14.02.2013 16:30 Uhr

Schule und Gesundheit

Die gute gesunde Schule ist eine Schule, die bei der Verwirklichung ihres Erziehungs- und Bildungsauftrages gezielt gesundheitswissenschaftlich fundierte Interventionen durchführt. Ziel ist die nachhaltig wirksame Steigerung der Schulqualität im Rahmen von Schulentwicklung. Dabei ist die Gesundheitsqualität von prinzipieller Bedeutung.


Allgemeines

Empfehlung zur Gesundheitsförderung und Prävention in der Schule
(Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 15.11.2012)

 Evaluationsbericht Schulobstprogramm
(2012)

 Richtlinie über die Gewährung von Zuschüssen aus Mitteln des Europäischen Schulobstprogramms und des Freistaats Thüringen zur Förderung des Verzehrs von Obst und Gemüse an Thüringer Grundschulen und Förderschulen (TH-SchulobstRL)

Hinweise zur Erstellung eines Schulkonzeptes zur Gesunderhaltung und gesunden Lebensweise an Thüringer Schulen
Größe 77.681 Bytes

 Impfungen für Schüler


Links 

AGETHUR - Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e.V.
Gesundheitsförderung für Kinder und Jugendliche

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Die BZgA verfolgt das Ziel, Gesundheitsrisiken vorzubeugen und gesundheitsfördernde Lebensweisen zu unterstützen.

Thüringer Landesstelle für Suchtfragen e.V.

 Unfallkasse

 ThüringenInfodienst für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e.V.

 Deutsche Gesellschaft für Ernährung

 Vernetzungsstelle Schulverpflegung Thüringen

Plattform Ernährung und Bewegung


Angebote

Ess- und Bewegungsverhalten

PriMa - Primärprävention Magersucht
Institut für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie
Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Ansprechpartner:
Dipl.-Psych. Christina Brix
Dipl.-Psych. Bianca Bormann
Homepage: www.mpsy.uniklinikum-jena.de/Forschung

PriMa wird seit September 2004 an Thüringer Schulen zur Vorbeugung von Magersucht für Schülerinnen der 6. Klasse durchgeführt und wissenschaftlich evaluiert. Das Programm zielt auf eine aktive Auseinandersetzung mit Ursachen und der Psychodynamik der Magersucht.
PriMa soll helfen, die Gefahren des Abgleitens in eine Ess-Störung frühzeitig wahrzunehmen und durch gegenseitige Hilfestellungen der Ausprägung des klinischen Bildes einer Magersucht wirkungsvoll entgegenzutreten.
In neun Unterrichtseinheiten entlang speziell entwickelter Poster und Unterrichtsmanuale werden typische Situationen und Stationen der Magersucht mit den Schülerinnen bearbeitet. Zu den Inhalten gehören "Schönheitsideale", "Leistungsdruck", "Körperwahrnehmung", "Probleme in der Familie".



Torera - Primärpräventation Bulimie, Fress-Anfälle und Adipositas
Institut für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie
Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Ansprechpartner:
Dipl.-Psych. Christina Brix
Dipl.-Psych. Bianca Bormann
Homepage: www.mpsy.uniklinikum-jena.de/Forschung

Torera wird seit September 2005 an Thüringer Schulen zur Vorbeugung von Bulimie, Fress-Attacken und Adipositas für Mädchen und Jungen der 7. Klasse durchgeführt und evaluiert. Ziel ist hier die Auseinandersetzung mit dem Themen-Komplex "Ernährung - Körper - Bewegung".
Torera (span. für "Stierkämpferin") soll helfen, Ess-Störungen insgesamt vorzubeugen, aber vor allem auch ein gesundes Essverhalten, Bewegungsverhalten und verständnisvolles Miteinander zu fördern. Innerhalb der ersten 3 unterrichtseinheiten sollen zunächst die Mädchen gestärkt werden, gegen die falschen Versprechungen von Diäten und Schlankheitsprodukten aktiv zu kämpfen und Kritik an ihrer Figur und ihrem Gewicht selbstbewusst zu begegnen, um nicht in den Teufelskreis aus vermehrtem Essen und sozialem Rückzug zu geraten.
Torera basiert auf einem ausführlichen Unterrichtsmanual und Postern zu den Themen "Heißhungeranfälle", "Gefahr von Diäten", "Gesunde Bewegung", "Selbstverletzungen", "Versteckte Aggressionen", "Hänseln".
Voraussetzung für die Teilnahme an Torera ist die Teilnahme an PriMa. Ab der 4. Unterrichtseinheit werden die Jungen systematisch in das Prgramm einbezogen. Dies geschieht zuerst durch einen Austausch zwischen Mädchen und Jungen über ihre bisherigen Erfahrungen in den Projekten (PriMa und ggf. TOPP). Dann werden die 2 Einheiten zu Ernährung und Bewegung gemeinsam durchgeführt. Den Abschluss des Projektes bildet ein gemeinsames Schüler-Theaterstück zu typischen Situationen v.a. aus dem Bereich des bulimischen Essverhaltens.



TOPP - Teenager ohne pfundige Probleme
Institut für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie
Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Ansprechpartner:
Dipl.-Psych. Melanie Sowa
Homepage: www.mpsy.uniklinikum-jena.de/Forschung

TOPP wird ab Februar 2007 an Thüringer Schulen zur Vorbeugung von Übergewicht und Adipositas für Schüler der 6. Klasse angeboten und wissenschaftlich evaluiert. Hauptziel des Programms ist die langfristige positive Veränderung des Bewegungs- und Ernährungsverhaltens der Jungen.
TOPP soll helfen, ein Bewusstsein für das eigene Bewegungs- und Ernährungsverhalten zu schaffen und Alternativen für ungünstige Gewohnheiten aufzeigen. Die Jungen werden motiviert, schrittweise mehr Bewegung in ihren Alltag zu integrieren und die positiven Effekte auf Wohlbefinden, Körper und soziale Kontakte zu beobachten.
Die Jungen sollen außerdem gestärkt werden, Kritik an ihrer Figur selbstbewusst zu begegnen und den eigenen Umgang mit übergewichtigen Klassenkameraden zu reflektieren. Weitere Ziele des Projektunterrichtes sind die Verbesserung des Selbstbewusstseins allgemein und des Umgangs mit für die Pubertät typischen Problemen.
Kern der schulischen Intervention bilden auch hier 9 Unterrichtseinheiten, in denen anhand speziell konzpierter Poster und eines Unterrichtsmanuals mögliche Wege vom "Stuben-Hocker" zum aktiven und gesunden Jugendlichen bearbeitet werden. Zu den Inhalten gehören "Verbesserung des Selbstwertgefühls", "Durchsetzungsfähigkeit", "gesteigerte Alltagsaktivität", "ausgewogene Ernährung", "Problembewältigung", "Fitness", "Gruppenverhalten", "Medienkompetenz".