Auch nach dem Aufräumen am Point Alpha Schadenshöhe unklar
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Schwere Schäden an den Hubschraubern: Ob man die Alouette des Bundesgrenzschutzes (links), die bis 1989 an der Grenze geflogen ist, und den US-Helicopter Bell OH 58-A restaurieren oder wiederbeschaffen kann, wird noch geprüft.
Zweieinhalb Wochen nach dem Einsturz der historischen Fahrzeughalle im US-Camp der Gedenkstätte Point Alpha sind die ersten Aufräum- und Bergungsarbeiten beendet.
Zum Bericht über den Halleneinsturz
Das Ausmaß der Schäden ist größer als erwartet: Wie die stellvertretende Stiftungsdirektorin Stefanie Bode mitteilt, mussten die Seitenwände der Halle komplett abgerissen, die verbleibenden Stahlträger gesondert gesichert werden. Da noch weitere statische Berechnungen und Planungsleistungen notwendig sind und auch die Tragfähigkeit des Fundaments überprüft werden muss, ist die Schadenshöhe noch nicht abschätzbar.
Das gilt auch für die historischen Fahrzeuge, die unter den Schneemassen in der eingestürzten Halle begraben waren, erklärte der Vorstand der Stiftung in Abstimmung mit dem Stiftungsratsvorsitzenden Dr. Wolfgang Hamberger: „Unsere beiden Hubschrauber wären unter normalen Umständen als Totalschaden anzusehen. Falls die Alouette des Bundesgrenzschutzes, die hier bis 1989 an der Grenze geflogen ist, nicht mehr für Ausstellungszwecke restauriert werden könnte, wäre der ideelle Schaden unermesslich. Auch der US-Hubschrauber dürfte nur sehr schwer wieder zu beschaffen sein.“
Doch zunächst haben die Experten das Wort: Stiftungsdirektorin Uta Thofern ist dankbar, dass die Ausbildungswerkstatt der Heeresfliegerwaffenschule eine Beratung zugesagt hat, und hofft auf eine Kooperation. Der amerikanische Bell-Helicopter wird zudem anhand von Fotos vom Tank Automotive and Armaments Command in Warren, Michigan begutachtet.
Alle weiteren Entscheidungen zum Wiederaufbau werden in enger Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde getroffen. Der Museumsbetrieb ist nicht beeinträchtigt, lediglich ein Bereich rund um die eingestürzte Halle ist abgesperrt. Am Bauzaun wird in Kürze eine Dokumentation der Ereignisse seit dem 28. Dezember 2010 angebracht.
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- Die eingestürzte Halle im heutigen Zustand: die Seitenteile und die Rückwand sind aus statischen Gründen demontiert.