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- Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht schaut sich Produkte der Trimet Aluminium AG an.
Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht setzte ihre Sommertour im Landkreis Sömmerda mit einer Besichtigung der Trimet Aluminium AG fort. Die Trimet Aluminium AG ist Deutschlands größter Aluminiumproduzent mit Stammsitz in Essen. Produktionsstandorte befinden sich auch in Thüringen und Sachsen-Anhalt. Vor neun Jahren hatte Trimet die Werke in Sömmerda und Harzgerode (Sachsen-Anhalt) übernommen. Trimet ist es gelungen, den Standort von einem Produzenten für „Low-cost“-Produkte zu einem Spezialisten für hochkomplexe Aluminiumdruckgussteile für die Automobilindustrie weiter zu entwickeln.
Die Trimet Aluminium AG beschäftigt in Sömmerda 120 Mitarbeiter davon 13 Auszubildende. Während ihres Besuchs wurde die Ministerpräsidentin Patin einer Druckgussmaschine, die Ventilplatten und Steuergehäuse für namhafte Automobilhersteller produziert. Der Standort Sömmerda wird kontinuierlich wachsen, neue Druckgießmaschinen und Bearbeitungsmaschinen sind geplant bzw. bestellt. Die Zahl der Mitarbeiter wird nach Inbetriebnahme aller Maschinen weiter steigen.
O-Ton
Lieberknecht sagte nach einem Betriebsrundgang bei der Trimed AG: „Das hier eingesetzte Know-how, die Produktionsverfahren, das hohe Können und die Motivation der Belegschaft sind wesentliche Voraussetzung um im Wettbewerb und auf dem Weltmarkt zu bestehen. Von jeher ist Thüringen ein Standort der von ingenieurtechnischen Leistungen geprägt wurde und wird. Dies gilt auch für die Trimed AG. Sie hat die Chancen der Freiheit und Marktwirtschaft genutzt und damit vor allem nachhaltig Arbeitsplätze geschaffen“.
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- Ministerpräsidentin Lieberknecht bei MDC Power in Kölleda.
Bei MDC Power in Kölleda gab Ministerpräsidentin Lieberknecht eine „Autogrammstunde“. Den 1.000.000. Motor „Made in Kölleda“ signierte die Regierungschefin, die sich bei der Daimler AG für das Vertrauen in die Kölledaer Motorenbauer bedankte. „Dieses Vertrauen ist nicht nur für das Unternehmen, sondern für die gesamte Thüringer Automobilindustrie von größter Bedeutung. Die Investition in die Zukunft des Werkes setzt auch überregional ein deutliches Zeichen für die Leistungsfähigkeit der Thüringer Wirtschaft“, sagte Lieberknecht. Der Geschäftsführer der MDC Power GmbH, Dr. Sven Breitschwerdt, betonte die die Stärken des Unternehmens und des Produktionsteams: „Ich bin stolz auf die Mannschaft, der es gelungen ist, vom Start weg mit Qualität und Know-how, mit Einsatzwillen und Disziplin, mit Gemeinschaftssinn und Solidarität zu überzeugen.“
Verbunden mit dem Produktionsjubiläum war der erste Spatenstich der Ministerpräsidentin für die Erweiterung der im Jahr 2008 fertig gestellte Montagehalle um über 14.000 qm. Im Zuge dieses Umbaus für die neue Motorengeneration werden bis 2011 rund 100 Millionen Euro in den Standort Kölleda investiert.
Im Zusammenhang mit dem Produktionsjubiläum startete das Unternehmen eine „luftige“ Spendenaktion. Zahlreiche Luftballons mit Postkarten starteten von Kölleda aus ihre Reise durch luftige Höhen. Für jede ausgefüllte und zurück gesandte Postkarte will MDC Power zehn Euro an einen von 20 Kindergärten der Region spenden. Vor kurzem wurde auch ein Stern im Sternbild Großer Wagen auf den Namen „MDC Power“ getauft.
O-Ton
„Heute ist ein großartiger Tag für Kölleda. Der einmillionste Motor geht vom Band und steht für Engagement, Präzision und Teamgeist der Mitarbeiter. Heute sehen wir dass es die richtige Entscheidung war, nach Kölleda zu gehen. Und die Landesregierung hat die Fördermittel sehr gut angelegt.
Heute 20 Jahre nach der Wiedervereinigung können wir sehen was sich in Thüringen zum Positiven verändert hat. Viele Produktionsstätten sind die modernsten der Welt und wir brauchen den internationalen Wettbewerb nicht zu scheuen. Denn Wettbewerb gibt Gelegenheit uns zu beweisen in der Automobil-, optischen und Solarindustrie.
Thüringen ist Land der Tüftler und Denker, ein Land der Erfinder, deren Ideen auch in die Praxis umgesetzt werden. Ihnen ist es zu verdanken, dass wir heute in vielen Bereichen Spitze sind.
Das zeigt sich an MDC Power in Kölleda. Die Firma ist auch Beweis dafür, dass die Welt ins Dorf kommt. Denn von hier gehen die besten Motoren in die Welt. Ich bin stolz auf diesen Standort und diese Mitarbeiter“.
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Am Nachmittag besichtigte die Ministerpräsidentin die Ausgrabungsstätte Bilzingsleben. Hier befand sich eine der frühesten Siedlungsstätten der Menschheit. Im ehemaligen Steinbruch Steinrinne befand sich ein Rastplatz altsteinzeitlicher Jäger. Die ausgegrabenen Knochenfunde sind Zeugen dafür, dass der Homo erectus vor ca. 370.000 Jahren hier siedelte. Das belegen auch die zahlreichen Funde von Knochen- und Geweihwerkzeugen sowie Reste von einst vorhandenen Feuerstellen. Der Ausgrabungsort Bilzingsleben gehört zu den zehn weltweit bedeutendsten Fundstätten aus dieser Zeit. Einzigartig ist der Fund des Spans eines Waldelefantenknochens mit parallelen Ritzungen. Diese Ritzungen sind die grafische Umsetzung menschlicher Gedanken. Vor diesem Hintergrund besitzt der Fund sensationellen Charakter.
Zum Abschluss ihrer Sommertour durch den Landkreis Sömmerda besuchte die Ministerpräsidentin die Erzeuger- und Handels-AG LAPROMA in Schloßvippach. Das Unternehmen bewirtschaftet mit seinen beiden Töchtern insgesamt 2.870 ha landwirtschaftliche Nutzfläche (LNF) und hat einen Bestand von ca. 1.670 Rinder, davon 850 Milchkühe. Die Milchleistung im Durchschnitt der letzten 10 Jahre beträgt 10.270 kg bei einer Reproduktionsrate von 28,3 %.
Auf 2.120 ha werden im Bereich Marktfrucht 11.000 Tonnen Getreide, 1.600 Tonnen Raps und 5.500 Tonnen Zuckerrüben erzeugt. Der Futterbau erfolgt auf ca. 680 Hektar. Die jährliche Produktion beträgt 12.000 Tonnen Maissilage, 5.000 Tonnen AWS-Luzerne, 700 Tonnen Futterstroh und 200 Tonnen Luzerneheu.
Die LAPROMA AG in Schlossvippach beschäftigt 43 Mitarbeiter und 7 Azubis. In der Tierproduktion betreuen 20 Mitarbeiter über 2000 Rinder, davon 850 Milchkühe. Die Produktionsschwerpunkte liegen hier auf der Milcherzeugung und der Färsenaufzucht.