26.09.2014 13:57 Uhr

Erwachsenenbildung in Thüringen

Erwachsenenbildung hat in Thüringen einen großen Stellenwert. Wer sich heute den Anforderungen flexibler Arbeitswelten in Forschung, Wissenschaft und Technik stellen will, braucht nicht nur eine qualifizierte berufliche Ausbildung, sondern muss seine Kenntnisse und Fähigkeiten ständig aktualisieren. Die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen entscheidet über persönliche Lebens- und Berufsperspektiven.

Schwerpunkt des Bildungsauftrages ist daher die Erwachsenenbildung. Sie dient der allgemeinen, politischen, kulturellen und beruflichen Bildung. Sie soll zur Chancengleichheit beitragen und Bildungsdefizite abbauen. Dazu gehören unter anderem das Nachholen von Schulabschlüssen, der Erhalt und Ausbau allgemeiner beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten sowie der Erwerb neuer zusätzlicher Qualifikationen. Dabei arbeitet der Freistaat eng mit den anerkannten Einrichtungen der Erwachsenenbildung – den Volkshochschulen, den freien Trägern und Heimvolkshochschulen – zusammen.


Aktuelles

Minister Matschie überreicht Salzmann-Preis an Arnold Speiser
Minister Matschie überreicht Salzmann-Preis an Arnold Speiser

Verleihung des Thüringer Salzmann-Preises 2014

Am 11. September 2014 erhielt Herr Arnold Speiser, Fachbereichsleiter für Integration und Projekte an der KVHS Weimarer Land, den renommierten Thüringer Salzmann-Preis des Freistaates Thüringen in der Thüringer Staatskanzlei. Der Preis würdigt besondere Verdienste in der pädagogischen Arbeit.

Herr Speiser startete sein pädagogisches Engagement als Übersetzer und Dolmetscher. In den Wirren der Wendezeit engagierte er sich bereits in der ehrenamtlichen Integrationsarbeit von Spätaussiedlern – als Berater und Gründer einer multikulturellen Sportgruppe. Seine heutige Tätigkeit an der Volkshochschule fußt auf seinem Engagement als Kursleiter und Projektleiter für verschiedenste Integrationsprojekte. Mit seiner Expertise im Feld Migration / Integration prägt er heute ganz wesentlich den Integrationsbereich an den Thüringer Volkshochschulen.

Der Thüringer Volkshochschulverband e.V. freut sich über die Auszeichnung von Herrn Speiser. Verbandsdirektorin Frau Sylvia Kränke: „Die Auszeichnung trifft den Richtigen. Arnold Speiser hat die Volkshochschulen bei ihrer Entwicklung zu Orten der Integration geprägt. Durch sein Engagement haben hunderte Migrantinnen und Migranten die deutsche Sprache gelernt und konnten sich in Integrationsprojekten auch eine berufliche Zukunft erarbeiten.“


Minister Matschie beim 12. Thüringer Bildungssymposium
Bildungsminister Christoph Matschie im Gespräch mit Carla Riechel, Vorsitzende des Landeskuratoriums und Sylvia Kränke, stellv. Vorsitzende

Erwachsenenbildung auf dem 12. Thüringer Bildungssymposium 2014

Unter dem Motto „Jede Bewegung beginnt im Kopf“ präsentierten sich das erste Mal Volkshochschulen, Freie Träger der Erwachsenenbildung und Heimvolkshochschulen an einem gemeinsamen Stand und machten so deutlich: Lernen gehört zum Leben dazu und darf niemals aufhören.
Gemeinsam treten die anerkannten Erwachsenenbildungseinrichtungen an, um für Jede und Jeden das passende Bildungsangebot bereit zu stellen.
Weil auch Erwachsene neugierig sind, lockten Fußbodenaufkleber mit der Frage "Wie weit ist es bis zum Horizont?" Die Antwort gab der populäre Rocksänger Knorkator per Videoclip durch eine Erläuterung des Satzes des Pythagoras.

