07.01.2013 10:04 Uhr

Schülerwettbewerb des Thüringer Innenministeriums

Logo Klasse gegen Rechtsextremismus

Die Gewinner und ihre Projekte

Diese Preisträger wurden am 19. Juli im Thüringer Landtag geehrt:

Der mit 2.000 Euro dotierte 1. Platz ging an die 9. und 11. Klasse des Königin-Luise-Gymnasiums in Erfurt. Die Schüler haben gemeinsam mit dem Erinnerungsort Topf & Söhne und Radio F.R.E.I. ein Radioprojekt „Lebendige Erinnerung“ erarbeitet. Sie schildern ihre Eindrücke vom Erinnerungsort und haben Gespräche mit Überlebenden der Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald geführt. Zudem recherchierten sie die Entwicklung des Ingenieurs Kurt Prüfer zum Konstrukteur der Verbrennungsöfen von Auschwitz und Buchenwald.

Hier geht es zum Siegerprojekt auf der Website von Radio F.R.E.I.

 

Platz 2 wurde dem Projekt der Klasse 11 des Erfurter Ratsgymnasiums zugesprochen. Die Klasse erhält 1.500 Euro. „Streit um eine Ausstellung“ nannten die Schüler ihr Projekt. Anlass hierfür war die Eröffnung der Ausstellung des Thüringer Verfassungsschutzes „Feinde der Demokratie – Politischer Extremismus in Thüringen“ am 16. April 2012 im Ratsgymnasium.

Zur Website der Zweitplatzierten aus dem Ratsgymnasium

 

Über 1000 Euro für den 3. Platz kann sich die Klasse 10a des Weimarer Goethegymnasiums freuen. „Weimar zeigt Farbe“ war das Motto dieses Wettbewerbsbeitrags. Die Schüler gestalteten Taschen, verkauften diese in ihrer Schule und im Stadtgebiet und haben so die Diskussion um den Rechtsextremismus angeregt.

Besprühen einer Tasche
Nahaufnahme Schablone
Fertig besprühte Beutel

 

Einen Sonderpreis erkannte die Jury der Pestalozzischule in Eisenach für die Rückschau auf einen Besuch des Konzentrationslagers Buchenwald im April 2011 zu.

Ausschnitt aus der Wandtafel der Pestalozzi-Schule Eisenach
Ausschnitt aus der Wandtafel der Pestalozzi-Schule Eisenach

 

Eine Anerkennung für ihre Teilnahme in Höhe von 250 Euro erhalten das Karl-Theodor-Liebe-Gymnasium und die Europaschule Ostschule in Gera sowie das Elisabeth-Gymnasium in Eisenach.

Der sechsköpfigen Jury gehörten Prof. Dr. Karl Beucke (Rektor der Bauhaus-Universität Weimar), Torsten Wolf (Landesgeschäftsstelle der GEW Thüringen), Benedikt Otto (MDR Landesfunkhaus Thüringen), Hartmut Kaczmarek (Thüringische Landeszeitung TLZ), Marco Eberl (Evangelische Schulstiftung in Mitteldeutschland) sowie der SPD-Bundestagsabgeordnete Steffen-Claudio Lemme (Mobile Beratungsstelle in Thüringen - Mobit) an.

Die Jury bei der Preisvergabe.
Thüringens Innenminister Jörg Geibert und die Jurymitglieder bei der Projektprämierung. Von links nach rechts: Hartmut Kaczmarek, Benedikt Otto, Marco Eberl, Torsten Wolf, Steffen-Claudio Lemme, Prof. Dr.-Ing. Karl Beucke.
Texte: Carsten Ludwig/Foto: Torsten Stahlberg

Das Thüringer Innenministerium wollte Schulklassen dafür gewinnen, sich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen und gemeinsam Möglichkeiten zu erarbeiten, um Rechtsextremismus entgegenzutreten und zu verhindern.

„Als Vater von drei Kindern weiß ich, wie sehr die Enthüllungen um die Zwickauer Terrorzelle gerade auch Jugendliche und Heranwachsende bewegen. Kinder wollen wissen, warum so etwas passieren kann und wer etwas dagegen tut“, so Innenminister Jörg Geibert. Der Wettbewerb sollte es Schülern ermöglichen, ihre Ideen und ihr Engagement auf kreative Weise zum Ausdruck zu bringen.

Ausstellungstafel gegen Extremismus
Quelle: TLfV

Deutlich werden sollte, wie sich junge Menschen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit engagieren. Dabei waren der Kreativität keine Grenzen gesetzt: Egal ob im Schulalltag, im Freundeskreis, im Internet oder auf der Straße – ob als Video, Internetseite, Beitrag in einem sozialen Netzwerk, Fotostrecke, Kunstwerk, Musikstück, Zeitungsartikel oder Präsentation.

Anti-Nazi-Fahne
Foto: Peter Michaelis (TLZ)