EU-Erweiterung
Die Geschichte der Europäische Union ist eine Geschichte der ständigen Erweiterung von einst sechs Gründungsmitgliedern zu heute 25 Staaten. Mit dem Beitritt von 10 Staaten - darunter acht ehemaliger Ostblockstaaten - am 1. Mai 2004 wurde die Spaltung des Kontinents nach dem zweiten Weltkrieg überwunden. Der Beitritt von Bulgarien und Rumänien am 1. Januar 2007 schloss diese Erweiterungsrunde ab. Zugleich stellt diese bisher größte Erweiterungsrunde die bedeutsamste Herausforderung an die Integrationskraft der Europäische Union dar. Thüringen profitiert von der mit den Beitritten verbundenen weiteren politischen Stabilisierung in Europa. Deutschland ist nunmehr von Ländern umgeben, die sein wirtschaftliches und politisches Wertesystem teilen. Die Handelsbeziehungen Thüringens mit den Beitrittsstaaten entwickelten sich dynamisch.
Auch den Staaten den Westbalkans hat die EU eine Beitrittsperspektive gegeben. Die Beitrittsverhandlungen der EU mit Kroatien wurden am 3. Oktober 2005 begonnen. Mazedonien hat der Europäische Rat am 10. Dezember 2005 den Kandidatenstatus zuerkannt. Die Unterstützung für die übrigen Staaten erfolgt im Rahmen des „Stabilisierungs- und Assoziierungsprozesses“ (SAP).
Am 3. Oktober 2005 wurden auch die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei begonnen. Obwohl langjährige Verhandlungen erwartet werden, stieß dieser Beschluss auf erhebliche Bedenken. Befürchtet wird von den Kritikern, dass Europa mit einem Beitritt der Türkei überfordert werde.
Erweiterung der EU
Außenhandel Thüringens