„Gratwanderungen –Das ,Entjudungsinstitut‘ in Eisenach“
25.01.2013 - 12..02.2013 Thüringer Landtag und 21.03.2013 – 31.10.2013 Lutherhaus Eisenach
Herbst 2013/Früjahr 2014 Berlin
Zum Themenjahr „Luther und Toleranz“ präsentiert sich das Martin-Luther-Gymnasium Eisenach mit einer Schülerausstellung aus dem Jahre 2006. Sie wurde in Zusammenarbeit mit der Theologischen Fakultät der Universität Jena umfassend aufgearbeitet. Die Ausstellung setzt sich mit der Rolle der Evangelischen Kirche im Nationalsozialismus am Beispiel des Eisenacher „Entjudungsinstituts“ und dessen Leiter Walter Grundmann auseinander. Ein von Schülern der Elften Klasse entwickeltes interaktives Konzept führt den Besucher durch die Ausstellung und regt zur Auseinandersetzung mit der Frage an: „Wie hätte ich gehandelt?“.
www.lutherhaus-eisenach.de
„Umsonst ist der Tod. Alltag und Frömmigkeit am Vorabend der Reformation“
Mühlhäuser Museen 28.09.2013 – 13.04.2014
„Am Vorabend der Reformation“ – unter dieser Überschrift wird gewöhnlich über die Missstände in der christlichen Kirche am Ausgang des Mittelalters berichtet, die die Reformation als einschneidende Wende und erlösenden Ausweg erscheinen lassen. Das von der älteren protestantischen Historiografie vermittelte Bild einer allgemeinen Krise der christlichen Kirche, aus dem sich der reformatorische Aufbruch als notwendige Konsequenz ergab, passt jedoch nicht zur Frömmigkeitspraxis um 1500. Im Gegenteil: Die Kirche hatte „Hochkonjunktur“. Mit Inbrunst begaben sich die Menschen in einen „religiösen Leistungsrausch“ um ihr Seelenheil, Prozessionen und Wallfahrten fanden größten Zulauf, selbst wenig bemittelte Schichten betrieben finanziellen Aufwand zugunsten kirchlicher Rituale. Andachtsbilder, Heiligenfiguren und Pilgerzeichen wurden in Serie hergestellt und erfreuten sich großer Beliebtheit. In dieser Ausstellung soll die in Mitteldeutschland weithin vergessene religiöse Alltagspraxis der vorreformatorischen Zeit rekonstruiert und wiederentdeckt werden.
www.umsonst-ist-der-tod.de
Zwischen Kaiser und Kurfürst – Die Reformation in Gera und ihre Auswirkungen“
Gera Stadtmuseum 20.07.2013 – 25.02.2014
Die Ausstellung thematisiert die Durchführung der Reformation in Gera, die geprägt war vom Konflikt zwischen dem Herrn von Gera, Heinrich dem Älteren, und dem sächsischen Kurfürsten. Unter Ausnutzung der gespannten reichspolitischen Lage konnte sich Heinrich d.Ä. mehrere Jahre der Einführung von Luthers neuer Lehre widersetzen. In seiner Haltung ging es ihm zum einen um die Wahrung seiner Souveränität
als Landesherr, zum anderen um das Festhalten am katholischen Glauben. Erst 1533 gelang es Kurfürst Johann Friedrich dem Großmütigen, eine Kirchenvisitation in der Herrschaft Gera durchzusetzen. Dies hatte die Einführung der Reformation und die sukzessive Beseitigung der altgläubigen Relikte zur Folge. Gera entwickelte sich zu einem bedeutsamen Textilstandort. Etwa 100 Objekte aus vier Jahrhunderten verdeutlichen diesen Prozess.
Reformation heute: 1. Tagung „Protestantische Bildungsakzente“ - Fünfteilige Internationale Konferenz zu den Impulsen und den Folgewirkungen der Reformation (2013 – 2017)
Wartburg, Eisenach 13.-15. Juni 2013
Die Reformation hat als historisches Ereignis zu einer Umwälzung der kirchlichen und politischen Landschaft Europas geführt – schon darin liegt eine herausragende Bedeutung für die Gegenwart. Doch lassen sich Wirkungen weit darüber hinaus nachvollziehen – und in manchen Bereichen scheint es lohnend, bis heute relevante Fragestellungen der Reformation neu aufzugreifen.
