FAQ: Einstellungen in den Thüringer Schuldienst, Februar 2017

2017-02-13-lehrereinstellungen-februar-2017

Informationen zu den Neueinstellungen in den Schuldienst im Februar 2017


Vorbereitungsdienst

Wie viele Lehramtsanwärter lässt Thüringen jährlich für den Vorbereitungsdienst zu?

500, verteilt auf die beiden Einstellungstermine im Februar und im August.

Wie viele Lehramtsanwärter starten im Februar 2017 in den Vorbereitungsdienst?

333

Wir verteilen die 333 Ausbildungsplätze sich auf die verschiedenen Schularten?

Berufsbildende Schulen: 19

Förderpädagogik: 20

Grundschulen: 120

Regelschulen: 74

Gymnasien: 100

Gab es mehr Bewerber als Plätze?

Abgesehen von den Gymnasien: Nein. Für die Bereiche berufsbildende Schule, Förderpädagogik, Grundschulen und Regelschulen konnte allen Bewerbern ein Platz im Vorbereitungsdienst angeboten werden.

Für das Lehramt an Gymnasien lagen 325 Bewerbungen vor, 64 Bewerber zogen ihre Bewerbung zurück, 133 Bewerbungen wurden aus Kapazitätsgründen und 28 aus sonstigen Gründen abgelehnt, 100 Ausbildungsplätze (also alle) wurden besetzt.

Wenn es mehr Bewerber als Plätze gibt, wie funktioniert das Auswahlverfahren?

Es wird eine Reihung der Bewerber vorgenommen, wobei drei Faktoren berücksichtigt werden: Notendurchschnitt, Wartezeit und soziale Härtefälle. Auf die Anzahl zur Verfügung stehender Ausbildungsplätze werden die Bewerber wie folgt verteilt: 60 Prozent nach Notendurchschnitt, 30 Prozent nach Wartezeit, 10 Prozent nach sozialen Härtefällen. 

Wann erfahren Bewerber, ob sie einen Platz bekommen haben oder nicht?

Der Bewerbungsschluss für den Einstellungstermin am 1. Februar war am 15. September 2016, wobei Zeugnisse nach Abschluss der Prüfungen nachgereicht werden können.

Nach Vorlage der vollständigen Bewerbungsunterlagen erfolgen im Bildungsministerium die Prüfung aller Bewerbungen und die Erstellung der Rangliste. Die Bewerbungen, die berücksichtigt werden können (also alle mit Ausnahme einiger Gymnasiums-Lehramtsanwärter), gehen dann an das zugewiesene Schulamt (Nord, Ost, Süd, West oder Mitte, wobei das von den Bewerbern angegebene Wunschschulamt leider nicht in jedem Fall realisiert werden kann).

Das Schulamt klärt dann mit den Bewerbern, ob ein Einsatz an der Wunschschule möglich ist oder ob sie an einer anderen Schule ihre Ausbildung absolvieren. Die damit einhergehende Zusage für den Vorbereitungsdienst erhalten die Lehramtsanwärter im Zeitraum von Anfang Dezember bis Ende Januar, einzelne Nachrücker bis Anfang Februar.

Die Bewerber für den Vorbereitungsdienst an Gymnasien, die zum jetzigen Einstellungstermin nicht berücksichtig werden können, erhalten die entsprechende Information Anfang Februar. Früher werden keine Absagen verschickt, weil es immer wieder vorkommt, dass zugelassene Kandidaten ihre Bewerbung zurückziehen und dann Nachrücker zum Zug kommen. Einzelne Nachrückverfahren laufen bis zum 15. Februar.

Wenn ein Lehramtsanwärter für Gymnasien jetzt keinen Platz bekommen hat, wie lange muss er dann im Durchschnitt auf einen Platz warten?

Darüber lässt sich keine pauschale Aussage treffen. Von den 100 Bewerbern, die jetzt einen Platz bekommen haben, waren 56 neue Bewerbungen (ohne Wartezeit), 30 Bewerber hatten ein halbes Jahr Wartezeit, 10 Bewerber hatten ein Jahr Wartezeit und 4 Bewerber hatten anderthalb Jahre Wartezeit.

Von den 133 Personen, die jetzt nicht berücksichtigt werden können, haben 96 Bewerber noch keine Wartezeit, 28 Bewerber haben bereits ein halbes Jahr Wartezeit und 10 Bewerber haben ein Jahr Wartezeit.

Sind 500 Plätze für Lehramtsanwärter ausreichend?

Bis auf Bewerber mit dem Studiengang Gymnasiallehramt konnte zum Einstellungstermin Februar 2017 allen Bewerbern ein Platz für den Vorbereitungsdienst angeboten werden. Wenn wir die Zahl der Plätze jetzt erhöhen, würden davon ausschließlich Studierende für das Lehramt an Gymnasien profitieren. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt würden wir damit am Bedarf vorbei ausbilden, da es für Lehrerstellen an Gymnasien ebenfalls deutlich mehr Bewerber als Stellen gibt. Auf die erforderlichen Einstellungen an Regelschulen hätte eine Erhöhung der Ausbildungsplatzzahl leider keinen Einfluss.

Inwieweit fließt bereits vorhandene Praxiserfahrung in die Note ein, mit der man sich um einen Platz für den Vorbereitungsdienst bewirbt?

Praxisanteile, die Bestandteile des Studiums sind, werden durch die Hochschule bewertet und fließen somit in die Note ein. Sollte ein Bewerber um Einstellung in den Vorbereitungsdienst aus Kapazitätsgründen keinen Ausbildungsplatz erhalten erhält er pro sechs Monate Wartezeit einen Wartepunkt. Damit verbessert sich die Einstellungschance bei der folgenden Bewerbung. Auf die Note hat dies aber keine Auswirkung.


