31.05.2013 14:55 Uhr

China-Reise von Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht

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Wie überall entlang der Ostküste Chinas wurden auch in Dalian moderne Stadtbezirke in den letzten zehn Jahren hochgezogen. Die Aufnahme zeigt die Skyline der Stadt von der Seeseite aus. Foto: TSK

Vom 25. Mai bis zum 1. Juni 2013 weilt Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht in China. Auf dem Programm der siebentägigen Reise stehen über 60 Gespräche mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Ein Schwerpunkt der Reise stellt der Besuch in der chinesischen Partnerregion Thüringens Shaanxi dar. Lieberknecht reist zusammen mit einer achtzigköpfigen Delegation aus Thüringen. Dazu zählen der stellvertretende Ministerpräsident und Kultusminister Christoph Matschie und Wirtschaftsminister Matthias Machnig. Hinzu kommen Repräsentanten von mehreren Thüringer Hochschulen und zahlreiche Wirtschaftsvertreter. Insgesamt sind 52 Unternehmen in das Reiseprogramm einbezogen.

30. Mai 2013 - Besuch in der Thüringer Partnerregion Schaanxi: UST aus Geschwenda unterzeichnet Rahmenvertrag zur Entwicklung und Lieferung von Luftqualitätssensoren

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Foto: TSK

Das in Geschwenda, Thüringen, ansässige Unternehmen Umweltsensortechnik GmbH hat heute in Xi'an im Beisein der Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht eine Vereinbarung zur Entwicklung und Lieferung von Luftqualitätssensoren unterzeichnet. Vertragspartner sind die Stadt Xi'an und ein örtlicher Investor. Die Sensoren sollen im Rahmen des Projekts "Smart City" zur Überwachung der Luftqualität in einem neuem Stadtteil Xi'ans in Gebäuden, aber auch auf Straßen und Plätzen zum Einsatz kommen.

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Gespräch mit der Provinzregierung; Foto: Martin Schutt, dpa
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Terracotta-Krieger in Schaanxi; Foto: Martin Schutt, dpa

Xi'an ist die Hauptstadt der Provinz Schaanxi, der Thüringer Partnerregion in China. „Der Besuch in Schaanxi stellt einen besonderen Punkt unserer Reise dar", erklärte die Ministerpräsidentin bei der Eröffnung eines Unternehmerforums in Xi'an. „Die seit 1997 bestehende Partnerschaft mit Schaanxi beinhaltet politische, wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen zu China“, betonte die Regierungschefin.

Für Schaanxi ist Deutschland der wichtigste Außenhandelspartner. Das von der Ministerpräsidentin eröffnete Unternehmerforum diente als Kontaktbörse für die aus dem Freistaat mitgereisten Unternehmen. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Thüringer Landesentwicklungsgesellschaft (LEG).

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Im Labor der Technischen Universität Xi'an; Foto: dpa

Besuch der Technischen Universität Xi'an.

Die Bedeutung von Wissenschaft und Forschung, aber auch des Austauschs von Lehrpersonal und Studierenden betonte Lieberknecht anlässlich eines Besuchs der Technischen Universität von Xi'an. Der Besuch eines Forschungslabors bot Gelegenheit für Lieberknecht, die Möglichkeit einer Zusammenarbeit im optoelektronischen Bereich anzusprechen. Sie zeigte sich überzeugt, dass auch dieses Geschäftsfeld für die Thüringer Wirtschaft Zukunftschancen bietet.
In ihrer Ansprache trug Lieberknecht zudem vor, dass bereits sämtliche Thüringer Hochschulen Kontakte zu Hochschulen in China pflegen.
 

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Ausgrabungsstätte der Terracotta-Armee in Schaanxi; Foto: Martin Schutt, dpa

29. Mai 2013 - Besuch bei MITEC Jebsen Automotive Systems in Dalian, Treffen mit dem Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Shenyang

 

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Ministerpräsidentin Lieberknecht besucht am 29.5.13 MITEC Jebsen Automotive Systems in Dalian (Foto: TSK).
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Ministerpräsidentin Lieberknecht besucht am 29.5.13 MITEC Jebsen Automotive Systems in Dalian (Foto: TSK).

