Erneut weniger Verkehrstote aber 2.460 Verkehrsunfälle mehr registriert

Innenminister Dr. Poppenhäger stellt die Verkehrsunfallstatistik 2015 für Thüringen vor

Thüringens Minister für Inneres und Kommunales, Dr. Holger Poppenhäger, hat am Dienstag (22. März 2016) in Erfurt gemeinsam mit dem Präsidenten der Thüringer Landespolizeidirektion, Uwe Brunnengräber, die Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2015 der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Thüringer Polizei kam 2015 bei insgesamt 56.182 Verkehrsunfällen zum Einsatz. Das sind 2.460 Unfälle mehr als im Vorjahr. Trotz dieser aktuellen Steigerung bleibt die Gesamtunfallzahl aber unterhalb des 10-Jahres-Durchschnitts (56.794).

 

„Die Verkehrsunfallentwicklung des Jahres 2015 folgt in wesentlichen Punkten dem positiven Trend der vergangenen Jahre,“ erklärte der Minister und verwies auf die um 6 Verkehrstote erneut gesunkene Anzahl tödlich Verunglückter (2014: 121), dem geringsten Wert seit 20 Jahren. In diesem Zusammenhang drückte Minister Dr. Poppenhäger sein Bedauern über die drei bei Verkehrsunfällen getöteten Kinder aus. „Obwohl 2015 die Zahl der verunglückten Kinder von 589 auf 725 gestiegen ist, lässt es keinen Rückschluss auf einen thüringenweiten statistischen Trend zu, da es sich hierbei, wie beim Busunglück auf der A4, um exponierte Schadensereignisse handelt, an denen größere Personengruppen beteiligt waren,“ betonte der Minister.

Die Statistik lasse aber auch negative Entwicklungen erkennen. Zwar gebe es weniger Verkehrstote, dafür aber mehr Verkehrsunfälle mit Personenschaden, mehr Unfälle mit Beteiligung von motorisierten Zweiradfahrern, mehr Verkehrsunfälle mit der Beteiligung von Verkehrsteilnehmern ab 65 Jahre und mehr Unfälle unter Drogeneinfluss, so Poppenhäger. Junge Fahrerinnen und Fahrer seien zudem weniger in Verkehrsunfälle verwickelt gewesen wie auch Fußgänger und Radfahrer.

Unbenommen der rückläufigen Entwicklung der Zahl der tödlich Verunglückten ist es weiterhin vordringliches Ansinnen der Thüringer Polizei und ihrer Sicherheitspartner, diese immer noch viel zu hohe Zahl nachhaltig zu senken. Damit leistet Thüringen einen Beitrag zur Erfüllung der Kernziele des „Verkehrssicherheitsprogrammes 2011“ der Bundesregierung mit dem Leitgedanken: Jeder Verkehrstote ist einer zu viel.

Wiederkehrendes Thema sind Alkohol und Drogen im Straßenverkehr. 898 Verkehrsunfälle unter Einwirkung von Alkohol hatte die Polizei im vergangenen Jahr aufzunehmen. Das stellt einen Rückgang um 4,9 % dar (absolut: - 46). Erfreulich ist in diesem Zusammenhang auch der Rückgang von Alkoholunfällen mit Personenschaden auf 339 Fälle (Vorjahr: 380 Fälle; - 10,8 %).

Sorge bereitet der Anstieg bei Drogen-Unfällen von 96 im Jahr 2014 auf 130 Unfälle in 2015 (+ 35,4 %). Trotz des nach wie vor niedrigen Absolut-Wertes im Verhältnis zur Gesamtzahl bekannt gewordener Verkehrsunfälle ist die Entwicklung bedenklich. Hier wird die Thüringer Polizei weiterhin mit intensiven Kontrollen diesem Verhalten entgegenwirken.

Die Bekämpfung der „Hauptunfallursache Geschwindigkeit“ zum Schutz der Verkehrsteilnehmer ist eine ständige Aufgabe der Polizei. Trotz prozentualem Rückgang (von 31,3 % in 2014 auf 30,1 % in 2015) ist überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit weiterhin die Unfallursache Nr. 1 auf Thüringens Straßen.

Im vergangenen Jahr hatten die Einsatzkräfte 7.074 Verkehrsunfälle mit Beteiligung der Gruppe der jungen Fahrer (18 bis einschließlich 24 Jahre) aufzunehmen. Dies stellt einen Rückgang um 253 Unfälle (-3,5 %) dar. Diese Gruppe war in der Vergangenheit dadurch auffällig, dass sie – vermutlich aufgrund fehlender oder geringer Fahr-Erfahrungen – eine überdurchschnittlich hohe Unfallbeteiligung hatte.

 

Pressemappe Verkehrsunfallstatistik 2015 (3.7 MB)
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Pressemappe Verkehrsunfallstatistik 2014 (9.8 MB)
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Pressemappe Verkehrsunfallstatistik 2013 (1.3 MB)
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Pressemappe Verkehrsunfallstatistik 2012 (1.4 MB)
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