Lehrerinnen und Lehrer

Wie viele Lehrerinnen und Lehrer stellt Thüringen jährlich für den Schuldienst ein?

Beginnend mit dem Jahr 2015 hat Thüringen jedes Jahr 500 neue Lehrerinnen und Lehrer unbefristet in den Schuldienst eingestellt. Das wird auch in diesem Jahr so sein.

Wie viele Lehrer starten im Februar 2017 in den Schuldienst?

Zum Einstellungstermin 13. Februar 2017 sind 237 Neueinstellungen von Lehrkräften geplant.

Wir verteilen die 237 sich auf die verschiedenen Schularten?

Berufsbildende Schulen: 24

Förderpädagogik: 35

Grundschulen: 52

Regelschulen: 56

Gymnasien: 44

Gemeinschaftsschulen: 26

Gab es mehr Bewerber als Plätze?

Es liegen ca. 1.600 Bewerbungen von ca. 1.100 Bewerbern vor. (Einige bewerben sich auf mehrere Schularten, Doppelzählungen der Schulämter, auf die sich beworben wurde, werden nicht vorgenommen.)

Die Verteilung auf die Unterrichtsfächer ist leider nicht immer auskömmlich, so dass zum Teil Stellenwandlungen vorgenommen werden mussten. Stellenwandlung bedeutet, dass beispielsweise ein Lehrer für Englisch und Mathe gesucht wird, aber nur ein Bewerber mit Chemie und Mathe zur Verfügung steht. Dann wird der Lehrereinsatz an der Schule so umorganisiert, dass der Unterricht trotzdem planmäßig stattfinden kann. (Andere Kollegen würden in diesem Beispiel mehr Englisch und weniger Chemie unterrichten.)

Wenn es mehr Bewerber als Plätze gibt, wie funktioniert das Auswahlverfahren?

Jedes Jahr im November (bzw. im Februar für den Einstellungstermin August) erhalten die fünf Schulämter (Ost, West, Nord, Süd, Mitte) die Information, wie viele Stellen sie im Februar besetzen können. Das Schulamt ordnet die zugewiesenen Einstellungsmöglichkeiten einzelnen Schulen mit Fach/ Fachkombination zu.

Bewerbungen um Einstellung in den Thüringer Schuldienst müssen bis zum 15. November beim zuständigen Schulamt vorliegen, die Zeugnisse bis 31. Dezember. Die zweiten Staatsprüfungen werden in Thüringen bis Dezember absolviert, die Zeugnisse liegen also zum 31.12. vor.

Mittels der vorliegenden Zeugnisse wird unmittelbar Anfang Januar ein Ranking für jede Stelle angefertigt. Die besten Bewerber werden zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Die Einladung erfolgt im Sinne eines schnellen Vorgehens in der Regel nicht per Post, sondern per Mail oder Telefon.

Anschließend wird anhand der Gespräche – geführt von Schulamt und Schulleiter – eine neue Rangliste erstellt. Wenn die erste Person auf dieser Liste die Stelle auch antreten möchte (viele bewerben sich in mehreren Schulamtsbezirken und/ oder auch außerhalb Thüringens) kann im Optimalfall noch in der ersten Junihälfte die Unterzeichnung des Arbeitsvertrages angegangen werden. Sollte die auf 1 gesetzte Person absagen, geht es mit der nächsten weiter.

Sind Stellen unbesetzt geblieben?

Dazu kann erst Ende Februar nach dem Abschluss des Nachrückverfahrens eine eindeutige Aussage getroffen werden. Nach Abschluss des Gesamtverfahrens im August waren in den letzten Jahren stets alle Einstellungen realisiert.

Was unternimmt Thüringen, um die Attraktivität des Lehrerberufs zu steigern?

Dazu ist ein Bündel von Maßnahmen notwendig, von denen die wichtigste derzeit die Wiedereinführung der Verbeamtung ist. Die Kabinettsbefassung dazu ist für den 28. Februar vorgesehen. Die praktische Umsetzung würde dann zum nächsten Schuljahresbeginn beginnen.

Haben die Schulen Mitsprachrecht bei den Lehrereinstellungen?

Absolventen des Vorbereitungsdienstes können sich auf eine konkrete, von ihnen gewünschte Schule bewerben. Andererseits haben auch die Schulen die Möglichkeit, sich im Bewerbergespräch, zu dem sie durch das Schulamt hinzugezogen werden, für einen Bewerber auszusprechen. Die Entscheidung wird innerhalb des rechtlichen Spielraums gemeinsam getroffen. Diese sogenannten schulscharfen Einstellungen erleichtern die Auswahl, da die Schulen ihr Profil durch die Auswahl entsprechend qualifizierter Bewerber optimal unterstützen können.

Im vergangenen Jahr wurde dieses Modell bei 18 Prozent der Stellen praktiziert.

 Warum gibt es keine unterjährigen Einstellungen?

Dies ist bereits wieder möglich, muss allerdings in Abstimmung mit dem Ministerium erfolgen. Das heißt, der Bedarf muss gegenüber dem Ministerium nachgewiesen werden, weil der Stellenplan bereits sehr eng gestrickt ist. Die Einstellungstermine im August und im Februar richten sich nach dem Studienzyklus und vor allem nach den zu den Schulhalbjahren entstehenden Ersatzbedarfen (Ausscheiden, Klassenbildung). Dies gewährleistet nahtlose Übergänge für die Absolventen und die Fach- und Klassenlehrerbesetzung.

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