Arbeitslosenquote sinkt im Mai auf 5,9 Prozent

2017-06-01 Arbeitsmarkt Mai 2017 - Dpa
Foto: dpa / Martin Schutt

In Sachen Arbeitslosigkeit liegt Thüringen nun gleichauf mit Schleswig-Holstein.

Halle (Saale) (dpa/th) - Die Arbeitsmarktlage in Thüringen hat sich im Mai weiter verbessert. Nach Angaben der für Thüringen zuständigen Arbeitsagentur sank die Arbeitslosenquote auf 5,9 Prozent, was 0,3 Prozentpunkte weniger sind als einen Monat zuvor und erstmals weniger als sechs Prozent. Im Vergleich zum Mai 2016 seien es 0,8 Punkte weniger.

Arbeitslos gemeldet sind demnach 67 163 Frauen und Männer. Agenturchef Kay Senius rechnete auch mit einer weiter sinkenden Arbeitslosigkeit, wobei die demografische Entwicklung stark entlastend wirke. Die Zahl der mehr als ein Jahr arbeitslosen Menschen sank nach diesen Angaben um 2,3 Prozent innerhalb eines Monats und um 16,4 Prozent innerhalb eines Jahres.

Die Zahl der offenen Stellen stieg leicht auf 23 621, wobei die Unternehmen im Mai weniger neue Stellen meldeten als im April. Die sogenannte Unterbeschäftigung, die außer Arbeitslosen auch Teilnehmer in Fortbildungen und sonstigen Maßnahmen erfasst, sank um 2,8 Prozent auf 96 695 Menschen. Die Zahl der arbeitslosen Ausländer verringerte sich wegen zahlreicher Integrationskurse für Flüchtlinge innerhalb eines Monats um 2,2 Prozent auf rund 6500. Regional verzeichnet erneut der Kreis Sonneberg mit 3,6 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote und Gera mit 9,9 Prozent die höchste.

Senius sprach von einer beeindruckenden Entwicklung des Thüringer Arbeitsmarktes in den vergangenen Jahren. Da Arbeitskräfte knapper seien, würden die Unternehmen weniger schnell entlassen als noch vor einigen Jahren. Der Freistaat ist weiter Spitzenreiter im Osten und liegt im Vergleich zu alten Bundesländern besser als Hamburg, Bremen, Saarland und Nordrhein-Westfalen sowie gleichauf mit Schleswig-Holstein.

Arbeitsministerin Heike Werner (Linke) sieht im Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit eine Bestätigung für die Arbeitsmarktprogramme der Landesregierung. Zunehmend fänden auch Menschen mit schlechteren Voraussetzungen wie Ältere oder Behinderte besser eine Beschäftigung. Die IHK Erfurt sah vor allem eine gute Konjunktur als Grund für die Entwicklung. Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser sprach von steigenden Auftragseingängen, gut ausgelasteten Kapazitäten und optimistischen Aussichten. Er rechnete mit weiter sinkenden Arbeitslosenzahlen bis auf den deutschen Durchschnittswert, der im Mai bei 5,6 Prozent lag.

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