Eppelmann: Ramelow macht Ernst bei Aufarbeitung von DDR-Geschichte

Eppelmann: Ramelow macht Ernst bei Aufarbeitung von DDR-Geschichte
Der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow (re.) und der Vorstandsvorsitzenden der Bundesstiftung Aufarbeitung, Rainer Eppelmann (li) diskutieren am 31.01.2015 in Suhl das Thema "Gegenwart und Zukunft der Aufarbeitung der SED-Diktatur". Das von Angela Elis moderierte Streitgespräch hat im Rahmen der Geschichtsmesse der Bundesstiftung Aufarbeitung stattgefunden. Foto: Michael Reichel/dpa

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat die Aufarbeitung der DDR-Geschichte zur Chefsache erklärt. Das war auch Thema auf der Geschichtsmesse Suhl, wo er am Samstag im Rahmen eines Streitgesprächs auf den früheren DDR-Oppositionellen Rainer Eppelmann traf.

Der frühere DDR-Bürgerrechtler und spätere CDU-Bundestagsabgeordnete Rainer Eppelmann hält das Bekenntnis von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte für glaubhaft. «Mir hat er den Eindruck vermittelt, dass ihm das ernst sei», sagte Eppelmann am Samstag am Rande der Geschichtsmesse in Suhl der Deutschen Presse-Agentur. Ramelow habe gleich zu Beginn seiner Amtszeit das Gespräch mit Opfervertretern gesucht und lasse den Tod des Thüringer Bürgerrechtlers Matthias Domaschk in Stasi-Haft neu untersuchen. Ramelow führt als erster Politiker der Linken eine Landesregierung.

«Wenn er bei dieser Dynamik bleibt und nicht massive Schwierigkeiten in seiner eigenen Partei bekommt, könnte das etwas bewegen, und das würde auch der Linken insgesamt helfen», sagte Eppelmann, der Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Aufarbeitung ist. Linke, SPD und Grüne hatten im Koalitionsvertrag die DDR als Unrechtsstaat bezeichnet und sich zur Aufarbeitung der Geschichte bekannt. Eppelmann sagte, er wünsche sich vor allem eine stärkere schulische und außerschulische Bildung zum Thema DDR. Wenn die DDR-Geschichte beispielsweise öfter Abiturthema werde, seien die Schulen stärker gefordert, diesen Unterrichtsstoff zu vermitteln.

Eppelmann begrüßte zugleich die Absicht der Thüringer CDU, ihre Rolle als Blockpartei in der DDR zu beleuchten. «Da ist in den letzten 25 Jahren nicht alles gemacht worden, was man hätte machen können.» Auf dem Landesparteitag der Christdemokraten Ende 2014 hatte der neue Landeschef Mike Mohring angekündigt, dazu eine Kommission einzuberufen.

Die von der Bundesstiftung Aufarbeitung zum achten Mal veranstaltete Suhler Geschichtsmesse richtete den Blick auf den 25. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung. Den Organisatoren zufolge beteiligten sich seit Donnerstag 300 Fachleute.

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Rainer Eppelmann, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Aufarbeitung, beim Streitgespräch mit Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow. Foto: Michael Reichel/dpa

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