Seiteneinsteiger

Absolventen von Universitäten oder gleichgestellten Hochschulen, die im In- oder Ausland einen Studiengang abgeschlossen haben, der ursprünglich nicht ein Lehramt zum Ziel hatte oder die im Ausland keine vollständig abgeschlossene Berufsqualifikation als Lehrer erworben haben, können in Thüringen beim Vorliegen entsprechender Voraussetzungen als sogenannte Seiteneinsteiger

  • in die pädagogisch-praktische Ausbildung im Vorbereitungsdienst oder
  • in den staatlichen Schuldienst eingestellt werden.

Weiterhin bestehen für Fachschulabsolventen, Meister oder Absolventen mit einer gleichwertigen Ausbildung Einstellungsmöglichkeiten in den staatlichen Schuldienst

  • als Fachlehrer für den fachpraktischen Unterricht an berufsbildenden Schulen.

 


Einstellung in den Vorbereitungsdienst

Einstellung als Lehrkraft in den staatlichen Schuldienst

Nachqualifizierung von Seiteneinsteigern


Einstellung in den Vorbereitungsdienst:

Als Voraussetzung für die Einstellung in den Vorbereitungsdienst muss ein Hochschulabschluss einer Universität oder gleichgestellten Hochschule vorliegen, der nach § 22 Thüringer Lehrerbildungsgesetz als gleichwertig zu einer Ersten Staatsprüfung für ein Lehramt anerkannt oder einer Ersten Staatsprüfung gleichgestellt wurde.

Die Anerkennung der Hochschulabschlüsse wird vor der Zulassung zum Vorbereitungsdienst geprüft. Bewerber mit gleichgestellten Hochschulabschlüssen werden nachrangig gegenüber Bewerbern mit einer Ersten Staatsprüfung für ein Lehramt oder einem als gleichwertig anerkannten Abschluss zum Vorbereitungsdienst zugelassen.

Bewerber mit einem gleichgestellten Hochschulabschluss, der einzelne Bereiche aus den Bildungswissenschaften und Fachdidaktiken nicht umfasst, haben während des Vorbereitungsdienstes pädagogische Grundkenntnisse zu erwerben und im Rahmen eines Kolloquiums nachzuweisen.

Der Vorbereitungsdienst schließt mit der Zweiten Staatsprüfung für das entsprechende Lehramt ab.

Weitere Informationen:


Einstellung als Lehrkraft in den staatlichen Schuldienst:

Die Einstellung von Lehrkräften in den staatlichen Schuldienst erfolgt in Abhängigkeit vom konkreten Bedarf entsprechend der

Bei Interesse an einer Tätigkeit als Lehrer können die konkreten Einstellungsmöglichkeiten im zuständigen Schulamt erfragt werden.

An staatlichen Schulen eingestellte Lehrkräfte, die keine Befähigung für ein Lehramt erworben haben, können berufsbegleitend eine Nachqualifizierung nach der Thüringer Lehrkräftenachqualifizierungsverordnung – ThürLNQVO – absolvieren, sofern die dafür erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind.


Nachqualifizierung von Seiteneinsteigern

Berufsbegleitende Nachqualifizierung von Lehrkräften an staatlichen Schulen:

Nach der Thüringer Lehrkräftenachqualifizierungsverordnung – ThürLNQVO –
sind folgende berufsbegleitende Nachqualifizierungsmöglichkeiten für Lehrkräfte vorgesehen:

  • Nachqualifizierung mit dem Ziel der Befähigung für ein Lehramt;
  • Nachqualifizierung zum Fachlehrer für den fachpraktischen Unterricht an berufsbildenden Schulen.

Nachqualifizierung mit dem Ziel der Befähigung für ein Lehramt;

Die Nachqualifizierung mit dem Ziel der Befähigung für ein Lehramt umfasst

  • eine pädagogisch-praktische Ausbildung einschließlich spezieller bildungswissenschaftlicher und fachdidaktischer Veranstaltungen sowie
  • eine staatlichen Prüfung, die sich an den Anforderungen der Zweiten Staatsprüfung für das entsprechende Lehramt orientiert.