Reformation heute beschreibt eine fünfteilige internationale Konferenzreihe zu den Impulsen und Folgewirkungen der Reformation (2013-2017), die in bester populärwissenschaftlicher Weise unterschiedliche Konferenzthemen nach den Abschnitten „historischer Befund“, „neuzeitliche Wirkungsgeschichte“ und „gegenwärtige Konfrontation“ in verschiedenen Bundesländern organisiert.
www.uni-jena.de/Mitteilungen/PM130517_Reformationstagung.html
„Leben und Sterben – der Dreißigjährige Krieg aus der Perspektive von unten“
Schmalkalden Museum Schloss Wilhelmsburg 01.09.2013 – 01.09. 2014
Der Dreißigjährige Krieg gehört zu den größten Katastrophen, welche über die Menschen der Frühen Neuzeit herein gebrochen ist. Es lässt sich trefflich darüber spekulieren, ob es ohne Martin Luther und seine Reformation diesen schrecklichen Krieg überhaupt gegeben hätte. In diesem Krieg gab es kein Gut und Böse, kein Schwarz und Weiß. Egal ob protestantische oder katholische Heere das Land durchzogen, im Gepäck hatten sie immer Gewalt, Krankheit, Hunger und Tod. Die etwa 600 Quartratmeter große Ausstellung lässt das Leben zweier real existierender Familien – eine aus der Stadt Schmalkalden, die andere aus einem unweit entfernt liegenden Dorf – wieder auferstehen. Sie beleuchtet die Gräuel und Schrecken, den Hunger und den Tod, den diese Familien während dieser 30 Jahre durchlebten. Daneben widmet sich die Ausstellung aber auch dem normalen Leben der Menschen im 17. Jahrhundert. Man wird überrascht sein wie modern und gut die Menschen außerhalb von kriegerischen Perioden lebten.
www.museumwilhelmsburg.de
„Wer war Georg Spalatin? Der Steuermann der Reformation?!“
Altenburg Schloss 18.05. – 02.11.2014
Er war der Mann im Hintergrund! Georg Spalatin, Zeitgenosse, Freund und Vertrauter Martin Luthers ist wenig bekannt, wird selten genannt und ist dennoch einer die wichtigsten Personen der Reformation. Die Sonderausstellung würdigt erstmals sein Leben und Schaffen. 1511 erhielt der junge Geistliche eine Pfründe in der kollegiats-stiftskirche st. Georg auf dem Altenburger Schloss. Zu dieser Zeit stand er bereits im Dienst
des sächsischen Kurfürsten Friedrich des Weisen. Ihm sollte er bis zu dessen Lebensende als Prinzenerzieher, Geheimsekretär, Seelsorger und vor allem als gewiefter Diplomat bei der Durchsetzung der Reformation zur Seite stehen. Ab 1525 war Georg Spalatin zunächst Pfarrer an der st. Bartholomäikirche in Altenburg, dann Superintendent.
Die Stadt Altenburg sowie die St. Bartholomäikirche Altenburg planen für das Themenjahr "Reformation und Politik" 2014 eine, unter den Akteuren abgestimmte Initialausstellung zu "Spalatin - Steuermann der Reformation" mit jeweils unterschiedlichen thematischen Schwerpunktsetzungen.
www.spalatin.info/alias/spalatin
PETERSBERGER LUTHER-DISPUT - Luther, das Glück und das Leid
Die Thüringer Allgemeine (TA) hat gemeinsam mit dem Beauftragten der Thüringer Landesregierung zur Vorbereitung des Reformationsjubiläums „Luther 2017“ eine besondere Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen. Das Veranstaltungsformat orientiert sich an den Disputationes, wie sie zu Zeiten Martin Luthers in Deutschland und Europa üblich waren, um strittige Fragen zu behandeln. Jeweils zwei Disputanten werden pro Veranstaltung jeweils 5 Thesen vortragen und erläutern. Gemäß dem gewählten Thema beziehen sich diese Thesen-Fragen nach Möglichkeit jeweils auf korrespondierende Texte der Bibel, Martin Luthers oder eines anderen Reformators. Die Antworten auf diese Thesen-Fragen werden vorab in der TA veröffentlicht, so dass die inhaltliche Vorbereitung und Auseinandersetzung für alle, die sich beteiligen wollen, gut möglich ist.
Von den Disputanten soll jeweils eine/r aus Thüringen kommen. Am Abend selbst werden diese Thesen dann von den Disputanten vorgetragen und erläutert. Es schließt sich eine Phase des Disputes, des Meinungsstreites, zwischen den beiden an, bevor dann im dritten Schritt das Publikum mit einbezogen wird. Im Nachgang werden die Erträge aus der Disputation in der TA vorgestellt.
DenkWege zu Luther
Die „DenkWege zu Luther“ sind das bundesweite Jugendbildungsprojekt der Evangelischen Akademien Sachsen-Anhalt und Thüringen zur Vorbereitung des Reformationsjubiläums in der Dekade „Luther 2017 – 500 Jahre Reformation“. Sie bieten fächerübergreifende Projektwochen für Schulen, Berufsschulen und für außerschulische Jugendgruppen an und setzen ihren Schwerpunkt auf kulturelle, philosophische und religionskundliche Bildung. In den „DenkWegen zu Luther“ sind Reformatoren und Humanisten sowie Philosophen, Literaten und Künstler von der Renaissancezeit bis heute Gesprächspartner zu den Lebensfragen Jugendlicher. Wir philosophieren miteinander über Freiheit und Gewissen, Gott und Glaube, Politik und Moral, Freude und Vertrauen, Wahrheit und Toleranz. Orte der Reformation werden in die Projektarbeit einbezogen.
