04.05.2012 09:36 Uhr

Stephan Krawczyk und Joachim Gauck

Ministerpräsident Dieter Althaus war am 11. Juni erstmals Gastgeber des „Erfurter Dialoges“. Gäste waren Stephan Krawczyk und Dr. h.c. Joachim Gauck. Aus Anlaß des 50. Jahrestages des Volksaufstandes am 17. Juni 1953 stellte Krawczyk seinen neuen Roman „Der Narr“ vor, wozu Joachim Gauck eine Einführung gab. Der Schriftsteller und Liedermacher Stephan Krawczyk, der aus der DDR-Bürgerrechtsbewegung kommt, wurde 1988 wegen seiner kritischen Haltung gegenüber dem SED-Regime in den Westen abgeschoben. Nach der Wende erschienen zahlreiche Veröffentlichungen von ihm, u. a. die Romane „Das irdische Kind“, „Bald“, „Feurio“ sowie Lieder, Hörspiele und Gedichte. Dr. h.c. Joachim Gauck war lange Jahre als Pfarrer und Leiter der Kirchentagsarbeit in Mecklenburg tätig und ist Mitbegründer des Neuen Forums Rostock. Große Verdienste hat er sich als Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR erworben. Gauck wurde mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt und ist u. a. als Stiftungsbotschafter für die Stiftung „Evangelische Akademie Thüringen“ tätig.

Stephan Krawczyk stimmte musikalisch in den Abend ein
Ministerpräsident Dieter Althaus eröffnete mit einem Rückblick auf den 17. Juni 1953 in Thüringen und der Aufforderung die geschichtliche Erfahrung an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben.
Joachim Gauck führte in das Buch von Stephan Krawczyk ein.
Stephan Krawczyk las aus seinem jüngsten Buch "Der Narr".
Diskussion mit dem Auditorium: Joachim Gauck stellte die Frage, warum im Herbst 1989 nicht auf den 17. Juni 1953 Bezug genommen wurde.
Ministerpräsident Dieter Althaus dankte Joachim Gauck.
Ministerpräsident Dieter Althaus dankte ebenso Stephan Krawczyk.