25.08.2014 15:38 Uhr

EU-Förderprogramme im Überblick - warum Europa sich für Thüringen lohnt

 

 

EU-Kooperationsprogramme
 
Ein Großteil des EU-Haushaltes fließt über die Finanzierung einer Vielfalt an EU-Kooperationsprogrammen zurück in die Mitgliedstaaten und Regionen:
 
  • Von großer Bedeutung ist für Thüringer Forscher aus Wirtschaft und Wissenschaft das Programm HORIZONT 2020, aus dem Mittel für Forschung und Entwicklung zur Verfügung gestellt werden.
 
  • Thüringer Unternehmen profitierten vom COSME-Programm, mit dem  innovative Unternehmensaktivitäten gefördert werden.
 
  • 14,8 Mrd. € stellt die EU 2014 bis 2020 für den Ausbau von Kooperationen im Bereich der Schüler-, Berufs-, Hochschul- und Erwachsenenbildung bereit. Das Programm ERASMUS + unterstützt auch Jugendbegegnungen sowie den Erfahrungsaustausch im Sport.
 
  • Die Intensivierung des Kulturaustausches ist Gegenstand des EU-Programms KULTUR.
 
  • Aber auch europäisches bürgerschaftliches Engagement wird unmittelbar von der EU bezuschusst. Das Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ unterstützt Kommunen, Verbände, Bildungseinrichtungen oder andere zivilgesellschaftliche Organisationen, die mit ihren Projekten zur Förderung einer aktiven europäischen Bürgerschaft beitragen, zum Beispiel durch die Organisation grenzüberschreitender Begegnungen und Partnerschaften.
 
 
Für die EU-Förderprogramme sind Anträge entweder direkt bei der Kommission oder aber bei den zuständigen Exekutivagenturen einzureichen. In den Mitgliedstaaten geben nationale Kontaktstellen Auskunft über Fördermöglichkeiten. Einen ersten Überblick über die EU-Förderprogramme in Thüringen kann man sich mit Hilfe der EU-Förderdatenbank des Bundes verschaffen:
 

 

 

Europäische Förderprogramme für die wirtschaftliche, soziale und ländliche Entwicklung Thüringens

 
Die finanzstärksten EU-Förderprogramme unterstützen die wirtschaftliche, soziale und ländliche Entwicklung in den Regionen sowie das Einkommen von Landwirten. Über zwei Drittel seines Budgets 2014 - 2020 stellt der EU-Haushalt für die Förderung aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), dem Europäischen Sozialfonds (ESF), dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), den Europäischen Fischereifonds (EFF) und dem Europäischen Garantiefonds für die Landwirtschaft (EGFL) bereit. Während aus dem EGFL direkte Einkommensbeihilfen finanziert werden, fördern die übrigen Fonds Maßnahmen, um den strukturellen wirtschaftlichen und sozialen Problemlagen in der Union zu begegnen.
Allein aus dem EFRE und ESF sind seit 1991 über 8 Mrd. Euro nach Thüringen geflossen. Der Freistaat Thüringen hat sich auch mit Hilfe dieser Fördermittel wirtschaftlich erfreulich entwickelt: Das BIP pro Einwohner ist gemessen am EU-Durchschnitt von knapp 40% im Jahr 1991 auf inzwischen über 80% gestiegen. Thüringen gehört nicht mehr zu den Regionen in Europa mit dem größten Entwicklungsrückstand. Damit verbunden ist ein Rückgang der Förderung ab dem Jahr 2014. Um den Übergang zu erleichtern, wurde Thüringen für den EFRE und ESF ein „Sicherheitsnetz“ und damit zwei Drittel der Fördermittel aus der abgelaufenen Förderperiode gewährt. Daher stehen Thüringen in den Jahren 2014 bis 2020 immer noch 1.664 Mrd. € für den EFRE und ESF zur Verfügung. Für die ländliche Entwicklung kann zukünftig noch auf 626 Mio. € aus dem ELER zurückgegriffen werden.
 
Zurückgehende Mittel erfordern eine Konzentration auf weniger Förderschwerpunkte. Zudem sehen die europäischen Regelungen eine klare Ausrichtung der Förderung auf die Ziele der europäischen Wachstums- und Entwicklungsstrategie Europa 2020 vor. Die neuen Operationellen Programme, die Planungsdokumente für den Einsatz der sogenannten Europäischen Investitions- und Strukturfonds (ESI), sind daher deutlicher auf die Ziele des intelligenten, nachhaltigen und sozialen Wachstums ausgerichtet.
 
Informationen über die ESI-Förderung 2014 – 2020 in Thüringen erhalten Sie über die Internet-Angebote der zuständigen Verwaltungsbehörden: