Thüringentag 2013 in Sondershausen
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- Beim traditionellen Umzug am Sonntag des Thüringentags. Der Freistaat präsentiert sich in seiner ganzen kulturellen Vielfalt. Foto: TSK
Sonntag, 9. Juni 2013:
140 000 Besucher beim Thüringentag 2013 in Sondershausen
Ob Feuershow, Operngala oder Silly-Konzert - der Thüringentag hat Zehntausende nach Sondershausen gelockt. Die Musik- und Bergstadt konnte sich mit ihrer Historie vorstellen. Ihr Nachfolger steht auch schon fest Pößneck. Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht dankte den Bürgern und Organisatoren des Thüringentags. "Sondershausen war eine traumhafte Kulisse für dieses bedeutende Fest", so Lieberknecht.
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- Ihnen konnte der Regen nichts anhaben. Sie hielten tapfer durch. Foto: TSK
Zwei Jahre Vorbereitungszeit haben sich für Sondershausen gelohnt: Nach ersten Schätzungen der Stadt kamen etwa 140 000 Besucher seit Freitag zum Thüringentag, der unter dem Motto «Mit fürstlicher Note» stand. Er gilt mit einem prallen Unterhaltungsprogramm auf Bühnen, Plätzen und Straßen und vielen Informationsangeboten Thüringer Institutionen und Vereine als größtes Fest für «Land und Leute».
Viele Zuschauer hielten am Sonntag beim traditionellen Festumzug auch noch an den Straßenrändern aus, als etwa eine halbe Stunde nach dem Start Regengüsse niedergingen. Manche Freiluftveranstaltungen wurden danach aber abgesagt. Beim Feiern wurden die Hochwasseropfer nicht vergessen, für die nach Angaben eines Stadtsprechers eine Spendenaktion lief.
Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht gab in Sondershausen bekannt, dass der nächste Thüringentag von der Stadt Pößneck veranstaltet wird. «Ich freue mich sehr, dass wir auch für 2015 eine sehr vielversprechende Bewerbung bekommen haben, die auch einstimmig auf Zustimmung im Kabinett traf», sagte die Regierungschefin. Die Entscheidung für die Ostthüringer Stadt im Saale-Orla-Kreis sei im Kabinett einstimmig gefallen. Es soll nach dpa-Informationen keine weiteren Bewerber gegeben haben.
Pößnecks Bürgermeister Michael Modde sprach von einem Kraftakt, das große Landesfest zu organisieren. Die Stadt mit rund 12 500 Einwohnern sei aber fest entschlossen, ein würdiger Gastgeber zu sein. Anregungen dafür habe er sich in Sondershausen geholt. Seit 2007 wird das Fest mit Zehntausenden Besuchern nur alle zwei Jahre veranstaltet.
Das Fest sei ein Spiegel der Kulturszene, der Vereine und Institutionen, der Wirtschaft, Politik und des Handwerks in Thüringen, sagte Lieberknecht. Sondershausen sei ein guter Gastgeber gewesen und habe eine «traumhafte Kulisse» für das Fest geboten. Bürgermeister Joachim Kreyer wünschte sich, dass das große Fest dazu beiträgt, dass Sondershausen mit seiner Geschichte - über 200 Jahre war die Stadt Sitz der Fürsten von Schwarzburg-Sondershausen - bekannter wird. Mit Klassik vom Lohorchesters machte die Stadt zudem auf ihre fast 400-jährige Musiktradition aufmerksam.
Bei einer Vielzahl von Angeboten von barockem Tanzunterricht über Jazz bis zu Showartistik und Konzerten der Gruppe Silly war der mehr als zwei Kilometer lange Umzug am Sonntag der Höhepunkt. Daran beteiligten sich rund 3500 Darsteller und Musiker - darunter Mitglieder zahlreicher Thüringer Vereine und Kapellen. Sie zeigen in verschiedenen Bildern unter anderem «Residenzgeschichten» und erzählen von der langen Tradition der Stadt Sondershausen im Kali-Bergbau.
Für die Opfer des Hochwassers, die bei den Fluten zu Wochenbeginn viel verloren, habe es während des Thüringentages spontane Aktionen gegeben, sagte Stefan Schard von der Stadtverwaltung Sondershausen. Unter anderem seien 60 Spardosen mit dem nachgebildeten Achteckhaus des Schlossensembles an Ständen und in Geschäften aufgestellt worden. «Ich wünsche mir, dass auch der Thüringentag als Landesfest in Sondershausen, ein Fest der Solidarität mit den Flutopfern wird», hatte Lieberknecht erklärt.