Als Voraussetzung für die Teilnahme an dieser Nachqualifizierung muss die Lehrkraft, die an einer Schule im staatlichen Schuldienst in Thüringen eingestellt wurde, einen Hochschulabschluss nachweisen,

  • der an einer Universität oder gleichgestellten Hochschule erworben wurde, und
  • der nach § 22 Absatz 2 Thüringer Lehrerbildungsgesetz der Ersten Staatsprüfung für ein Lehramt gleichgestellt wurde.

Weiterhin können Lehrkräfte mit einem an einer Universität oder gleichgestellten Hochschule erworbenen Hochschulabschluss zur Teilnahme an der Nachqualifizierung zugelassen werden,

  • bei denen der Abschluss wegen fehlender oder nicht ausreichender fachwissenschaftlicher Studien- und Prüfungsleistungen der Ersten Staatsprüfung für ein Lehramt nach § 22 Absatz 2 Thüringer Lehrerbildungsgesetz nicht gleichgestellt werden konnte,
  • die aber bezogen auf mindestens ein Ausbildungsfach die Voraussetzungen für eine Gleichstellung nach § 22 Absatz 2 Thüringer Lehrerbildungsgesetz erfüllen.

Für diese Lehrkräfte erfolgt die Nachqualifizierung nur in mindestens einem Ausbildungsfach. Für eine vollständige Anerkennung ist nach erfolgreichem Abschluss der Nachqualifizierung der Erwerb der Lehrbefähigung in den fehlenden Ausbildungsfächern durch eine Prüfung in einem weiteren Fach (Ergänzungsstudiengänge an der Friedrich-Schiller-Universität Jena) oder den Abschluss eines als gleichwertig anerkannten weiterbildenden Studiums (Zertifikatsstudiengänge der Universität Erfurt) erforderlich.

Die Gleichstellung des Hochschulabschlusses ist vom Antragsteller zu beantragen:

Weitere Hinweise zur Organisation und Durchführung der Nachqualifizierung erhalten die Lehrkräfte vom zuständigen Schulamt bzw. vom zuständigen Studienseminar.

Hinweis:

Die berufsbegleitende Nachqualifizierung kann nicht von Lehrkräften absolviert werden,

  • die eine Erste Staatsprüfung für ein Lehramt erworben haben oder
  • die einen der Ersten Staatsprüfung als gleichwertig anerkannten Hochschulabschluss nachweisen oder
  • die bereits mit dem Vorbereitungsdienst für das entsprechende Lehramt in Thüringen begonnen haben.

Diese Lehrkräfte können die Befähigung für das entsprechende Lehramt nur durch das Absolvieren des Vorbereitungsdienstes und dem erfolgreichen Abschluss der Zweiten Staatsprüfung erwerben.

Nachqualifizierung zum Fachlehrer für den fachpraktischen Unterricht an berufsbildenden Schulen

Die Nachqualifizierung zum Fachlehrer für den fachpraktischen Unterricht an berufsbildenden Schulen nach der Thüringer Lehrkräftenachqualifizierungsverordnung – ThürLNQVO umfasst

  • einen theoretischen Ausbildungsteil an einer Ausbildungsschule,
  • einen schulpraktischen Ausbildungsteil an der Stammschule sowie
  • eine staatliche Prüfung.

Als Voraussetzung für die Teilnahme an dieser Nachqualifizierung muss die Lehrkraft in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis mit mindestens 50 von Hundert eines vollbeschäftigten Lehrers an einer staatlichen berufsbildenden Schule in Thüringen tätig sein. Voraussetzung ist weiterhin einer der folgenden Abschlüsse, der sich auf Bereiche beziehen müssen, die für den fachpraktischen Unterricht in Fächern entsprechend den Stundentafeln für berufsbildende Schulen in Thüringen benötigt werden:

  • eine abgeschlossene mindestens zweijährige Fachschulausbildung oder
  • eine Meisterprüfung oder eine als gleichwertig anerkannte Ausbildung und Prüfung.

Weitere Hinweise zur Organisation und Durchführung der Nachqualifizierung erhalten die Lehrkräfte vom zuständigen Schulamt bzw. vom Leiter der Ausbildungsschule.

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