www.denkwege-zu-luther.de
Veranstaltungsreihe „Luther kulturell“
November 2013
Im November, dem Geburtsmonat des Reformators, sollen Künstler, Kulturvermittler, Wissenschaftler und Politiker zu einer Diskussionsrunde zusammenkommen und darüber debattieren, was Martin Luther nicht nur als Kirchenmann, sondern auch auf anderen Gebieten geleistet hat, das uns bis in die Gegenwart beschäftigt und zu Auseinandersetzungen herausfordert. Der Kulturrat Thüringen will dies aus seiner spezifischen Perspektive, das bedeutet vor allem kulturspartenübergreifend, zur Diskussion stellen. Wie bereits im November 2012 stattgefunden, wird es auch im November 2013 eine hochkarätige Podiumsdiskussion zum Jahresthema „Reformation und Toleranz“ mit namhaften Teilnehmern geben.
Kindermusical „Konstantin“
Sonntag, 9. Juni 2013, 17 Uhr, Christus-Pavillon im Klosterkomplex Volkenroda
Die Legende" von Cornelie Becker-Lamers Eine ökumenische Gemeinschaftsproduktion des Kinderbachchors Mühlhausen unter der Leitung von Kantor Oliver Stechbart und des Christlichen Kinderchors Cäcilini Weimar-Erfurt unter der Leitung von Cornelie Becker-Lamers.
Zum Themenjahr "Reformation und Toleranz" der Luther-Dekade und dem "Konstantin-Jahr" der katholischen Kirche erzählt das Kindermusical von den beiden wichtigsten Legenden (Kreuzesvision und Taufe) um Konstantin den Großen, dessen im Jahr 313 erlassenes "Mailänder Toleranzedikt" das Christentum den übrigen Religionen im römischen Staat gleichstellte und die Christenverfolgung im römischen Reich damit beendete. Bis zu seinem Tod im Jahr 337 war Kaiser Konstantin um die Verständigung zwischen den verschiedenen Ausprägungen des Christentums (Arianer, Katholiken, Kopten, Orthodoxe) bemüht und versinnbildlicht als historische Persönlichkeit den Toleranzgedanken, wie der offene, symmetrische Christus-Pavillon dies architektonisch tut. Die Aufführung beschließt ein gemeinsames Probenwochenende der beiden Chöre im Klosterkomplex.
„Sommersingwoche 2013“
17.08.2013 um 17.00 Uhr im Augustinerkloster
Vom 12.-17. August 2013 wird mit Kindern und Jugendlichen von 6 bis 14 Jahren der Stadt Erfurt und Umgebung im Augustinerkloster ein Musical zum Thema „Toleranz“ einstudiert. Von 8.00 – 16.00 Uhr öffnen sich die Klostertüren. Jeder Tag beginnt mit einem Morgenkreis u. a. in der Augustinerkirche. Danach folgen intensive Chor- und Theaterproben und Soloeinstudierungen. Am Nachmittag stehen kreative Aktivitäten auf dem Plan. Am 17.08.2013 wird dann zum Abschluss des Familientages des Augustinerklosters um 17.00 Uhr das Musical in der Klosterkirche erklingen. Auf diese Weise wird das Motto der Lutherdekade „Reformation und Toleranz 2013“ für Kinder und Jugendliche erlebbar. In dieser Woche spüren die Kinder wie wichtig es ist, aufeinander zu hören, sich zu achten und Toleranz zu üben.
XVIII. Michael-Praetorius-Tage 2013
13.09. – 15.09.2013, Creuzburg
Die XVIII. Michael-Praetorius-Tage präsentieren sich u.a. mit einem wissenschaftlichen Vortrag „Wir sind keineswegs gesinnt/ die alten Catholische Religion abzutun“ – Michael Praetorius und die Toleranz im konfessionellen Zeitalter und einem Festkonzert in der St. Nicolaikirche „Vesper nach der Kirchenordnung des Herzogs Julius von 1569 mit Musik von Michael Praetorius“.
www.michael-praetorius.de/?page_id=2530
Musical „Jesus von Nazareth – das Pop Spiritual“
4./5. und 11./12. Oktober 2013 in der Lutherkirche Apolda
Auf das Themenjahr 2013 „Reformation und Toleranz“ bezogen, will der Förderverein Lutherkirche Apolda e.V. ein modernes Oratorium in der Lutherkirche uraufführen. Es handelt sich um ein emotionales und spirituelles Stück mit reformatorischen Zügen für die ganze Familie und vor allem für Menschen auch ohne kirchlichen Hintergrund.
www.jesus-musical.de
Weitere Veranstaltungen unter:
www.luther2017.de/veranstaltungen
www.luther-in-thueringen.com/cps/rde/xchg/luther/hs.xsl/18.html