02.06.2017
Beauftragter für Menschen mit Behinderungen

Medieninformation 140/2017

Behindertenbeauftragter und Bundesagentur loben Inklusionspreis für Ostthüringen aus

Joachim Leibiger und Kay Senius: "Menschen mit Behinderungen sind wertvolle Fachkräfte!"

Erfurt/Halle. Thüringens Behindertenbeauftragter Joachim Leibiger und der Vorsitzende der Geschäftsführung der BA-Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen, Kay Senius, haben heute den Startschuss für den Inklusionspreis „Bewusst anders!?“ gegeben.

Unternehmen, die sich für Menschen mit Behinderungen im Arbeitsleben in Ostthüringen einsetzen, sind aufgerufen, sich mit ihren Initiativen und der betrieblichen Praxis zu bewerben. Gemeinsam mit der Handwerkskammer und Industrie- und Handelskammer Ostthüringen sowie dem Thüringer Arbeitsministerium wird eine Jury über die Auszeichnung eines oder mehrerer Unternehmen entscheiden. Das Preisgeld beträgt 3.000 Euro. Bewerbungen können bis zum 31.08.2017 beim Behindertenbeauftragten eingereicht werden. Die feierliche Preisverleihung ist für den 04.12.2017 von 13 -16 Uhr in den Räumen der Köstritzer Schwarzbierbrauerei vorgesehen.

Joachim Leibiger dankte der Thüringer Arbeitsministerin Heike Werner und den Kooperationspartnern für die Unterstützung und rief Unternehmen zur Beteiligung am Wettbewerb auf: „Menschen mit Behinderungen sind hochmotivierte und häufig gut qualifizierte Bewerber um einen Arbeitsplatz. Viele Unternehmen in Thüringen haben mir das bestätigt. Andere warten noch ab oder sind unsicher, ob sie Menschen mit einer Einschränkung einstellen und dauerhaft beschäftigen können. Manche scheuen einfach bürokratische Hürden und fühlen sich von Behörden alleingelassen.

Hier setzt der neue Inklusionspreis „Bewusst anders?!“ an. Wir wollen zeigen, dass Menschen mit Behinderungen fester Bestandteil einer Belegschaft und unverzichtbare Arbeitskräfte sein können. Gute Beispiele sollen ausgezeichnet werden und Nachahmung finden. Netzwerke können entstehen. Ich freue mich auf viele Bewerbungen!“

Kay Senius äußerte sich wie folgt:
„Viele Menschen mit Behinderung bleiben von der stabilen Arbeitsmarktentwicklung im Freistaat abgekoppelt. Sie sind häufig länger arbeitslos als andere, weil sie bei der Jobsuche größere Schwierigkeiten haben. Das hat bei den Unternehmen nicht mit bösem Willen zu tun. Aber viele kleine Firmen haben keine Personalabteilung im Rücken, die beraten kann. Oft ist der Chef Einzelkämpfer, packt selber an und hat genug damit zu tun, sein Unternehmen am Laufen zu halten. Viele wissen nichts über das große Fachkräftepotential von Schwerbehinderten und die existierenden Fördermöglichkeiten. Präsent sind deshalb Vorurteile und Berührungsängste. Die Folge: Jedes fünfte Unternehmen, das eigentlich verpflichtet wäre einen Behinderten zu beschäftigen, zahlt stattdessen die Ausgleichsabgabe. Das sind landesweit 900 Betriebe. Mit unserem Inklusionspreis wollen wir zeigen, dass es auch anders geht. Wer integriert, profitiert, indem er tolle und hochmotivierte Mitarbeiter bekommt.“

Hintergrund:

Der neue Inklusionspreis „Bewusst anders?!“ würdigt den Einsatz von Unternehmen in einem der drei Kammerbezirke Thüringens für Menschen mit Behinderungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Bewertet wird von der Jury zum Beispiel, ob die vorgeschlagenen Unternehmen spezielle Arbeitsbereiche für behinderte Mitarbeiter schaffen, ob Auszubildende mit Behinderung übernommen werden oder ältere behinderte Mitarbeiter im Unternehmen gehalten werden. Ein weiteres Kriterium: Gibt es Weiterbildungsmöglichkeiten für behinderte Mitarbeiter. Unternehmen werden in den nächsten Tagen über die Kammern angesprochen und über die Bewerbungskriterien und das Verfahren informiert. Das Motto „Bewusst anders?“ soll herausfordern und zugleich hinterfragen. Der Preis soll aller zwei Jahre im Wechsel zwischen den Regionen vergeben werden. Durch die regionale Orientierung versprechen sich die Veranstalter, mehr Unternehmen zu erreichen. Den Auftakt macht Ostthüringen im Jahr 2017. 2019 soll der Preis dann in Südthüringen ausgelobt werden. 2021 steht dann Mittel- und Nordthüringen an.
Die Ausschreibungsunterlagen werden auf der Seite des Behindertenbeauftragten eingestellt.

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