Aktuelles

Logo FH

18.10.2017: Dr. Thomas Loer hält Gastvortrag an den Bildungseinrichtungen

Für eine Vorlesungsveranstaltung zur Thematik "Zur Anziehungskraft des Dschihadismus und zur islamistischen Radikalisierung Kultursoziologische Ausgangspunkte, religionssoziologische und sozialisationstheoretische Aspekte, methodische Überlegungen und Ausblicke auf Fragen der Prävention" am Mittwoch, den 18.10.2017, konnte der habilitierte Soziologe Dr. Thomas Loer gewonnen werden. Herr Dr. Loer ist Gastdozent an der Privaten Universität Witten/ Herdecke sowie Lehrbeauftragter an der International Psychoanalytic University Berlin.

 

ANKÜNDIGUNG

In der Diskussion über das beunruhigende Phänomen der Radikalisierung im Namen der Religion des Islam taucht immer wieder die Frage auf, ob es sich um das Missverständnis oder gar die Instrumentalisierung einer eigentlich friedfertigen Religion handelt oder ob islamisches Selbstverständnis den Keim der Radikalisierung bildet. Dass diese Frage so unterschiedlich beantwortet wird und auch nüchterne Analysten wie etwa die französischen Gelehrten Olivier Roy und Gilles Kepel keine Übereinkunft erzielen können, ist schon ein Hinweis darauf, dass die Frage möglicherweise gar nicht beantwortet werden kann. Zumindest kann sie wohl dann nicht beantwortet werden, wenn die Ungleichartigkeit innerhalb dessen, was vereinfachend als die islamische Lehre bezeichnet wird, nicht berücksichtigt wird.

In der Vorlesung sollen zunächst kultur-und religionssoziologische Grundlagen dargestellt werden, die dann eine Einschätzung von Modernisierungshemmnissen im Islam erlauben. Sodann werden diejenigen sozialisationstheoretischen Aspekte dargelegt, die möglicherweise für ein Verständnis von spezifischen Konversionsprozessen und von Radikalisierungsprozessen eine Rolle spielen. Einer Darlegung des Dschihadismus als eines Elements des Islam und einer Skizze des methodischen Vorgehens werden, v. a. anhand von Videomaterial, exemplarisch einerseits die Radikalisierung am Beispiel der Denkfigur der Fremden (ghuraba), die in sich den Keim eines Überbietungsmechanismus trägt, und andererseits eine Hinwendung zum Islam in einem bestimmten Verständnis als Lösung einer biographischen Krise analysiert werden. Anhand der Ergebnisse sollen Fragen der Prävention erwogen werden.


Pfeil nach oben
Logo FH

Zeitzeugenprojekt

Zeitzeugengespräch mit Ralf Weber

Die Teilnehmer des Wahlpflichtmoduls „Grundlagen ethischen Handelns“ im 31. Studiengang konnten dieses Jahr an einem Zeitzeugenprojekt teilnehmen, in dem die Heimerziehung und der Jugendstrafvollzug der DDR Thema waren.

Ralf Weber wurde mit sechs Jahren in ein Kinderheim in der Nähe von Magdeburg eingewiesen und verbrachte mehr oder weniger die kompletten folgenden zwanzig Lebensjahre in verschiedenen Heimen und Jugenderziehungs- und Strafvollzugseinrichtungen der DDR. Er berichtet in erschütternder Ausführlichkeit von einem menschenverachtenden System der Persönlichkeitszerstörung:

„Als ich mit 26 Jahren aus der Militärhaftanstalt Schwedt entlassen worden war, war ich komplett gesellschaftsuntauglich. Ich hatte nur gelernt, schneller zu sein als der Andere, um einen Angriff abzuwehren. Ich hatte als Kind nur drei Dinge begriffen: Erwachsene schlagen, Erwachsene lügen und Erwachsene stehlen.“

Auch seine Schilderungen, wie er danach versuchte, sein Leben zu meistern, sind von erschütternder Eindringlichkeit.

Herr Weber setzt sich heute für die Interessen der ehemaligen Heimkinder der DDR ein und hat in diesem Zusammenhang bereits zwei wegweisende Verfassungsgerichtsurteile erstritten.

