Jährliche Arbeitsstipendien für Bildende Kunst
Im Jahr 1997 schrieb der Freistaat Thüringen erstmals Arbeitsstipendien für Bildende Künstler aus, seit 2003 gemeinsam mit ART-regio, der Kulturförderung der SV SparkassenVersicherung. Während im ersten Jahr neun, im zweiten sechs Künstlerinnen und Künstler ein Jahresstipendium erhielt, wurden ab 1999 und den Folgejahren vier Stipendiaten ausgewählt. Insgesamt erhielten in den Jahren 1997 bis 2011 39 Künstlerinnen und 28 Künstler ein Arbeitsstipendium.
Durch die Kooperation mit den Mühlhäuser Museen konnten die Stipendiaten 2002 in der Ausstellung „StipVisite“ erstmals öffentlich vorgestellt werden. Von 2006 bis 2009 zeigte der Thüringer Landtag die Arbeitsergebnisse. Seit 2010 finden die Ausstellungen in den Räumen des Neuen Museums in Weimar statt.
Nach 15 Jahren haben sich der Freistaat Thüringen und die Kulturförderung der SV SparkassenVersicherung dazu entschlossen, einen neuen Weg sowohl bei Auswahl der Stipendiaten als auch bei der Gestaltung des Arbeitsstipendiums zu gehen. Ab 2012 werden zwei Jahresstipendien ausgeschrieben, die mit je 10.000 € dotiert sind. Im Folgejahr stellt das Neue Museum Weimar die während des Stipendienjahres entstandenen Werke aus. Dazu erscheint eine Begleitpublikation.
Die Auslober des Stipendienprogramms haben sich für ein zweistufiges Verfahren entschieden. Sieben Kunstsachverständige und Kenner der Thüringer Kunstszene werden künftig je eine Künstlerin bzw. einen Künstler für ein Stipendium vorschlagen. Initiative Bewerbungen sind erwünscht und werden berücksichtigt.
Die Kunstsachverständigen sind:
- Dr. Ulrike Bestgen, Klassik Stiftung Weimar
- Dr. Maren Kroneck, Saale-Galerie Saalfeld
- Prof. Dr. Kai Uwe Schierz, Kunsthalle Erfurt
- Prof. Norbert Hinterberger, Bauhaus-Universität Weimar
- Erik Stephan, Kunstsammlung Jena
- Holger Saupe, Kunstsammlung Gera
- Michael Seele, Städtische Galerie Meiningen
Bildende Künstlerinnen und Künstler reichen bis zum 15. Oktober des Vorjahres eine Bewerbung beim TMBWK ein, in deren Mittelpunkt ein Arbeitskonzept steht.
Aus den vorliegenden Bewerbungen wählt der Fachbeirat für Bildende Kunst die beiden Stipendiaten aus.