Inklusion

2017-04-06 Strategiepapier Inklusion

Die nächste Phase der Inklusion in den Thüringer Schulen gestalten:
Auf Erreichtes stolz sein – Stärken stärken – Mit Augenmaß gestalten.

 

Die gesellschaftliche Debatte über Inklusion ist in vollem Gange. In Thüringen ebenso wie in den anderen Bundesländern wird über Umfang, Geschwindigkeit und Qualität inklusiver Bildung gerungen. Assoziiert wird Inklusion gemeinhin mit dem Gemeinsamen Unterricht von Kindern und Jugendlichen ohne besonderen Förderbedarf mit Kindern und Jugendlichen, die eine spezielle Förderung erhalten, ob aufgrund einer körperlichen Behinderung, weil sie langsamer lernen als andere oder aufgrund besonderer emotionaler oder sozialer Verhaltensweisen, mit Schülerinnen und Schülern ohne diesen besonderen Förderbedarf.

Wir verstehen unter Inklusion das Ziel, alle Kinder und Jugendlichen gemeinsam zu beschulen, die grundsätzlich oder phasenweise bestimmter Rahmenbedingungen oder einer besonderen Förderung bedürfen. Das kann vom notwendigen Fahrstuhl über den Bedarf an Ausruh- und Differenzierungsräumen reichen, kann für eine bestimmte Zeit Sprachförderung für Nicht-Muttersprachler bedeuten oder besondere Förderungsbedingungen für Hochbegabte. Unser Fokus richtet sich auf das Ziel, kein Kind zurückzulassen und Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen Schülerinnen und Schüler sich nicht mehr zu „Förderschülern“ entwickeln, weil sie an ihren Bedürfnissen vorbei beschult werden.

Gleichwohl ist darauf hinzuweisen, dass dieser in der Thüringer Diskussion und damit auch diesem Papier zugrundeliegende Inklusionsbegriff nicht alle gesellschaftlichen Herausforderungen umfasst. Der weite Inklusionsbegriff nimmt die Fragen des Umgangs mit Heterogenität in den Blick und setzt das Ziel, dass niemand mehr aufgrund Alters, Geschlecht, Herkunft, Religion und Kultur, usw. exkludiert wird.

Besteht in grundsätzlichen Fragen bei der Inklusionsdebatte Einverständnis, nehmen die Widersprüche zu, je konkreter Entscheidungen vor Ort zu treffen sind. Es ist zutreffend, Inklusion gelingt noch lange nicht überall. Gleichzeitig ist Inklusion an vielen Orten im Freistaat für viele Menschen durch das Engagement von vielen zu einer Erfolgsgeschichte geworden. Thüringen ist insoweit über das Stadium von Modellprojekten weit hinaus. Stattdessen gibt es eine mittlerweile über 20 Jahre anhaltende Entwicklung des Gemeinsamen Unterrichts auf gesetzlicher und schulpraktischer Ebene. Diesen Erfahrungsschatz wollen wir konsolidieren, um dann auf dieser gestärkten Grundlage die nächsten Entwicklungsschritte zu gehen.

Das vorliegende Papier beschreibt im ersten Schritt die Thüringer Ausgangslage bei der Durchsetzung der Inklusion. Dabei wird Wert auf die bereits erreichten Erfolge gelegt, die in der öffentlichen Debatte allzu oft ins Hintertreffen zu geraten scheinen. Im zweiten Schritt werden anhand ausgewählter Beispiele Schlussfolgerungen für die nächste Phase der Inklusion in Thüringen gezogen, um im dritten und abschließenden Schritt darzustellen, worin die nächsten politischen und gesetzgeberischen Schritte bestehen werden.

Anspruch der hier unterbreiteten Vorschläge ist es, statt theoretische Debatten zu führen, die Wege zu finden, die für alle Kinder und Jugendlichen in Thüringen die jeweils besten Lern- und Entwicklungsbedingung schaffen.

 


 

Hoff / Ohler: Strategiepapier zur Inklusion

 

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