Wir bedanken uns bei Herrn Weber und bei Herrn Dr. Wanitschke, Mitarbeiter politische Bildung beim Landesbeauftragten für die Aufarbeitung der SED-Diktatur, für ihr Engagement, um diesen unvergesslichen Nachmittag ermöglicht zu haben.

 

A. Müller-Tucholski

Dozent Fachgruppe Führungs- und Sozialwissenschaften


Pfeil nach oben
Logo FH

Rückblick: Vortrag von Frau Dr. Peggy Szymenderski zum Thema „Gefühlsarbeit im Polizeidienst. Wie Polizeibedienstete die emotionalen Anforderungen ihres Berufes bewältigen“

Am 07.09.2017 fand für Studierende und Auszubildende eine Vortragsreihe mit/ unter dem Titel „Gefühlsarbeit im Polizeidienst“ statt. Geladene Referenten waren Fr. Dr. Peggy Szymenderski, Herr PHK Scholz, Frau OPsychR‘in Wienck, Herr Pfarrer Heinecke sowie Herr Pfarrer Wagenführ.

Für die theoretische Fundierung der Thematik wurde die Veranstaltung durch Frau Dr. Peggy Szymenderski eröffnet. Die Diplom-Soziologin stellte ihre Dissertation zur Thematik „Gefühlsarbeit im Polizeidienst. Wie Polizeibedienstete die emotionalen Anforderungen ihres Berufes bewältigen“ vor. Die Schilderung Ihrer empirischen Untersuchung war aufschlussreich und öffnete den Blick für den Umgang von Kollegen in und außerhalb von Führungspositionen untereinander.

Die Dissertation von Frau Dr. Szymenderski ist unter diesem Link einsehbar.

Weiterhin stellte sie dem Fachbereich Polizei/ den Bildungseinrichtungen ihre Präsentation zur Verfügung.

Wir danken Frau Dr. Szymenderski für Ihren Vortrag und würden uns sehr über eine weitere themenbezogene Zusammenarbeit freuen.

Gefühlsarbeit in der Polizei (646.4 kB)
PDF-Dokument ist nicht barrierefrei.


Pfeil nach oben
Logo FH

14.08.2017: Vorstellung wissenschaftlicher Studie durch Herrn Prof. Dr. Kopke

Am 14. August 2017 wird Herr Prof. Dr. Christoph Kopke, Dozent für Politikwissenschaft und Soziologie an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin, seine "Wissenschaftliche Studie zur Verankerung des Themenfeldes „Neonazismus“ in der polizeilichen Aus- und Fortbildung im Freistaat Thüringen" an den Bildungseirichtungen der Thüringer Polizei im Beisein des Thüringer Innenministers Holger Poppenhäger vorstellen.

Weiterhin geladen sind die Mitglieder des NSU-Untersuchungsausschusses sowie Führungskräfte der Thüringer Polizei.


Pfeil nach oben
Bild 2

Point-Alpha-Preis 2017 an Wolf Biermann

Am 17. Juni nahm der Leiter der Bildungseinrichtungen der Thüringer Polizei auf Einladung von Frau Ricarda Steinbach an der Verleihung des Point-Alpha-Preises in Geisa teil. Der Preis ging in diesem Jahr an den Liedermacher und Schriftsteller Wolf Biermann. Die Eröffnung der Veranstaltung erfolgte durch die Präsidentin des Kuratoriums, Frau Christine Lieberknecht, die Laudatio hielt der Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert.  

Der MDR berichtete:  http://www.mdr.de/thueringen/point-alpha-preis-wolf-biermann-102.html


Pfeil nach oben
11

Besuch des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma

Im Rahmen des Moduls „Globalisierung und Polizei“ haben die Studierenden des 30. Studiengangs am 29.05.2017 das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg besucht.

Der Wissenschaftliche Mitarbeiter Herr Andreas Pflock und die Justiziarin der Einrichtung Frau Ruhan Karakul hatten je zwei Workshops für beide Kurse vorbereitet.

