkt gerade in der Endphase seines Studiums am Fachbereich Polizei der Verwaltungsfachhochschule und hatte in Meiningen Details seiner Bachelorarbeit besprochen. Kurz hinter dem Ausgang des Rennsteigtunnels Richtung Erfurt bemerkte er, dass sich offensichtlich vor ihm ein folgenschwerer Verkehrsunfall ereignet hatte.

Der Fernmeldetechniker Andreas Schill aus Neudietendorf hatte die Kontrolle über seinen Pkw verloren, das Fahrzeug war mehrfach gegen die Leitplanken geprallt. Im Nachgang stellte sich heraus, dass Herr Schill während der Autofahrt einen Herzinfarkt erlitten hatte. Unmittelbar hinter dem Unfallwagen hatte Marcel Schulz am schnellsten reagiert. Er stoppte seinen Lastzug direkt hinter dem verunglückten Pkw auf der linken Fahrspur und befreite den bewusstlosen Andreas Schill aus dem verriegelten Unfallfahrzeug, indem er geistesgegenwärtig mit einem Hammer die Scheiben des Wagens einschlug.
Maximilian Panse überlegte nicht lange. Wie zuvor schon Herr Schulz brachte er angesichts des noch immer fließenden Autobahnverkehrs sein eigenes Leben in Gefahr, um dem Verunglückten zu helfen. Gemeinsam begannen die beiden Männer sofort mit den lebensrettenden Maßnahmen. Sie taten alles Notwendige bis zum Eintreffen der Rettungskräfte, die Andreas Schill schließlich per Rettungshubschrauber ins Klinikum Suhl überführten.

Das couragierte und umsichtige Handeln von Marcel Schulz und Maximilian Panse rettete Andreas Schill letztlich das Leben. Herr Schill schilderte dem Minister bei der Übergabe der Auszeichnung an seinen mittlerweile zum Polizeikommissar ernannten Retter mit bewegenden Worten, wie er erst nach zehn Tagen aus dem Koma erwachte und zunächst gar nicht realisierte, was mit ihm geschehen war. Er und seine Familie, die es sich nicht nehmen ließ, an der Ehrung teilzunehmen, sind den Lebensrettern zutiefst dankbar. Ehefrau Marion sowie Tochter Ramona mit Lebenspartner Julien Borg und Baby waren mit zum Termin ins Ministerium gekommen.

Torsten Stahlberg
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