Vertretung des Freistaats Thüringen bei der EU

07.01.2013 09:39 Uhr

Forschungs- und Technologiepolitik

 

Grundidee der Europäischen Forschungs- und Technologiepolitik ist es, einen „Europäischen Forschungsraum“ zu schaffen, um die globale Wettbewerbsfähigkeit Europas zu stärken. Die Bedeutung der europäischen Forschungsförderung ist nicht nur vor dem Hintergrund knapper werdender nationaler Fördermittel von hoher Relevanz, sondern auch angesichts der steigenden Bedeutung europäischer Netzwerkbildung und Entwicklungszusammenarbeit.
Wichtige Instrumente der Forschungs- und Technologieförderung sind das 7. Forschungsrahmenprogramm (FP) und das Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP).
 

7. Forschungsrahmenprogramm
 
In der Laufzeit 2007 bis 2013 fördert das FP 7 Forschungsprojekte sowie Projekte zur technologischen Entwicklung und Demonstration von Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen mit insgesamt 54 Mrd. Euro.

Thematische Schwerpunkte sind:
Gesundheit, Lebensmittel, Landwirtschaft, Fischerei und Biotechnologie, Informations- und Kommunikationstechnologien, Nanowissenschaften, Nanotechnologien, Werkstoffe und neue Produktionstechnologien, Energie, Umwelt (einschließlich Klimaänderung), Verkehr (einschließlich Luftfahrt), Sicherheit, Weltraum, Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften.
 
Die Ausschreibungstermine für die verschiedenen Forschungsschwerpunkte sind langfristig festgelegt. Eine aktuelle Übersicht über die Schwerpunkte sowie die Ausschreibungsfristen können potentielle Antragsteller zentral abrufen unter http://www.cordis.lu.

Generell ist die Bildung europäischer Konsortien die Voraussetzung für eine Beteiligung. In der Regel werden die Anträge in englischer Sprache abgefasst. Eine Lektüre der jeweiligen Leitfäden für Antragsteller ist unbedingt zu empfehlen.


Das Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP)
 
CIP richtet sich hauptsächlich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Das Programm unterstützt innovative Aktivitäten (einschließlich Öko-Innovation), sorgt für einen besseren Zugang zu Finanzierung und bietet in den Regionen Unterstützungsdienste für Unternehmen an. Das Programm läuft von 2007 bis 2013 und verfügt über einen Gesamthaushalt von 3,621 Mrd. Euro.
 
Gefördert werden die Verbreitung und Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sowie die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien und die Energieeffizienz.