28. Mai 2013 - Besuch des Zentralkomitees der KP China und Gespräch mit dem stellvertretenden Leiter der Internationalen Abteilung, Besuch des Nationalen Volkskongress, Gespräche bei der Firma CSR Rolling Stock.

Bei den politischen Gesprächen am Dienstag, 28. Mai, in Peking hat Ministerpräsidentin Lieberknecht das Thema Menschenrechte gezielt angesprochen und dabei vor allem die Religionsfreiheit thematisiert. "Die freie Entfaltung des Individuums und die Demokratisierung sind alternativlos", betonte die Regierungschefin bei ihren Gesprächen.  
Ein weiteres wichtiges Gesprächsthema war die Förderung der Solarbranche. Dabei kritisierte Lieberknecht deutlich die derzeitige Solarpolitik Chinas. Sie begrüßte hingegen die von Bundeskanzlerin Merkel eingenommene Vermittlerrolle. Lieberknecht verwies darauf, dass die Solarpolitik auch in China nicht unumstritten ist. Anlass dafür sei nicht zuletzt die Tatsache, so die Ministerpräsidentin, dass auch in China Solarfabriken als Folge der weltweiten Überkapazitäten geschlossen werden müssen.

Die Unternehmensbesuche in Peking und Schanghai überzeugten die Ministerpräsidentin davon, dass China auf dem Weg zum High-Tech-Standort sei. "In einigen Bereichen hat China dieses Ziel bereits erreicht."
Dass China ein Markt auch fùr kleine und mittlere Unternehmen aus Thüringen ist, zeigte sich beim Besuch des Bahntechnikherstellers CSR in Peking. Das in 19 Ländern agierende Großunternehmen kooperiert mit dem in Geschwenda ansässigen Unternehmen Umweltsensortechnik UST.  Der Betrieb mit einhundert Mitarbeitern liefert Sensoren zur Überwachung der Raumluftqualität nach China, die von CSR in die eigenen Produkte integriert werden, was Arbeitsplätze in Thüringen geschaffen hat. Für die Ministerpräsidentin stellt diese Kooperation eine gewaltige Zukunftschance für UST und ein Erfolgsmodell für viele andere Thüringer Unternehmen dar.

 

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Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht spricht am 28.05.2013 in Peking im Hause des Zentralkomitees der KP China mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der internationalen Abteilung, Li Linjun (Foto: dpa).
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Die Thüringer Delegation um Ministerpräsidentin Lieberknecht besucht am 28.05.2013 in Peking das chinesische Unternehmen CSR Rolling Stock und spricht mit dessen Gesellschafter Shi Shuozhi (2.v.r., Foto: dpa)

27. Mai 2013 - Besuche bei Carl Zeiss Schanghai und Jenoptik Schanghai, Vertragsunterzeichnung zwischen der TU Ilmenau und dem Tongji College, Gründungsveranstaltung des 3D-Instituts der Universität von Hangzhou, Besichtigung der Bauhaus-Kunstgalerie

Sehr beeindruckt zeigte sich die Ministerpräsidentin von den Unternehmen Carl Zeiss und Jenoptik in Shanghai, die schon seit Jahrzehnten am chinesischen Markt aktiv sind. "Es ist klar erkennbar, dass das Engagement in China von beiden Firmen zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in Thüringen führt". sagte Lieberknecht. 

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Begrüßung vor dem Tongji-College; Foto: TSK
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27. Mai 2013: Ministerpräsidentin Lieberknecht bei Carl Zeiss; Foto: TSK
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27. Mai - Lieberknecht bei Jenoptik; Foto: Martin Schutt, dpa

China und Thüringen wollen künftig auch in Wissenschaft und Kultur enger zusammenarbeiten. An derTongji Universität in Shanghai wurde eine Kooperation mit der TU Ilmenau unterzeichnet. Auch die Bauhaus-Universität in Weimar werde künftig enger mit der Academie of Arts in Hangzhou zusammenarbeiten, sagte Lieberknecht. Dort sei ein neues Bauhaus-Museum entstanden. «China fängt an, Sammlungen europäischer Kunst für sich zu gewinnen und zu präsentieren. Bislang war das ja eher umgekehrt», sagte sie.

