07.05.2013 13:36 Uhr

Ein Leben zwischen Eigensinn und Leidenschaft - Meininger Sonderausstellung beleuchtet Anton Ulrich, Herzog von Sachsen-Meiningen

Fürst Anton Ulrich mit weißer Locken-Perücke.Er schaut ernst.
Anton Ulrich, Herzog von Sachsen-Meiningen (1687-1763), Galaportrait von Samuel Diez, postum um 1840; (Foto: Meininger Museen, Manfred Koch)

 

 
 
Anlässlich des Internationalen Museumstag am 12. Mai 2013, eröffnen die Meininger Museen im Schloss Elisabethenburg eine Sonderausstellung, die einen der schillerndsten aber auch eigensinnigsten Fürsten aus dem Meininger Herzogshaus näher betrachtet.
2013 jährte sich am 27. Januar der Todestag Anton Ulrichs, Herzog von Sachsen-Meiningen, zum 250. Mal. Von seinem Großvater, dem bedeutenden Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel, erbte er nicht nur den Namen, sondern auch dessen kulturelle Interessen. Da er lange Zeit in Amsterdam, Wien und in Frankfurt am Main lebte, erhielt er dort eine Vielzahl von Anregungen, darunter auch solche zur Anlegung von Sammlungen, von denen Teile bis heute in Meiningen erhalten geblieben sind. Bekannt geworden ist Anton Ulrich aber auch durch seine Streitsucht und durch seinen fragwürdigen Umgang mit Geld. Er, der als jüngster Sohn des Ahnherren des Hauses Sachsen-Meiningen nicht für die Erbfolge vorgesehen war, hat in dramatischen Wendungen für die Weiterexistenz des Herzogshauses gesorgt.
 
 
 

 

Fürst Anton Ulrich mit weißer Locken-Perücke in Rüstung. Er schaut ernst.
Anton Ulrich, Herzog von Sachsen-Meiningen (1687 – 1763), Gemälde um 1727, Unbekannt (Öl auf Kupfer, Meininger Museen). Wahrscheinlich entstand das repräsentative Porträt als Auftrag in Amsterdam anlässlich der seinerzeitigen Erhebung seiner Frau Philippine Cäsar in den Reichsfürstenstand 1727. (Foto: Meininger Museen, Manfred Koch)

 

 
Die Ausstellung ist bis 27. Oktober zu sehen. Mit Sonderführungen am 03. Juli, am 10. August und am 11. September sowie einer Soiree am 11. September und einer Lesung am 25. September gewährt die Kustodin der Ausstellung, Andrea Jakob, gemeinsam mit weiteren Referenten vertiefenden Einblick in die Themen der Ausstellung und zeigt weitere Aspekte aus der Lebens- und Regentschaftszeit Anton Ulrichs auf.

 

 

Eröffnung 12. Mai, Sonntag, im Rahmen des Internationalen Museumstages
15.00, Schloss Elisabethenburg, Marmorsaal