Herr Pflock führte uns durch die Ausstellung, die den nationalsozialistischen Völkermord an den Sinti und Roma dokumentiert und schilderte anschaulich die systematische Umsetzung des Rassewahns der Nazi-Ideologie anhand bewegender Einzelschicksale, während Frau Karakul mit Unterstützung von Herrn Tobias von Borcke, welcher extra für diese Veranstaltung aus der Berliner Repräsentanz anreiste, die historische und fortbestehende rassistische Diskriminierung von Sinti und Roma verhandelte. Dabei standen besonders die rassistisch motivierte Gleichsetzung von Sinti und Roma mit Kriminellen und ihr Fortwirken im Denken und Handeln vieler Menschen im Vordergrund. Dies wurde anhand vieler Einzelbeispiele aus den Medien und aus polizeilichen Kontexten gezeigt. Es entspannten sich lebhafte Diskussionen und ein reger Gedankenaustausch. Zum Schluss dankte Romani Rose, der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, dem Fachbereich dafür, mit einer solchen Exkursion angehenden Polizeibeamten die Situation der deutschen Sinti und Roma näherbringen zu wollen und stellte noch mal heraus, wie wichtig es sei, sich im Interesse der Entwicklung des demokratischen Gemeinwesens über bestehende Differenzen auszutauschen und gegenseitiges Verständnis zu schaffen sowie Vorurteile abzubauen.

Der Fachbereich bedankt sich bei Herrn Rose und den Mitarbeitern des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma für den freundlichen Empfang und für die engagierte Vorbereitung und Durchführung eines sehr informativen Studientages.

Beide Seiten waren sich einig, die Kooperation vertiefen zu wollen und zu einem wichtigen Beitrag für eine moderne Polizeiausbildung zu machen.


Pfeil nach oben
Logo FH

Die für den 23.05.17 im Rahmen der F3 geplante Vorlesung von Prof. Dr. Armin Nassehi über „Notwendige Kompetenzen von Führungskräften“ konnte krankheitsbedingt nicht stattfinden. Zum Nachlesen noch einmal das Vorlesungsabstract.

Abstract:

„Die Anforderungen an Führungskräfte haben sich stark verändert. Führung ist keine einseitige Tätigkeit, sondern ein wechselseitiges Geschehen zwischen Führungskräften und Geführten. Der Vortrag wird diese Konstellation genauer beleuchten und auf Paradoxien des Führens hinweisen. Besondere Aufmerksamkeit wird der Tatsache gewidmet, dass nicht nur einzelne Personen, sondern Organisationen geführt werden. All dies hat erhebliche Konsequenzen für Anforderungen an Führungskräfte.“

Herr Prof. Dr. Nassehi ist Inhaber des Lehrstuhls I für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Er promovierte 1992 zum Dr. phil. im Fachgebiet Soziologie, in welchem er im Jahre 1994 ebenfalls seine Habilitation erhielt.

Wir freuen uns sehr, Herrn Prof. Dr. Nassehi in den Bildungseinrichtungen der Thüringer Polizei begrüßen zu dürfen.


Pfeil nach oben
Prof.Ley

Fachbereichsleiter der Fachhochschule leitet jetzt auch Bildungszentrum

Meiningen - Die Leitung des Bildungszentrums der Thüringer Polizei und des Polizeifachhochschulbereichs liegen jetzt in einer Hand: Der Leitende Regierungsdirektor Thomas Ley steht jetzt an der Spitze beider Einrichtungen, die sich auf dem Drachenberg in Meiningen befinden und für die Ausbildung aller Thüringer Polizisten zuständig sind. 

Innenminister Holger Poppenhäger ernannte den 56-jährigen promovierten Sozialwissenschaftler neben seiner Funktion als Leiter der Polizeifachhochschule am Freitag auch zum kommissarischen Leiter des Bildungszentrums der Thüringer Polizei. Der gebürtige Rheinland-Pfälzer wird beide Aufgaben in Personalunion ausüben, teilte ein Sprecher des Innenministeriums mit. Der bisherige kommissarische Leiter des Bildungszentrums, Polizeioberrat Andreas Röhner, wird ihm als Stellvertreter im Bildungszentrum zur Seite stehen.