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- Starke Männer beim Thüringentag 2013. Foto: TSK
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- Wohl dem, der die Übersicht behält. Foto: TSK
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- Die Ministerpräsidentin im Märchendorf in Sondershausen. Foto: TSK
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- Beim Bahnhofsfest in Sondershausen bestieg die Ministerpräsidentin den Führerstand einr Dampflokomotive. Foto: TSK
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- Ministerin und Staatskanzleichefin Marion Walsmann am Infostand der Landesregierung. Foto: TSK
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- Fragerunde des Thüringer Landessportbundes zum Thema "Bedeutung des Sports in der Gesellschaft" beim Thüringentag 2013. Foto: TSK
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- Rolf Zuckowski mit einem regenbedingt sehr kurzen Auftritt beim Thüringentag 2013 in Sondershausen. Foto: TSK
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- Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und der Bürgermeister von Sondershausen Joachim Kreyer beim Rundgang durch die Straßen, Meilen und Dörfer des Thüringentags 2013 in Sondershausen
Lieberknecht: Thüringentag 2015 in Pößneck
Der Thüringentag 2015 wird von der Stadt Pößneck veranstaltet. Die Entscheidung für die Ostthüringer Stadt im Saale-Orla-Kreis sei im Kabinett gefallen, teilte Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht am Samstag in Sondershausen mit. Pößnecks Bürgermeister Michael Modde sprach von einem Kraftakt, das große Landesfest zu organisieren. Die Stadt mit rund 12 500 Einwohnern sei aber fest entschlossen, ein würdiger Gastgeber zu sein. Anregungen dafür habe er sich in Sondershausen geholt, wo bis Sonntag der diesjährige Thüringentag mit einem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm gefeiert wird. Seit 2007 wird das Fest mit Zehntausenden Besuchern nur alle zwei Jahre veranstaltet.
Viele Tausend Besucher werden am zweiten Tag des größten Thüringer Festes in Sondershausen erwartet. Die Nordthüringer Bergbau- und Musikstadt bietet beim Thüringentag unter dem Motto «Mit fürstlicher Note» ein vielseitiges Unterhaltungsprogramm auf mehreren Bühnen, Straßen und Plätzen. Das Spektrum reicht vom barocken Tanzunterricht über Jazz bis zu Showartistik im Schlosshof. Die Organisatoren in Sondershausen hoffen, dass nach den sorgenvollen Tagen während des Hochwassers in Teilen Thüringens möglichst viele Menschen kommen. Erwartet werden bis Sonntag mehr als 100 000 Gäste.
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- Der Bürgermeister von Sondershausen Joachim Kreyer, Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, das Thüringentagspaar Maria und Thomas Otto und der Bürgermeister von Pößneck Michael Modde nach der Pressekonferenz, bei der Lieberknecht mitgeteilt hat, dass sich das Kabinett für die Bewerbung Pößnecks als Austragungsort des Thüringenstags 2015 entschieden hat.
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- Der Bürgermeister von Pößneck Michael Modde und Regierungschefin Christine Lieberknecht deuten bei der Pressekonferenz im Rathaus von Sondershausen auf einer Thüringenkarte auf den Austragungsort des Thüringenstags 2015: Pößneck. "Ich freue mich sehr, dass wir auch für 2015 eine sehr vielversprechende Bewerbung bekommen haben, die auch einstimmig auf Zustimmung im Kabinett traf. Es geht nach Pößneck", erklärte die Regierungschefin gegenüber den Medien.
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- Start am Samstagmorgen um sieben Uhr zur Morgenwanderung zum Frauenberg mit der Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht
Freitag, 7. Juni 2013:
Thüringentag in Sondershausen startet mit Salut-Schießen
Mit einem feierlichen Salut-Schießen in Sondershausen hat Thüringens größtes Bürgerfest begonnen. Auf dem Hof des Stadtschlosses startete am Freitag mit einem «Barocken Treiben» der Thüringentag 2013. Mit dem Programm im Freien werde auch die gelungene Restaurierung des Denkmals für rund 21 Millionen Euro gewürdigt, erklärte Kulturminister Christoph Matschie zum Auftakt. Die Schaulustigen konnten sich unter anderem an mehreren historischen Regimentern erfreuen.
Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht eröffnete den Thüringentag, der alle zwei Jahre in einer anderen Region des Freistaats läuft, am späten Nachmittag offiziell. Dabei erinnerte sie auch an jene Thüringer, die wegen der Hochwasserkatastrophe in diesem Jahr nicht kommen könnten. Sie versprach erneut, die Landesregierung werde diese Menschen nicht vergessen und ihnen unter die Arme greifen, damit sie wenigstens einen Teil ihres verlorenen Hab und Gutes zurückbekommen.
Ähnlich äußerte sich auch die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Ilse Junkermann, in ihrer Predigt zum Auftakt der Veranstaltung. Darin rief sie nach Angaben der EKM auch zu Spenden für die Hochwasseropfer auf. Es komme darauf an, Lebensnot ebenso wie Lebensfreude miteinander zu teilen.
Der Thüringentag in der einstigen Stadt des Kali-Bergbaus bietet bis zum Sonntag ein pralles Unterhaltungsprogramm - von der Operngala bis zum Konzert der Gruppe Silly. Die Nordthüringer Stadt hatte sich darauf zwei Jahre lang vorbereitet. Die Organisatoren hoffen, dass trotz der Hochwasserkatastrophe in Teilen Thüringens viele Menschen kommen. Erwartet werden mehr als 100 000 Besucher.
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- Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer, Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und das Thüringentag-Paar Maria und Thomas bei der Eröffnung des Thüringentages
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- Das Thüringentag-Paar Maria und Thomas (hinten, v-l) steht in Sondershausen vor der Eröffnung des Thüringentages neben der Baronin von Mühlhausen und zwei Soldaten des königlich polnischen kurfürstlich sächsischen Artillerieregiments aus dem Winkel und Fürst Günther I (vorne, l-r) und Elisabeth Albertine Fürstin zu Schwarzburg Sondershausen im Riesensaal von Schloss Sondershausen.
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- Das Thüringentagpaar 2013: Maria und Thomas Otto