Thüringer Staatskanzlei

07.01.2013 08:57 Uhr

Neujahrsansprache 2013

Ein typischer Fernsehschnittplatz auf zwei Monitoren sieht man ein editiertes Bild von Frau Ministerpräsidentin Lieberknecht.

Liebe Thüringerinnen und Thüringer im In- und im Ausland,

liebe Freunde und Gäste unseres Landes,

das neue Jahr 2013 ist erst wenige Stunden alt. Immer wieder nehme ich die Post der vergangenen Tage zur Hand. Aufmerksam lese ich, was mir Verwandte, Freunde und Bekannte für das neue Jahr mitteilen und was die Menschen in Thüringen bewegt. Nicht wenige wählen dabei für ihre Grüße zum neuen Jahr ein Motto aus. Ich war erstaunt über den ganz offensichtlichen Favoriten für das vor uns liegende Jahr 2013. Es ist der amerikanische Autobauer und Unternehmer Henry Ford mit seinem nachdenkens-werten Dreiklang:

Zusammenkommen ist ein Beginn,

Zusammenbleiben ist ein Fortschritt,

Zusammenarbeiten ist ein Erfolg!

Darüber habe ich mich sehr gefreut. Vor allem als ich merkte: Es sind Unternehmer, die mir diese Worte geschrieben haben, aber auch, engagierte Mitstreiter der Wohlfahrtspflege, aus der Kommunalpolitik oder der Geschäftsführer eines Kinderhilfswerkes.

Sie alle spüren wohl, wie wichtig es ist, in unserer globalisierten Welt zusammenzuhalten. Viele von ihnen erleben inzwischen tagtäglich, dass der Wettbewerb für unsere Wirtschaft, für unsere Produkte und Dienstleistungen immer größer wird und wir uns mit unseren Leistungen weltweit behaupten müssen.

So, wie mir heute Abend die Fernseh-Zuschauer des MDR zusehen, so sehen diese Ansprache auch Studierende aus Thüringen in Amerika, Thüringer Soldaten in Afghanistan oder im Kosovo, Thüringer Besucher in Russland, der Schweiz oder Indien. Sie alle grüße ich besonders herzlich!

Das Internet verbindet weltweit Menschen in Echtzeit: Jetzt und in diesem Augenblick sind die Thüringerinnen und Thüringer in der ganzen Welt miteinander verbunden. Ihnen allen rufe ich zu: Es ist Zeit für Zusammenhalt!

Es ist Zeit, gemeinsam zu ERKENNEN, zu ENTSCHEIDEN und zu VERÄNDERN!

Dabei hat jeder seinen Platz, im Unternehmen, in der Schule und Hochschule, in der Wissenschaft, in Kunst und Kultur, in den vielen kleinen Gemeinden unseres ländlichen Raumes, in den Städten und urbanen Zentren, im sozialen Bereich, in Sport und Ehrenamt, in der Verwaltung, in der Justiz und inneren Sicherheit und in der Werbung für unser Land.

Auf jeden Einzelnen und auf uns alle zusammen kommt es an. Kaum ein Land hat durch seine zentrale Lage in Deutschland und Europa so große Chancen wie Thüringen sie hat. Ohne Übertreibung können wir von uns behaupten: „Hier hat Zukunft Tradition", so lautet unsere zentrale Botschaft für die Werbung für unser Land.

In wenigen Jahren wird das zentrale ICE-Drehkreuz der Deutschen Bahn in Erfurt sein. Mit Millionen von Bahnreisenden, mit einem riesigen Potenzial aus modernster Infrastruktur.

Wie wichtig Infrastruktur ist, zeigt ein Beispiel aus China: Vor wenigen Tagen wurde zwischen der Hauptstadt Peking und der Wirtschafts-Metropole Guangzhou die mit über 2.200 Kilometer längste Schnellstrecke der Welt eröffnet. Sie wurde in nur drei Jahren Bauzeit geschaffen - und unter anderem mit deutscher Technologie.

Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig es ist, auf Märkten weltweit präsent zu sein. Deshalb werde ich im kommenden Jahr mit einer großen Wirtschafts-Delegation unter anderem nach China - aber auch wiederholt nach Russland, Frankreich, Ungarn, Polen und nach Israel reisen.

Apropos Israel: Vielleicht haben Sie sich schon gefragt, welches Gebäude Sie hinter mir sehen. Es ist die Himmelfahrtskirche Auguste-Victoria auf dem Ölberg in Jerusalem, die ich im Jahr 2011 besucht habe und die im letzten Jahr mit Joachim Gauck zum ersten Mal ein deutsches Staats-Oberhaupt betreten hat. Die Kirche wird im kommenden Jahr 100 Jahre alt. Sie ist ein gutes Beispiel für die internationale Exzellenz und Tradition unseres Landes wie es sie weltweit an vielen, vielen Orten gibt und wie ich sie mir auch in Zukunft für unser Thüringen wünsche: In Ihrem rund 50 Meter hohen Kirchturm erklingen allwöchentlich im Himmel über Jerusalem Glocken aus der einstigen Glockengießerei Schilling in Apolda.

Ich wünsche Ihnen, Ihren Familien und Freunden ein friedliches, gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2013.

Die Neujahrsansprache 2013 als Video
Das Video zur Neujahrsansprache vom MDR