Zur Thüringer Denkmallandschaft gehören 3.000 Bodendenkmale, 27.000 historische Gebäude, 2.000 Kirchen mit 1.600 wertvolle Orgeln, 2.710 Burgen und Schlösser sowie 330 Adelshäuser.
Weltkulturerbe sind die Wartburg, die Bauten der Weimarer Klassik und des Bauhauses. Die Alte Synagoge in Erfurt ist die älteste erhaltene Synagoge in Europa.
Für das Reformationsjubiläum 2017 werden autentische Stätten der Reformation wie die Wartburg, das Erfurter Augustinerkloster, die Bartholomäikirche in Altenburg und die Oberkirche in Arnstadt saniert.
Weitere größere Sanierungsvorhaben sind die Wilhelmsburg in Schmalkalden, das Lutherhaus in Neustadt/Orla und das Lutherhaus in Eisenach.
Tag des offenen Denkmals
Der Tag des offenen Denkmals ist eines der erfolgreichsten Kulturprojekte Thüringens. Jährlich besuchen an diesem Tag rund eine Millionen Menschen die geöffneten Denkmale in Thüringen. In diesem Jahr werden rund 1.000 Denkmale geöffnet sein.
Am 9. September 2012 widmet sich der Tag des offenen Denkmals dem Thema "Holz". Dieses vielfältige Material ist sowohl in Fachwerken als zentraler Baustoff, in Wäldern als nachwachsende Ressource als auch in alten Dorflinden als "lebendiges Objekt" erlebbar. Die Besucher erwarten zahlreichen Fachführungen, Ausstellungen, Konzerte und Darbietungen traditioneller Handwerkstechniken rund um die einzigartige Denkmallandschaft Thüringens.
Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days. Der Tag des offenen Denkmals fand 1993 erstmals in Thüringen statt und begeht 2012 sein 20. Jubiläum.
Die Eröffnungsveranstaltung zum Tag des offenen Denkmals findet in Thüringen am Vorabend des eigentlichen Tages des offenen Denkmals statt. Sie beginnt am Samstag, 8. September 2012, um 10:00 Uhr in der Schlosskirche St. Trinitatis in Eisenberg.
Ein Denkmal auch in Ihrer Nähe (Deutsche Stiftung Denkmalschutz)
Vielfältige Denkmallandschaft
Die Bilanz der letzten 20 Jahre Denkmalpflege und Denkmalschutz in Thüringen ist sehr erfolgreich. Der Freistaat stellt sich dieser Aufgabe mit großer Verantwortung: Über 500 Millionen Euro wurden investiert. Allein in 2012 unterstützt das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur denkmalpflegerische Maßnahmen mit 14,7 Millionen Euro.
Auch dank bürgerschaftlichen Engagements haben heute vielen Denkmale wie Kirchen, Villen, Bürgerhäusern und ländlichen Hofanlagen wieder eine Zukunft. Die Bündelung von privaten Initiativen, dem Engagement der Vereine und Kommunen sowie der staatlichen Förderprogramme sorgt für den Erfolg der staatlichen und ehrenamtlichen denkmalpflegerischen Arbeit.
Zur Thüringer Denkmallandschaft gehören 3.000 Bodendenkmale, 27.000 historischen Gebäuden, 2.000 Kirchen mit 1.600 wertvollen Orgeln, 2.710 Burgen und Schlösser sowie 330 Adelshäuser. Bedeutende Denkmalensembles wie etwa die Stadtkerne von Erfurt, Weimar, Mühlhausen, Bad Langensalza, Altenburg oder Schmalkalden erfreuen sich bei den Besuchern großer Beliebtheit. Herausragend sind die Welterbestätten Wartburg, Klassisches Weimar und die Bauhausbauten in Weimar.
Neben den Bau- und Kunstdenkmalen ist auch die Pflege und Wiedernutzbarmachung der Industriedenkmale eine wichtige Aufgabe. Zu nennen sind die Bauten von Carl Zeiss in Jena, der Automobilindustrie in Eisenach, der Kaliindustrie in Sondershausen und Bleicherode sowie das prominenteste Zeugnis der Zuckerindustrie, die Zuckerfabrik in Oldisleben.
Denkmalschutz und Denkmalpflege widmen sich in erster Linie dem Erhalt kultureller Werte. Sie haben aber auch vielfältige wirtschaftliche Wirkungen. Die Pflege und der Schutz von Denkmalen werden zumeist von regionalen Firmen geplant und durchgeführt. Damit werden Arbeitsplätze in Thüringen gesichert. Fördermittel im Bereich der Denkmale bewirken im Durchschnitt Investitionen in bis zu sechsfacher Höhe. Für die touristische Attraktivität Thüringens leistet der Denkmalschutz einen ganz wesentlichen Beitrag.
Thüringer Denkmalschutzpreis
Ein Mittel der Würdigung des bürgerschaftlichen Engagements der privaten Denkmaleigentümer, Kirchen oder Kommunen ist der jährlich durch das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie die Sparkassen-Kulturstiftung ausgelobte Thüringer Denkmalschutzpreis. Seit 1994 ehrt der Freistaat damit Personen, Projekte und Einrichtungen, die sich in besonderem Maße für die Denkmalpflege eingesetzt haben. Eine Jury aus Vertretern der Denkmalbehörden, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, des Landesdenkmalrates und der Architektenkammer Thüringen wählt die Preisträger aus. 2012 wurden Preisgelder in Höhe von 40.000 Euro vergeben.