18.12.2015
Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

Medieninformation

Thüringer Bildungsplan bis 18 Jahre veröffentlicht

Klaubert: „Bildung ist wichtigste Ressource für Thüringen"

„Mit dem Thüringer Bildungsplan bis 18 Jahre legen wir ein durchgängiges Bildungskonzept vor, das institutionenübergreifend Bildungsorte und Bildungsansprüche aller Kinder und Jugendlichen bis zum Ende der Schullaufbahn miteinander verbindet“, sagt Thüringens Ministerin für Bildung, Jugend und Sport, Birgit Klaubert. Der neue Bildungsplan greife dabei die positiven Erfahrungen des „Bildungsplans bis 10 Jahre" auf.

Der nun veröffentlichte Thüringer Bildungsplan bis 18 Jahre formuliert den Anspruch junger Menschen an die Gesellschaft und stellt dabei ihre Individualität in den Mittelpunkt. Er beschreibt, wie junge Menschen die Welt erobern und was die Gesellschaft tun muss, dass sie das neugierig, wissbegierig und am Ende erfolgreich tun können.

Mit diesem Bildungsplan nimmt Thüringen eine Vorreiterrolle ein. Der Freistaat ist das erste Bundesland, das ein durchgängiges Bildungskonzept bis zum Erreichen der Volljährigkeit vorlegt. Ministerin Klaubert macht deutlich: „Mein Ziel ist, Thüringens Spitzenplatz in der Bildung zu halten, zu stabilisieren und auszubauen. Ich bin mir sicher: Der Bildungsplan bis 18 Jahre ist eine sehr gute Grundlage für die weitere Entwicklung von Bildungsqualität. Nun wollen wir die Ergebnisse miteinander diskutieren.“

Zudem beginne nun die Phase der Implementation. Die Überführung der Inhalte des neuen Bildungsplans in den pädagogischen Alltag werde zeigen, dass der Bildungsplan für die Praxis gemacht ist. Konkret werden bis Ende 2017 zielgruppenspezifische Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen durchgeführt. Dabei werden zentrale Akteure der bestehenden Unterstützungs-, Beratungs- und Informationssysteme des Landes erreicht. Dazu gehören neben den Schulen und Kitas, Schulämter, Studienseminare, Schulträgern, Trägern der Kindertageseinrichtungen, Vertreter der Jugendhilfe, der Erziehungs- und der Eingliederungshilfe sowie der Jugendsozialarbeit.

Klaubert bedankt sich ausdrücklich bei den Bildungswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, die unter Leitung der Jenaer Professorin Bärbel Kracke in den vergangenen Jahren am Bildungsplan gearbeitet, neue Erkenntnisse zusammengetragen und diese zu einem Bildungskonzept vereint haben. Die Ministerin richtet ihren Dank ebenfalls an den Fachbeirat, dem die kommunalen Spitzenverbände, die Kirchen, Gewerkschaften, der Lehrerverband, Landeseltern- sowie Landesschülervertretung, Kammern, der Deutsche Kinderschutzbund, der Landessportbund und viele andere angehörten. Auch die etwa 150 Praxispartner aus den Kindergärten, Schulen sowie der Kinder- und Jugendarbeit dankt die Ministerin für Impulse im Zuge der Erprobungsphase des neuen Bildungsplans.

„Dieser Aufwand hat sich gelohnt. Denn die vielfältigen Rückkopplungen haben dafür gesorgt, dass mit dem neuen Bildungsplan eine gelungene Verbindung zwischen wissenschaftlichem Anspruch und praktischen Herausforderungen entstanden ist. Der heute vorgelegte Bildungsplan ist nicht vom Himmel der Wissenschaft gefallen, sondern mit Praxispartnern breit und ausführlich entwickelt worden“, so Klaubert.

Den kompletten Bildungsplan und weitere Informationen finden Sie unter

www.thueringer-bildungsplan.de




Hintergrund

Der Bildungsplan formuliert den Anspruch junger Menschen an die Gesellschaft und stellt diese in ihrer Individualität in den Mittelpunkt. Er beschreibt, wie junge Menschen die Welt erkunden und was die Gesellschaft tun muss, damit sie das neugierig, wissbegierig und erfolgreich tun können.

Damit ist der Thüringer Bildungsplan kein „Ober-Lehrplan“. Vielmehr sind Bildungsplan und Lehrpläne verschiedene Instrumente, mit eigenen pädagogischen Zielrichtungen. Während der Thüringer Bildungsplan aus der individuellen Perspektive jedes Kindes und jedes Jugendlichen das Recht auf uneingeschränkte, umfassende und den individuellen Bedürfnissen entsprechende Bildung betont, wird in den Thüringer Lehrplänen der Anspruch der Schule und damit der Gesellschaft an Kinder und Jugendliche formuliert. Der Bildungsplan bis 18 Jahre beschreibt Bildungsangebote, die in vielfältigen Bildungssituationen in- und außerhalb von schulischem Unterricht realisiert werden können.

Die Erweiterung des bisherigen Bildungsplanes auf 18 Jahre – bisher fokussierte der Plan auf Kinder bis zu zehn Jahren – erfolgte, weil der Bildungsanspruch nicht mit zehn Lebensjahren endet. Auch für ältere Kinder und Jugendliche sind Bildungsgelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung.

Der Bildungsplan ist neben der Darstellung der erziehungswissenschaftlichen Grundlagen in zehn wesentliche Bildungsbereiche aufgegliedert. In jedem Kapitel wird dargestellt, worin die Relevanz des Bereiches besteht, welche zentralen Schwerpunkte und Bildungsaufgaben es gibt, welche individuellen und sozialen Aspekte bestehen sowie was bei Bildungsübergängen zu beachten ist. Daraus ergeben sich für jeden Bildungsbereich Antworten auf die Frage nach möglichen pädagogischen Angeboten.

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