16.05.2013 16:27 Uhr

2. Thüringer Energiegipfel

Ein Windrad steht am 24.07.2012 nach Sonnenuntergang in der Nähe von Rehna (Nordwestmecklenburg) in der Nähe einer Hochspannungsleitung.
Thüringens Landesregierung zog eine Zwischenbilanz nach zwei Jahren Energiewende. ( Foto: dpa)

  

In Weimar wurde eine Zwischenbilanz nach zwei Jahren Energiewende in Thüringen gezogen.
Lieberknecht und Machnig bekräftigten die Ziele, die sich Thüringen vor zwei Jahren gestellt hat. Bis 2020 sollen 45 Prozent des Thüringer Stromverbrauchs mit Ökostrom gedeckt werden. Am gesamten Energieverbrauch soll der Anteil der Erneuerbaren bis zu diesem Zeitpunkt 30 Prozent betragen. „Diesen Zielen stellen wir uns“, sagte Lieberknecht. Derzeit liegt der Anteil der Erneuerbaren am Gesamtenergieverbrauch allerdings nach Berechnungen von Fachleuten erst bei knapp 20 Prozent.

Lieberknecht reklamierte für Thüringen erneut eine Vorreiterrolle beim Einsatz erneuerbarer Energien. Bisher kommt ein Großteil aus Biomassekraftwerken. Als Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz will sie sich auch für mehr Abstimmung und Koordination zwischen den Bundesländern beim Ausbau der Energieerzeugung und der Netze einsetzen, so die Regierungschefin.

Wissenschaftler der Fachhochschule Nordhausen sind beauftragt, die Entwicklung bei den erneuerbaren Energien von Photovoltaik bis zu Wasserkraft in Thüringen regelmäßig unter die Lupe zu nehmen. Studien sehen Potenzial vor allem bei Windkraft und Geothermie, bei der die Erdwärme genutzt wird. Nachholbedarf sieht die Fachhochschule bei Energiesparprojekten unter anderem bei kommunalen und genossenschaftlichen Wohnungen, aber auch in der Wirtschaft.

 

 

Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig. (Foto: dpa)
Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig. (Foto: dpa)