Thomas Ley studierte Soziologie, Politologie und Philosophie an der Technischen Hochschule Aachen und der Universität Bielefeld. In Bielefeld promovierte er zum Doktor der Sozialwissenschaften. Von 1993 bis 2013 arbeitete er als Dozent an der Meininger Polizeifachhochschule und war hier seit 2003 als stellvertretender Leiter tätig. Anschließend wechselte er in die Landespolizeidirektion Erfurt, wo er der Stabsstelle für Polizeiliche Extremismusprävention vorstand. Im vergangenen Jahr kehrte er zurück an die Polizeifachhochschule und wurde deren Leiter. Thomas Ley wohnt in Meiningen. hi

 


Pfeil nach oben
Logo IDZ mit Text 1

 

 

Bildungseinrichtungen der Thüringer Polizei durch den Leiter des Fachbereichs Polizei im wissenschaftlichen Beirat vertreten.

 

                                http://www.idz-jena.de

 

 


Pfeil nach oben
Logo FH

Ankündigung:

Dr. Frank Müller von der UNI Bremen wird am 29.06.2017 am Fachbereich Polizei zum Thema "Interkulturelle Kompetenz für die Polizei aus ethnologischer Perspektive" referieren.


Pfeil nach oben
Logo Angsträume

Ausstellung vom 16.-23. März 2017 in Meiningen

Der polizeiliche Umgang mit Opfern rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt ist nach wie vor ein Thema im öffentlichen Diskurs. Um deutlich zu machen, dass die Bildungseinrichtungen dieses Thema sehr ernst nehmen, wird die Ausstellung "Angsträume" nach Meiningen geholt.

Die Ausstellung findet in der Zeit vom 16.-23. März 2017 in Meiningen statt (Vorraum der Mensa).

 

Flyer von ezra mit Informationen zur Ausstellung

 


Pfeil nach oben
Logo FH

Hochschultag zu Thema "Abschiebung" im 31. Studiengang

Am 12.01.2017 fand am Fachbereich der Hochschultag zum Thema „Abschiebung“ statt. Ziel der gemeinsam von den Landespolizeipfarrern und den Fachgruppen Recht, Einsatz- und Sozialwissenschaften geplanten und durchgeführten Tagesveranstaltung war die interdisziplinäre Betrachtung dieses polizeilich relevanten Phänomens. Um das Thema perspektivisch zu bearbeiten, wurde nach einer im Plenum gegebenen allgemeinen Einführung in die Relevanz des Themas und einem 45-minütigen Film des NDR über die Praxis der Abschiebung die von Brown/Isaacs entwickelte Methode des World-Cafés gewählt. Dadurch war gewährleistet, dass die Studierenden die Chance hatten, sich aus jeder der in fünf Seminarräumen angebotenen fachlichen Perspektiven (rechtlich, einsatztaktisch, ethisch und sozialwissenschaftlich) mit dem Thema zu befassen. Nach der letzten Runde im World-Café fand abschließend die Präsentation der Ergebnisse im Plenum statt.

 


Pfeil nach oben
ZWST

Kooperationsvereinbarung

Am 14.12.2016 unterzeichneten Herr Bloch, Direktor der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V., und Herr Prof. Dr. Ley, Leiter der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Fachbereich Polizei, eine Kooperationsvereinbarung basierend auf dem Anliegen, gegen alle Formen der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit einzutreten und gemeinsame Maßnahmen zur Qualifizierung und Professionalisierung von angehenden Polizistinnen und Polizisten umzusetzen.


Pfeil nach oben

Pfeil nach oben

Pfeil nach oben

Wegweiser

Aktionen

Thueringen Monitor Klein www.bildungsfreistellung.de Kampagne Wegweiser Wir sind Energie-Gewinner.

Serviceportal – Bürger

Services im Zuständigkeitsfinder suchen

Serviceportal – Unternehmen

Services im Zuständigkeitsfinder suchen

Serviceportal – Weitere

Services im Zuständigkeitsfinder suchen

Servicebereich

Publikationen