07.01.2013 10:09 Uhr

Neues zum Eisenacher Überfall: Beate Z. hat sich der Polizei in Jena gestellt

Den spektakulären Ermittlungserfolg präsentierten Oberstaatsanwalt Hans Dieter Lohmann, Michael Menzel, Leiter der in der Polizeidirektion Gotha gebildeten SoKo „Capron“, Innenminister Jörg Geibert und Abteilungsleiter Robert Ryczko am 7. November im Thüringer Innenministerium.

Die Ermittlungen zu Sparkassenüberfall und Wohnmobilbrand in Eisenach bekommen eine neue Dimension. Nachdem zunächst die sächsische Polizei gemeldet hatte, dass auch das Wohnhaus der beiden Tatverdächtigen in Zwickau explodiert ist, fanden die Thüringer Beamten in dem ausgebrannten Wohnmobil nun die bei einem Polizistenmord vor vier Jahren in Heilbronn geraubten Polizei-Dienstwaffen.

Die beiden Tatverdächtigen hatten in Eisenach eine Sparkasse überfallen. Als die Thüringer Polizisten auf das Wohnmobil mit Vogtländer Kennzeichen aufmerksam wurden, in dem sich die beiden Männer nach dem Überfall versteckt hielten, setzten die Flüchtigen das Fahrzeug offenbar in Brand und erschossen sich selbst.
In dem ausgebrannten Wohnmobil fanden die Beamten dann mehrere Langwaffen und Pistolen, unter anderem die Dienstwaffe ihrer aus Thüringen stammenden Kollegin, Polizeimeisterin Michele Kiesewetter, die im Sommer 2007 in Heilbronn ermordet wurde, sowie die Waffe ihres bei dieser Tat schwer verletzten Kollegen.

Die nach dem Wohnmobil-Typ benannte Sonderkommission "Capron" der Gothaer Polizeidirektion unter Leitung von Polizeidirektor Michael Menzel arbeitet bei der weiteren Aufklärung des Sachverhalts nicht nur eng mit der Staatsanwaltschaft in Meiningen, sondern auch mit den Kollegen in Baden-Württemberg und Sachsen zusammen.

Die 36jährige Beate Z., die mit den beiden mutmaßlichen Bankräubern in dem von der Explosion verwüsteten Haus in Zwickau gewohnt und nach der die sächsische Polizei gefahndet hatte, hat sich aufgrund des hohen Fahndungsdrucks der Polizei in Jena gestellt.


Text und Fotos: Torsten Stahlberg

großes Medieninteresse
Die Pressekonferenz im Thüringer Innenministerium fand großes Interesse bei den Medien.