Gleichstellungspolitik
Chancengleicheit ist umfassend rechtlich gesichert. Sie ist insbesondere im
Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland als auch in der
Thüringer Verfassung verankert. Das
Thüringer Gleichstellungsgesetz trat im November 1998 in Kraft. Daher ist es nicht mehr notwendig Chancengleichheit zu fordern, sondern, es ist notwendig Chancengleichheit wirklich konsequent durchzusetzen.
Die Umsetzung von Chancengleichheit ist eine Querschnittaufgabe, die alle Politikbereiche berührt. Die Koordinierung und Impulsgebung im Zusammenhang mit gleichstellungspolitischen Fragen liegt in den Händen der Beauftragten für die Gleichstellung von Frau und Mann beim Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit.
"Mit der Zuordnung der Beauftragten für die Gleichstellung von Frau und Mann in das Familienministerium und die Einführung des so genannten Schwedischen Modells gewinnt die Gleichstellungspolitik weiter an Bedeutung." erklärte Ministerpräsident Dieter Althaus am 9. September 2004 vor dem Thüringer Landtag.
Damit ist die Thüringer Landesregierung dem Ziel des Ausbaus der Gleichstellung von Frau und Mann noch stärker verpflichtet.
Eine Orientierung an dem so genannten „Schwedischen Modell“ bedeutet für die Arbeit der obersten Landesbehörden:
- Verankerung der Gleichstellungspolitik auf hoher Ebene. Jede Ministerin, jeder Minister ist für ihren bzw. seinen Aufgabenbereich eigenverantwortlich.
- Verstärkung der Querschnittsaufgabe. In jedem Ministerbüro ist eine halbe Personalstelle eingerichtet worden, die sich mit Gleichstellung befasst.
- Es wird eine geschlechtsspezifische, einheitliche und effektive Datenbasis hergestellt. Dadurch ist es möglich, Entwicklungen zu erkennen um auf nicht zielführende Trends schneller zu reagieren.
- Schulungen, Berichte und Arbeitsgespräche fördern diese Aufgabe.
- Die Gleichstellungsbeauftragte achtet darauf, dass in allen Ministerien die Strategie Gender Mainstreaming berücksichtigt wird, sie koordiniert die Maßnahmen und entwickelt eigene Initiativen.
Arbeitskreis Frauen und Arbeitsmarkt in Thüringen
Gleichstellungsbeauftragte
Interministerieller Arbeitskreis
Landesfrauenrat Thüringen e.V.