Ministerpräsidentin Lieberknecht unterwegs im Weimarer Land
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- Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht besuchte die Grundschule "Am Hexenberg" Bad Berka.
Am 12. August 2010 war Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht unterwegs im Weimarer Land. Sie besuchte die Grundschule in Bad Berka, den Freizeitpark am Stausee Hohenfelden, die Bonifatius-Kirche in Apolda und die Jüttner Treppen- und Ladenbau GmbH in Blankenhain.
Ganz in Erinnerungen konnte die Ministerpräsidentin bei ihrem Besuch in der Grundschule Am Hexenberg in Bad Berka schwelgen. Schließlich hatte sie hier selbst vier Jahre lang die Schulbank gedrückt und im Jahr 1976 das Abitur gemacht. Entsprechend herzlich empfingen die Kinder die ehemalige Hexenbergschülerin. Natürlich nutzten sie die Chance, die Ministerpräsidentin nach ihrer Zeit an der Hexenbergschule oder nach ihrer Arbeit als Regierungschefin zu befragen, aber auch auf ein großes Problem – nämlich die sehr angespannte räumliche Situation der Schule – aufmerksam zu machen. Da die Grundschule Am Hexenberg, die 1998 aus einer Zusammenlegung zweier Schulen entstand, über ein großes Einzugsgebiet verfügt, reichen die Klassenräume und die Turnhalle für die Schülerinnen und Schüler – 240 an der Zahl – nicht aus. So müssen die Kinder der 3. und 4. Klassen in den Räumen des Gymnasiums lernen. Seit längerem gibt es intensive Bemühungen der Schule und der Eltern, die Raumsituation an der Grundschule durch einen Ausbau bzw. Umbau zu verbessern.
Urlaubsfeeling konnte im Freizeitpark am Stausee Hohenfeldennicht so recht aufkommen– es goss in Strömen.So machten sich die Ministerpräsidentin und ihre Begleiter nur vom Auto aus ein Bild von den vielfältigen Angeboten am Stausee, zu denen ein Campingplatz, Ferienhäuser, ein Kletterwald, ein Wildgehege, ein Restaurant und eine Therme gehören. Zuvor hatte der Geschäftsführer der Freizeitpark Stausee Hohenfelden GmbH, Thomas Schneider, die Entwicklung der letzten Jahrzehnte, die derzeitige Situation – beispielsweise wurden im Jahr 2009 500.000 Tagesgäste gezählt – und die Projekte und Visionen für die Zukunft skizziert. Ganz oben auf der Prioritätenliste stehen dabei eine nachhaltige Verbesserung der Wasserqualität und, als neue Attraktion, eine Seebühne.
Die die im neugotischen Stil erbaute katholische St. Bonifatiuskirche in Apolda wurde im Jahre 1894 feierlich eingeweiht. Seitdem entwickelte sich ein reges Gemeindeleben. Nach dem Zweiten Weltkrieg zählte man durch Flucht und Vertreibung aus Ostpreußen, Schlesien und dem Sudetenland rund 8.000 Katholiken in Apolda.
In den vergangenen Jahrzehnten verkleinerte sich die Pfarrgemeinde sowohl durch eine zurückgehende Geburtenrate als auch durch eine anhaltende Abwanderung. Seit 1984 gehört die Außenstation Bad Sulza und seit 2005 die Filialgemeinde Camburg zur Pfarrei Apolda, die heute insgesamt ca. 1.500 Katholiken zählt.
Anlass des Besuchs von Frau Ministerpräsidentin Lieberknecht war der Beginn des 1. Bauabschnittes der Orgelsanierung, die insgesamt in drei Bauabschnitten mehr als 30.000 Euro in Anspruch nehmen wird. Frau Lieberknecht erinnerte in diesem Zusammenhang an die Bezeichnung der Orgel als die Königin der Instrumente und an ihre wichtige Bedeutung für das Gemeindeleben. Der Besichtigung der Kirche samt Orgel schloss sich eine Gesprächsrunde im Gemeindesaal an. Hier waren Fragen zum Amt der Ministerpräsidentin ebenso auf der Tagesordnung wie Fragen zur Bedeutung von Religion für Politik und Gesellschaft. Mit der Zusage bei der Einweihung der Orgel nach Abschluss der Sanierungsphase zugegen zu sein, endete der Besuch von Frau Ministerpräsidentin Lieberknecht.
Die Jüttner Laden- und Treppenbau GmbH in Blankenhain, die kürzlich ihr 20jähriges Firmenjubiläum feierte, ist auf die Herstellung von Massivholztreppen spezialisiert. Im Jahr 2007 erhielt die Firma die Auszeichnung „Treppenmeister des Jahres“ für besondere Leistungen im Treppenbau. Karina Jüttner, Tochter des Firmengründers und als Jungunternehmerin des Jahres 2010 mit dem Emily-Roebling-Preis ausgezeichnet, führte die Ministerpräsidentin durch das „größte Treppenstudio“ Thüringens.