Bereits im Vorfeld hatten die Erwachsenenbildner kräftig die Werbetrommel gerührt: Es wurde eigens ein Flyer für die Angebote auf dem Bildungssymposium erstellt und über die 39 Mitgliedseinrichtungen und die zwei Landesorganisationen verteilt.
Zehn Veranstaltungen der Erwachsenenbildung haben auf dem 12. Thüringer Bildungssymposium stattgefunden, welche sehr gut besucht waren. Zu Themen wie Mehrsprachigkeit in Familien, Lernfeld Bauerngarten, Kritisches Denken u.v.a.m. wurde Innovatives und Bewährtes diskutiert und die zahlreichen Teilnehmer erhielten neue Bildungsanstöße.

Wir hoffen und wünschen uns, dass durch diese gemeinsame Aktion die Erwachsenenbildung auf dem Bildungssymposium in Zukunft noch mehr präsent ist und neue Teilnehmerkreise anzieht.
Denn: Erwachsenenbildung erweitert den Horizont.


 

Landeskuratorium für Erwachsenenbildung am 14. März 2013. Vorsitzende des Landeskuratoriums für Erwachsenenbildung, Carla Riechel, mit dem ehemaligen Vorsitzenden der Landesorganisation der freien Träger in der Erwachsenenbildung e.V.(LOFT e.V.), Dr. Jürgen Neubert

Landeskuratorium für Erwachsenenbildung fordert Bildungsfreistellungsgesetz für Thüringen

In 12 deutschen Bundesländern wird Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die Möglichkeit geboten, sich für eine bestimmte Zeit von der Berufstätigkeit freistellen zu lassen, um Angebote der Weiterbildung wahrzunehmen. Die konkreten Voraussetzungen dafür werden in Landesgesetzen geregelt. Thüringen ist eines der wenigen Bundesländer, in denen es bislang keine Regelungen dazu gab. Laut Koalitionsvertrag soll ein Bildungsfreistellungsgesetz aber noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden.

In der Sitzung des Landeskuratoriums für Erwachsenenbildung am 14.3.2013 informierte Bildungsminister Christoph Matschie über den Stand der Verhandlungen zwischen den Koalitionspartner.

Die Kuratoriumsvorsitzende, Carla Riechel, betonte im Gespräch, dass das Landeskuratorium von Beginn an aktiv an der Erarbeitung des Bildungsfreistellungsgesetzes mitgearbeitet habe. Ein Anspruch auf Bildungsfreistellung sei ein notwendiger Schritt, um die Bedingungen für das lebensbegleitende Lernen in Thüringen zu verbessern. Der vorliegende Gesetzesentwurf setze in Thüringen um, was in 12 Bundesländern bereits Realität sei. Die verschiedenen Interessen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern seien dabei intensiv abgewogen worden. Alle 6 bis 7 Jahre verdoppelte sich das verfügbare Wissen. Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die hier Anschluss behalten wollten, sollten unterstützt werden. Dies sei ein Gewinn für alle, die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die Unternehmen und die Gesellschaft insgesamt.


 

Carla Riechel
Carla Riechel

Amtswechsel im Landeskuratorium der Erwachsenenbildung – Frau Carla Riechel ist neue Vorsitzende

In der Sitzung des Landeskuratoriums der Erwachsenenbildung am 27. September 2012 wurde eine neue Vorsitzende gewählt. Frau Carla Riechel von der Katholischen Heimvolkshochschule „St. Ursula“ Erfurt übernimmt aus der Einrichtungsgruppe der Heimvolkshochschulen den Vorsitz des Landeskuratoriums.

Die bisherige Vorsitzende, Frau Sylvia Kränke vom TVV, wird nach Ihrer dreijährigen Amtszeit als Vorsitzende von Frau Wenk mit herzlichem Dank für ihren unermüdlichen Einsatz, ihr Engagement für die Erwachsenenbildung sowie die gute Zusammenarbeit mit dem TMBWK verabschiedet.

Frau Kränke wünscht Frau Riechel für Ihr neues Amt und dessen Aufgabenwahrnehmung viel Erfolg. Unterstützend steht sie der Vorsitzenden weiterhin als Stellvertreter(in) neben Herrn Dr. Jürgen Neubert (DGB BW Thüringen) zur Seite.