Lieberknecht zeigte sich zugleich beeindruckt von den rasanten Veränderungen in dem asiatischen Land. "China investiert sehr viel in die Forschung und Entwicklung. Das Land strebt nach dem Wohlstand der westlichen Welt. Es isti daher zwingend, dass Thüringen mit seinen Hochschulen dort vertreten ist." Die geplanten EU-Strafzölle auf Solarmodule würden hingegen in China unterschiedlich bewertet, sagte die Ministerpräsidentin. Da gebe es durchaus eine «differenzierte Debattenlage»

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Foto: dpa

26. Mai 2013: Gelungener Auftakt der China-Reise – „China ein großer Markt für kleine und mittlere Unternehmen aus Thüringen“

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Vertragsunterzeichnung am 26. Mai; Foto: TSK

„Mit zwei Wirtschaftsverträgen und zahlreichen Gesprächen mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft ist der Auftakt unserer China-Reise gelungen." Dieses Fazit zog Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht heute in Schanghai am Ende ihres ersten Reisetages in die Volksrepublik China. „Dass heute Vereinbarungen unterzeichnet wurden, die für ein Investitionsvolumen von etwa 150 Millionen Euro und die Schaffung von 150 Arbeitsplätzen in Thüringen stehen, zeigt die Bedeutung des chinesischen Marktes für den Freistaat. Und es zeigt die Bedeutung von solchen Delegationsreisen, durch die Unternehmenskontakte geknüpft und ausgebaut werden. Zugleich unterstreichen die heute vereinbarten Projekte die Notwendigkeit, die Internationalisierungsstrategie für Thüringen konsequent weiter fortzusetzen", betonte die Ministerpräsidentin.

Weitere Informationen:

th1/tsk/aktuell/mi/71858/index.aspx

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Foto: TSK

25. Mai 2013: „China - ein Land der Superlative“

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Ministerpräsidentin Lieberknecht im Transrapid; Foto: TSK

"China ist ohne Zweifel in der Welt von heute und noch mehr in der Welt von morgen eines der wichtigsten Länder: politisch, wirtschaftlich und auch kulturell. China ist in jeder Hinsicht ein Land der Superlative. In China gibt es etwa 150 Millionenstädte und im größten städtischen Ballungsraum Chinas leben über 34 Millionen Menschen. Wer in der Welt künftig zuhause sein will, der muss sich öffnen und auch nach China blicken. Der muss China kennen." Mit diesen Worten begrüßte Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht heute auf dem Frankfurter Flughafen die Teilnehmer der China-Reise der Thüringer Landesregierung vor dem Abflug.

Es handelt sich um die inhaltlich umfangreichste Reise, zu der Regierungsmitglieder aus dem Freistaat bislang aufgebrochen sind, betonte Lieberknecht. Das Ziel der Reise beschrieb die Regierungschefin mit den Worten: "Auf unserer Agenda stehen die Schwerpunkte Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft sowie der Besuch unserer Partnerregion Shaanxi. Ich möchte die Thüringer Unternehmen dabei unterstützen, auf dem chinesischen Markt weiter Fuß zu fassen. Einige sind bereits seit vielen Jahren sehr erfolgreich aktiv, es gibt Niederlassungen und Kooperationen. Andere suchen noch nach Möglichkeiten, neue geschäftliche Kontakte zu knüpfen und das riesige Potential des chinesischen Marktes zu nutzen. Wir haben ein großes Interesse, weitere chinesische Unternehmen und Märkte für uns und unsere Produkte zu gewinnen. Ich sehe mich hier vor allem als Türöffner, ebenso wie der Bildungs- und der Wirtschaftsminister.

Weitere Informationen:

th1/tsk/aktuell/mi/71857/index.aspx

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26. Mai im Residenzgarten der Deutschen Botschaft: das „Sophie Grobler Quartett“; Foto: TSK
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Shanghai; Foto: Martin Schutt, dpa