Innenminister informiert sich über Lage in Thüringens Hochwasserregionen
Etwa 2500 Thüringer von Evakuierung betroffen - Kabinett berät über Hilfen
Thüringens Innenminister Jörg Geibert hat sich am Montag (3. Juni 2013) im Einsatzstab der Landespolizeidirektion (LPD) über die Lage in den Hochwassergebieten des Freistaates informiert. LPD-Präsident Winfried Bischler und Polizeiführer Thomas Quittenbaum berichteten über die aktuelle Situation. Demnach ist die Lage in einigen Regionen Ostthüringens unverändert kritisch, während das Hochwasser in West- und Mittelthüringen weiter zurückgeht. Betroffen sind besonders die Städte Greiz, Gera und Jena sowie das Altenburger Land und die Region Saalfeld. Nach dem Besuch in der LPD machte sich der Minister bei der Klassikstiftung in Weimar ein Bild von den Schäden an den Parkanlagen, Gärten und historischen Bauten. Er wurde hier vom Vizepräsidenten der Klassik Stiftung Weimar, Thomas Leßmann, und dem Direktor der Direktion Schlösser, Gärten und Bauten, Johann Philipp Jung, begleitet.
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- Der Vizepräsident der Klassik Stiftung Weimar, Thomas Leßmann (links im Bild), und Johann Philipp Jung von der Direktion Schlösser, Gärten und Bauten (3. von links) informierten den Innenminister über die Schäden an Parkanlagen, Gärten und Gebäuden. Fotos auf dieser Seite: Jens-Ulrich Koch
Nach Angaben des Einsatzstabes waren bis Montagmittag etwa 2500 Thüringer von Evakuierungen betroffen. Darüber hinaus haben viele weitere Bürger ihre von Hochwasser bedrohten Wohnungen vorsorglich freiwillig verlassen. Meldungen über vermisste, verletzte oder getötete Personen liegen der Thüringer Polizei derzeit nicht vor.
Der Innenminister dankte allen Einsatzkräften noch einmal für ihren unermüdlichen Einsatz. „Wir erleben derzeit ein überwältigendes Engagement. Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, Technisches Hilfswerk und freiwillige Helfer sind seit drei Tagen im Dauereinsatz. Ihnen allen gilt unser herzlicher Dank“, erklärte der Minister. Es sei wichtig, die Kräfte regelmäßig auszutauschen, um auch weiterhin einen sicheren und schnellen Einsatz zu gewährleisten.
Geibert wird am frühen Abend das Thüringer Kabinett auf einer Sondersitzung in Erfurt über die Situation in den Hochwassergebieten informieren. Die Landesregierung wird hier auch über mögliche materielle Hilfen für die betroffenen Regionen beraten. „Es ist schon jetzt absehbar, dass dieses Hochwasser immense Schäden sowohl an privater, wie auch an öffentlicher Infrastruktur hinterlassen wird. Wir müssen also Hilfen sowohl für Kommunen und Kreise, wie auch für private Bürger und Unternehmen in den Blick nehmen. Ich bin überzeugt, dass wir uns im Kabinett dazu verständigen werden“, so der Innenminister.
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- Im Einsatzstab der Landespolizeidirektion ließ sich Jörg Geibert von Polizeipräsident Winfried Bischler und Polizeiführer Thomas Quittenbaum auf den neuesten Stand bringen.